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Gelb-rote Karte für den Wolf? Warum die niedersächsische Landesregierung den Umgang mit den Wölfen verschärfen will

Donnerstag, 15. März 2018, 18.05-19.00 Uhr, in Cuxhaven und auf Bremen Zwei

9. März 2018

Seit knapp 20 Jahren sind die Wölfe zurück in Deutschland. Auch in Niedersachsen haben die Raubtiere längst wieder eine Heimat gefunden. Experten schätzen den landesweiten Bestand auf rund 160 Tiere, Tendenz steigend. Eine Entwicklung, die immer wieder zu heftigem Streit zwischen Wolfsfreunden und -gegnern führt. Während Naturschutzverbände wie der NABU die Rückkehr der Raubtiere begrüßen, fordern viele Landwirte und Jäger die Dezimierung der Rudel – was bisher jedoch verboten ist, da Wölfe unter strengem Naturschutz stehen. 

Besonders heftig tobt der Streit in Landkreis Cuxhaven. Dort haben Wölfe bereits mehrmals Schafe, Rinder und andere Nutztiere gerissen. Die von den Schäfern und Milchbauern vorgenommenen – und von der Landesregierung geförderten - Herdenschutzmaßnahmen hatten sich als unwirksam erwiesen. Inzwischen geht bei vielen Betroffenen die Angst um: Sollten sie weitere Nutztierrisse zu beklagen haben, sei ihre Existenz bedroht. Die Schäfer sehen auch die Deichsicherheit in Gefahr, sollten dort eines Tages keine Schafe mehr grasen. 

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat nun ein härteres Durchgreifen gegenüber auffälligen Wölfen angekündigt. „Wir sind beim Artenschutz für den Wolf in einer Phase angelangt, in der nicht das einzelne Tier oder Rudel entscheidend ist, sondern die Akzeptanz der Gesellschaft“, so Lies. Konkret heißt das: Ist es nicht möglich, auffällige Wölfe  zu vertreiben, soll künftig auch ihr Abschuss erlaubt sein. Außerdem geht es Lies darum, die emotional geführte Debatte zu versachlichen. In der Region Cuxhaven soll deshalb in Kürze ein Modellversuch starten. Er hat unter anderem zum Ziel, die Akzeptanz für die Wölfe zu erhöhen und schnelle, unbürokratischere Entschädigungen für Landwirte und Schäfer auf den Weg zu bringen, die Nutztierrisse zu beklagen haben. 

Welche Gefahren gehen von den Wölfen im Landkreis Cuxhaven aus? Sind neben Nutztieren auch Menschen in Gefahr? Was genau sieht der Modellversuch im Landkreis Cuxhaven vor? Wie kann die emotional geführte Debatte um die Wölfe versachlicht werden? Diese und weitere Fragen werden in der Livesendung „Bremen Zwei unterwegs“ am Donnerstag, 15. März 2018, 18.05-19.00 Uhr, im Kreishaus Cuxhaven (Sitzungssaal), Vincent-Lübeck-Straße 2 in Cuxhaven erörtert. 

Teilnehmer der Gesprächsrunde mit Bremen Zwei-Moderator Stefan Pulß sind:

  • Babette Bammann, Kreisrätin Landkreis Cuxhaven
  • Frank Doods, Staatssekretär Umweltministerium Niedersachsen
  • Frank Faß, Inhaber Wolfscenter Dörverden, Wolfsberater
  • Kay Krogmann, Deichschäfer, Landkreis Cuxhaven
  • Hermann Kück, Wolfsberater Landkreis Cuxhaven

Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Bremen Zwei:
UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei

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