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Paula

27. März 2019, 20:15 Uhr | Arte

Sie hat den deutschen Expressionismus geprägt wie kaum eine andere: Paula Modersohn-Becker. Im Kinofilm "Paula" zeichnet der Regisseur Christian Schwochow die faszinierende Geschichte der hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf die Leinwand.

Der Film

Worpswede, 1897. Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren die 21-jährige Paula Becker und der elf Jahre ältere Otto Modersohn eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Als sie heiraten, führen sie eine Ehe fernab von gängigen Mustern ihrer Zeit. Eine Beziehung in satten Farben, reich an Konturen und mit Spuren von Kämpfen. So wie die Gemälde der jungen Frau, die mutig nach dem Leben greift und die als Paula Modersohn-Becker in die Kunstgeschichte eingehen wird. Gegen alle Widerstände lebt sie ihre Vision von künstlerischer Selbstverwirklichung und ihre romantische Vorstellung von Ehe und Liebe.

Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist? Und mein Leben ist ein Fest, ein kurzes, intensives Fest… Und wenn nun die Liebe mir noch blüht, vordem ich scheide, und wenn ich drei gute Bilder gemalt habe, dann will ich gern scheiden mit Blumen in den Händen und im Haar.

Diesen Gedanken schrieb sie 1900 in ihr Tagebuch und starb sieben Jahre später mit gerade einmal 31 Jahren. Paula Modersohn-Becker hinterließ mehr als 750 Gemälde und 1.000 Zeichnungen und beeinflusste die Kunst der Moderne wie wenige andere.

Und dennoch geht der Reiz, den sie heute noch ausübt, von etwas anderem aus. Über viele Jahre kämpfte sie mit ihrem Mann Otto für eine Beziehung, in der sie ihr Glück als Eltern fanden und sich gemeinsam künstlerisch weiterentwickelten. "Paula" ist eine große, leidenschaftliche Liebesgeschichte – und zudem eine sehr aktuelle, denn die Konflikte, an denen die Liebenden zu scheitern drohten, beschäftigen uns heute, ein Jahrhundert später, immer noch.

Mit "Paula" erzählt Regisseur Christian Schwochow das faszinierende Leben einer hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Voller Sinnlichkeit, mit zartem Humor und spielerischer Leichtigkeit ist "Paula" auch die Geschichte einer großen, leidenschaftlichen Liebe. Die Konflikte, an denen die Liebenden zu scheitern drohen, sind heute – ein Jahrhundert später – aktueller denn je.

Carla Juri spielt Paula Modersohn-Becker [Quelle: Radio Bremen, Martin Neuhaus]
Carla Juri - bekannt aus "Feuchtgebiete" übernimmt die Rolle der Paula Modersohn-Becker. [Quelle: Radio Bremen, Martin Neuhaus]

Darsteller

Als Paula Modersohn-Becker steht Carla Juri ("Feuchtgebiete") vor der Kamera, Albrecht Schuch ("Die Vermessung der Welt") spielt ihren Ehemann Otto Modersohn, Roxane Duran ("Das weiße Band") ihre engste Freundin Clara Rilke-Westhoff, und Joel Basman ("Als wir träumten") ist der Dichter Rainer Maria Rilke.

Produktionsstab

Das Drehbuch stammt von Stefan Kolditz und Stephan Suschke. Produzenten sind Ingelore König (Grown Up Films), Christoph Friedel und Claudia Steffen (Pandora Film Produktion). Co-Produzenten sind Laurence Clerc und Olivier Thery Lapiney (Alcatraz Films). Für die Kamera verantwortlich zeichnet Frank Lamm, für die Ausstattung Tim Pannen. Das Kostüm entwirft Frauke Firl und das Maskenbild Astrid Weber. Gefördert wird die Produktion von Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderungsanstalt, Deutscher Filmförderfonds, Mitteldeutsche Medienförderung, Nordmedia, CNC, unter Beteiligung von WDR (Barbara Buhl, federführende Redaktion) mit ARD Degeto (Carolin Haasis), Radio Bremen (Annette Strelow) und Arte (Andreas Schreitmüller).

Dreharbeiten

Gedreht wurde "Paula" in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Gefördert wurde die Produktion von Film- und Medienstiftung NRW, Deutscher Filmförderfonds, Filmförderungsanstalt, Mitteldeutsche Medienförderung, Nordmedia, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, CNC, unter Beteiligung von WDR (Barbara Buhl, federführende Redaktion) mit ARD Degeto (Carolin Haasis), Radio Bremen (Annette Strelow) und Arte (Andreas Schreitmüller).

Produktionen