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„Die Nacht von Lissabon“ (Radio Bremen-/WDR-Hörspiel nach Erich Maria Remarque)

ab 22. Dezember in der ARD Audiothek und am 22./26. Dezember bei Bremen Zwei

22. November 2019

1942, abends in Lissabon: Ein Mann (gespielt von Max Simonischek) steht am Hafen und starrt auf das Schiff, das ihn und seine Frau Ruth am nächsten Morgen in die Freiheit bringen könnte, nach Amerika. Aber es gibt keine Rettung für ihn: Er hat keine Tickets und keine Pässe. Da trifft er einen Mann (Josef Schwarz, gespielt von Max von Pufendorf), der ihm alle notwendigen Papiere überlassen wird unter einer Bedingung: Er soll mit ihm die Nacht verbringen und seine Geschichte anhören.

Das Radio Bremen-/WDR-Hörspiel „Die Nacht von Lissabon“ nach dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque in der Bearbeitung von Silke Hildebrandt ist ab 22. Dezember in der ARD Audiothek und bei Bremen Zwei online verfügbar. Bremen Zwei sendet die Produktion in zwei Teilen am 22. und 26. Dezember, jeweils um 18:05 Uhr. WDR 3 sendet „Die Nacht von Lissabon“ in vier Teilen vom 10. bis 13. Februar 2020, jeweils um 19.04 Uhr.

„Die Nacht von Lissabon“

Die Protagonisten ziehen durch das nächtliche Lissabon und der Mann, er nennt sich Schwarz, erzählt seine Geschichte: In Nazideutschland vom eigenen Schwager denunziert gerät er in Haft, wird entlassen und es gelingt ihm die Flucht. Doch weil er ohne seine Frau Helen (gespielt von Lisa Hrdina) nicht leben will, kehrt er heimlich zurück nach Deutschland und das Ehepaar beschließt, gemeinsam zu fliehen.

Es beginnt eine Odyssee durch Kriegs-Europa, immer auf der Flucht vor Verhaftung und Internierung und auf der Flucht vor dem Schwager, der alles daran setzt, seine Schwester Helen zurückzuholen. Was Schwarz nicht weiß: Helen ist unheilbar an Krebs erkrankt und verheimlicht es ihm lange Zeit, um die Flucht nicht zu gefährden …

„Die Nacht von Lissabon“ erschien 1962, wurde Remarques letzte Veröffentlichung und bildet einen Schlüsselroman für sein Werk: sowohl die tragisch endende Liebesgeschichte, die er zuvor in verschiedenen Romanen immer wieder aufgegriffen hatte als auch in der Auseinandersetzung mit Deutschland.

Remarque (geboren 1898 in Osnabrück, gestorben 1970 in Locarno) emigrierte 1932 in die Schweiz und kehrte nach dem Krieg nur noch sporadisch nach Deutschland zurück. Sein Werk aber ist eine immerwährende Auseinandersetzung mit seinem Land, was er liebte, deren Machthaber in den 1930er Jahren seine Werke verbrannten und welches ihn nach dem Krieg für seine Flucht als Verräter verurteilte.

Mitwirkende:Max von Pufendorf (Josef Schwarz),
Max Simonischek (Mann),
Christian Hockenbrink (Georg),
Lisa Hrdina (Helen),
Daniel Wiemer (Präfekt),
u.a.
Bearbeitung und Regie:Silke Hildebrandt
Redaktion:Holger Rink (Radio Bremen),
Thomas Leutzbach (WDR)

Eine Produktion von Radio Bremen mit dem Westdeutschen Rundfunk 2019

Bremen Zwei:

UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei

Fotos können unter ARD Foto abgerufen werden.

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