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Pressemitteilungen: Radio

Fortsetzung der Bremen Zwei-Literaturreihe „Erfahren, woher wir kommen“ startet am 18. September

Mit Bremen Zwei und der Stadtbibliothek Bremen die großen Romane der Weltliteratur kennenlernen

10. Juli 2018

Die Veranstaltungs- und Sendereihe „Erfahren, woher wir kommen“ setzt den Streifzug durch die Grundschriften der europäischen Kultur fort. Bremen Zwei, das Kultur- und Informationsangebot von Radio Bremen, und Stadtbibliothek Bremen widmen sich ab September 2018 erneut den großen Romanen der Weltliteratur vom frühen 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart.  

Zum Auftakt der sechsten Trias widmet sich die Literaturreihe am 18. September dem Roman „Große Erwartungen“ von Charles Dickens, gelesen von Jürgen Thormann. Darin behandelt der Autor die Lebensgeschichte des Waisenkindes Pip mit all seinen Hoffnungen und Alpträumen in einer düsteren Welt. 

Am 30. Oktober steht dann Guy de Maupassants Roman „Bel-Ami“ – vorgetragen von Volker Risch – im Mittelpunkt. Es geht um die Geschichte eines Journalisten und Herzensbrechers, der Karriere macht, indem er sich mit der Hilfe von Frauen in die Höhen der Politik hinaufarbeitet.

Das Werk „Väter und Söhne“von Iwan Turgenjew mit einem Generationenkonflikt im zaristischen Russland Mitte des 19. Jahrhunderts beschließt die diesjährige Reihe am 27. November (Lesung Siegfried W. Kernen).

Hanjo Kesting, der langjährige Leiter der Redaktion Kulturelles Wort des Norddeutschen Rundfunks, führt kommentierend durch die Veranstaltungen, die jeweils einem Hauptwerk der Literaturgeschichte gewidmet sind. Die Texte werden zum Leben erweckt von namhaften Schauspielerinnen und Schauspielern.

Alle Veranstaltungen starten um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Bremen (Am Wall 201) – Eintrittspreis € 8 / € 6.

Thema 2018: „Große Romane der Weltliteratur“

„Ein Roman ist ein Spiegel, der auf einer großen Straße einhergeht. Das eine Mal spiegelt er das Blau des Himmels, ein anderes Mal Schmutz und Morast der Straße.“ Die Sätze stehen in Stendhals Roman „Rot und Schwarz“, der im Untertitel als „Chronik von 1830“ bezeichnet ist. Stendhal zielte auf die Lebenswirklichkeit seiner Epoche, nach Ende der Ära Napoleons. Seither ist Lebenswirklichkeit, „Realismus“, eine zentrale Forderung an die Kunst des Romans.

Als künstlerische Gattung stand der Roman bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts nicht gleichberechtigt neben Gattungen wie Lyrik, Drama und Versepos. Noch Schiller bezeichnete den Romancier lediglich als „Halbbruder“ des Dichters, und selbst die großen Pioniere des Romans wie Cervantes, Defoe und Laurence Sterne waren von dem Urteil nicht ausgenommen. Der Roman galt als „unreine“ Form, als Ansammlung von Geschichten, bestimmt zur Unterhaltung, wenn nicht gar als bloßes Lesefutter.

Die vermeintlichen Nachteile des Romans gerieten ihm in den folgenden Jahrhunderten zum Vorteil. Er stellt heute mit Abstand die beliebteste literarische Form dar. Das entspricht Stendhals Feststellung: „Nur im Roman ist die Wahrheit noch erreichbar. Ich sehe alle Tage mehr, dass alles Übrige eine Anmaßung ist.“

Bremen Zwei:
UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
im Digitalradio, via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei

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