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Mare Radio

Papier

7. Mai 2017, 11:05 Uhr

Weltkarte von 1662 [Quelle: Radio Bremen]

Mare Radio macht sich auf zu hauchdünnen Schätzen über und unter dem Meeresspiegel, entert Papierschiffchen und findet versteckte Wasserzeichen.

Es war Schilf vom Ufer des Nils, das die alten Ägypter vor 5.000 Jahren sammelten, um daraus Papyrus zu machen. Dieses Ur-Papier war das erste Medium, auf dem der Mensch sein Wissen festhalten und weitergeben konnte.

Stefan Pulß [Quelle: Radio Bremen]
Stefan Pulß

Dafür dient Papier bis heute, auch wenn es um das Meer geht: Seekarten – auf Papier gebannte Weltbilder – helfen den Seeleuten dabei, sicher über die Ozeane zu navigieren. Auch im Digitalzeitalter werden internationale Seeverträge immer noch auf Papier gebannt. Und die uralte und ewig junge Flaschenpost kommt ebenfalls nicht ohne Papier aus.

Moderation: Stefan Pulß
Redaktion: Kerstin Burlage, Mechthild Müser
Musik: Harald Mönkedieck

Mare Rätsel [Quelle: Radio Bremen, Walter Weber]

Mai 2017

Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabo des Mare-Heftes und Bücher aus dem Mare-Buchverlag.

Rätselfrage Mai 2017

Unter Papierbooten versteht man normalerweise aus Papier gefaltete Schiffchen, die man zum Beispiel in der Badewanne schwimmen lassen kann. Aber es gibt auch Tiere, welche so genannt werden. Wir wollen von Ihnen wissen: Zu welcher Gattung gehören diese Tiere?

Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mare-radio@radiobremen.de

Lösung Mare Rätsel April 2017

Die richtige Lösung war: Rüdiger Nehberg.

Nikolaus Gelpke [Quelle: DPA, Olaf Malhzahn]
Chefredakteur und Herausgeber des Mare Magazins: Nikolaus Gelpke [Quelle: DPA, Olaf Malhzahn]

Meeresschutz in der Ära Trump
Gespräch mit Nikolaus Gelpke

Verträge sind oft das Papier nicht wert, auf dem sie aufgezeichnet worden sind. Die langwierige Geschichte der Meeresschutzverträge ist dafür ein anschauliches Beispiel. Und in der Ära von US-Präsident Donald Trump hat man das Gefühl, dass sich daran auch nichts ändern wird. Jedenfalls nicht zum Positiven.

Nikolaus Gelpke ist Meeresbiologe, engagierter Seerechtler und Herausgeber der Zeitschrift „mare“. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Meeresschutz und der internationalen Rechtsproblematik. Stefan Pulß hat sich mit ihm über die Probleme des Meeresschutzes, über Erfolge und Misserfolge unterhalten.

Eine Flaschenpost am Strand. [Quelle: DPA, Willy Matheisl]
Flaschenpost [Quelle: DPA, Willy Matheisl]

Zeitreisen per Flaschenpost

Zu keiner Zeit war man so wissenschaftsgläubig wie im 19. Jahrhundert. Im Zeitalter der industriellen Revolution schienen dem Menschen keinerlei Grenzen gesetzt und sein Wissensdrang war schier unbezähmbar. Seinerzeit schossen skurrile Wissenschaftsdisziplinen wie Pilze aus dem Boden – zum Beispiel die "Flaschenpost"-Forschung, deren deutsche Spielart von dem Hamburger Gelehrten Georg Balthasar von Neumayer begründet worden ist.

Neumayer ließ Flaschen mit Datenzetteln ins Meer werfen und wollte mit dieser ungewöhnlichen Methode Meeresströmungen erforschen. Das Hamburger "Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie" verwahrt noch heute hunderte dieser historischen Flaschenposten, die teilweise erst Jahrzehnte nach ihrer Versendung aufgefunden worden sind. Stefanie Pesch hat sich auf die Spuren von Neumayers eigenwilligen Forschungen über die Zeitreisen der Flaschenpost begeben.

Im NV-Seekartenverlag in Eckernförde [Quelle: Hauke Bülow]
Im NV-Seekartenverlag in Eckernförde [Quelle: Hauke Bülow]

Meere auf Papier
Der Seekartenhersteller NV-Verlag

Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass im Digitalzeitalter bedrucktes Papier überflüssig geworden sei. Aus dem Alltagsleben kennt man genügend Bespiele dafür, dass das ein fundamentaler Irrtum ist. Das gilt auch für die altbewährte Seekarte. Zwar existieren auch die längst in digitaler Form, aber die internationale Seefahrt geht weiterhin auf Nummer Sicher und benutzt weiterhin das Papierformat.

Deutschlands größter Seekartenhersteller ist der NV-Verlag im schleswig-holsteinischen Eckernförde. Hauke Bülow ist für Mare Radio dorthin gefahren und hat sich den Entstehungsprozess einer „klassischen“ Seekarte zeigen lassen.

Urlauber am Strand [Quelle: Martina Raake]

Mimizan
Geruchsintensives Ferienparadies

Die südfranzösische Atlantikküste ist eigentlich eine Touristenidylle ersten Ranges. Ein echter Tipp für Reisende, die ein Faible für hohe Wellen und hohe Dünen haben. Zu den beliebten Ferienorten zählt Mimizan, auf halber Strecke zwischen Bordeaux und Biarritz.

Aber das Ferienparadies mit unberührter Natur und kilometerlangem Sandstrand ist bedroht vom bestialischen Schwefelgestank einer Papierfabrik. Kerstin Burlage und Eva Garthe haben das Urlaubsversprechen der Tourismusindustrie mit der geruchsintensiven Realität konfrontiert.

Speicherstadt in Hamburg [Quelle: Radio Bremen]
Speicherstadt in Hamburg

20 Jahre mare
Besuch in der Hamburger Speicherstadt

Vor 20 Jahren, im April 1997, erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift „mare“. Seitdem erfreut das in Hamburg ansässige Magazin alle zwei Monate mit spannenden und hintergründigen Reportagen und Geschichten rund ums Meer. Opulent ausgestattet und illustriert mit Bildern herausragender Fotografen. Eine echte Schau in der deutschen Zeitschriftenlandschaft.

Zum Jubiläum hat Stefan Pulß die Mare-Redaktion in der Hamburger Speicherstadt besucht und sich mit einigen der Magazinmacher über ihre Arbeit bei „mare“ und die Zukunftsperspektiven des Blattes unterhalten.

Mare Online

ARD Radiofeature: Die Illegalen [Quelle: ARD.de]

Die Papierlosen
Illegale Flüchtlinge in Deutschland                  

In Deutschland leben zwischen 180.000 und 520.000 Zuwanderer – unerlaubt, ohne Papiere, unsichtbar. Sie sind geflüchtet vor Krieg, Armut oder politischer Verfolgung. Viele von ihnen kamen übers Mittelmeer. Für diese Papierlosen gilt, nur nicht auffallen, denn wer auffällt, wird abgeschoben.

So ist es ein Leichtes, diese Menschen auf der Suche nach einer Existenzgrundlage auszubeuten. Und viele Unternehmen tun das. Jens Schellhass hat sich auf die Suche gemacht nach diesen unsichtbaren „Papierlosen“ und ist einigen von ihnen nahe gekommen.

Mare Rezept [Quelle: Überseemuseum Bremen]

Aus Captain Cooks Kombüse

Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste. Diesmal steht bei ihm "Fisch in der Papierhülle" auf dem Speiseplan.

Mare-Rezept: Fisch in Papierhülle [PDF, 26 Kb]

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