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Knapp 90 Prozent der Radio Bremen Meinungsmelder sprechen sich für eine Bebauung der Galopprennbahn aus

Umfrage „Bau-Boom: Neues wagen oder Altes bewahren?“ im Programm

3. Mai 2019

Städtebau – das Thema beschäftigt Bremen: Die Überseestadt gehört zu den größten Entwicklungsprojekten Europas, das City-Gate am Bahnhof steht kurz vor der offiziellen Eröffnung, weitere Großprojekte wie der Vier-Türme-Entwurf von Daniel Libeskind und die Pläne für die Bremer Innenstadt von Kurt Zech werden diskutiert. Jetzt haben 517 Radio Bremen Meinungsmelder aus Bremen, Bremerhaven und umzu ihre Meinung zum Thema abgegeben: 

Die Zukunft der Galopprennbahn wird vorrangig unter den Gesichtspunkten Erholungsflächen und günstiger Wohnraum bewertet. Nur 10,8 Prozent der Befragten votieren gegen eine Bebauung. Ein Meinungsmelder fasst die Ideen, die mehrheitlich geäußert werden, zusammen: „Maximal 50 % [der Fläche sollten bebaut werden], damit der Stadtteil ein grüner Stadtteil bleibt und die Aufenthaltsqualität entsprechend gut ist. Hier sollten auch sozial geförderte Wohnungen entstehen und keine Luxuswohnungen.“ 

Über zwei Drittel der Meinungsmelder sind der Ansicht, dass bei Neubauten darauf geachtet werden sollte, dass Grünflächen erhalten bleiben und sie zu den umstehenden Gebäuden passen. Ein Meinungsmelder aus der Überseestadt kritisiert: „Ich wohne in der Überseestadt. Hier wird so dicht gebaut, dass es kaum Orte zum Verweilen gibt. Und genau das macht die Überseestadt unattraktiver. Wenn ich da an den Europahafenkopf denke. Der Ort wäre ideal gewesen für alle Bewohner […]“. 

78 Prozent der Radio Bremen Meinungsmelder stimmen der Aussage zu, dass manchmal alte Dinge weichen müssen, um für Neues Platz zu schaffen.  

53 Prozent der Radio Bremen Meinungsmelder stimmen der Aussage „Aufsehenerregend. Ausgefallen. Mutig. – Das sollten neue Bauprojekte im Land Bremen sein.“ zu. Die bisherigen neuen Bauprojekte (in Bremen vor allen in der Innenstadt und in der Überseestadt) werden als zu „mainstream“ und „belanglos“ erachtet: „Es fehlt an mutiger und origineller Architektur. Für meine Augen ist die Überseestadt von der anderen Weserseite aus gesehen unfassbar monoton und erinnert eher an ein Urlaubsghetto. Uniform, langweilig, elitär und teuer, noch dazu ohne tragfähiges Verkehrskonzept“. 

Auf die Frage, was fehlt und gebaut werden sollte, machen 56 Prozent der Radio Bremen Meinungsmelder Vorschläge. Besonders häufig beziehen sich diese auf Wohnraum, Gemeinschafts- und Grünflächen sowie Gebäude mit besonderer Architektur. 

Insgesamt nennen die Bremen Meinungsmelder 139 Bauten, die Ihnen am Herzen liegen. Besonders häufig wird – ganz allgemein oder mit Bezug auf konkrete Straßenzüge – auf die Altbremer Häuser, die in vielen Stadtteilen zu finden sind, und auf das Medienhaus in Schwachhausen verwiesen. Ähnlich viele Nennungen erhält das Bremer Rathaus. 

Mit den Meinungsmeldern greift Radio Bremen in Hörfunk, Fernsehen und Online neue Perspektiven auf, ordnet sie zusammen mit den Fakten journalistisch ein und recherchiert weiter. 

Vom 25. bis 28. April hatten die Radio Bremen Meinungsmelder unter www.meinungsmelder.de die Möglichkeit, sich in einer nicht repräsentativen Umfrage zur Stadtentwicklung in Bremen zu äußern. Für 84 Prozent der Radio Bremen Meinungsmelder liegen Angaben zu Geschlecht und Alter vor: 275 der Befragten sind männlich, 154 weiblich. Drei Teilnehmende wählen die Kategorie „andere“. Die Befragten sind zwischen 16 und 86 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt bei 52 Jahren. Alle Interessierten können mitmachen. 

Als öffentlicher Rundfunk garantiert Radio Bremen den allerhöchsten Schutz der Daten. Die weiteren Informationen finden Sie hier

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