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Lesung und Gespräch

Gregor Sander

Haus Kreienhoop in Nartum

28. November 2019, 20:00 Uhr | Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop

Wo stehen wir 30 Jahre nach der Wende? Und wie sieht das ein Schriftsteller, der die ersten 20 Jahre seines Lebens in der DDR verbracht hat? Gregor Sander liest aus seinem neuen Roman "Alles richtig gemacht" und spricht mit Katrin Krämer über das, was war, das, was ist – und das, was gewesen wäre…

Gregor Sander [Quelle: Penguin, Thorsten Futh]
Vom gelernten Schlosser zum Krankenpfleger bis hin zum preisgekrönten Schriftsteller: Gregor Sander hat einen ziemlich spannenden Lebenslauf [Quelle: Penguin, Thorsten Futh]

"So geht gesamtdeutsche Gegenwartsliteratur, die sich ihrer Erzähltradition und ihrer Geschichte bewusst ist. […] diese feinen, aber übelriechenden Fundstücke aus den Sedimentschichten der deutschen Vergangenheit werden der Hallraum für die Gegenwart in Gregor Sanders Geschichten" jubelte Elmar Krekeler in seiner Laudatio, als Gregor Sander 2012 mit dem Preis der Literatour Nord ausgezeichnet wurde.

Zwischen Ost und West

1968 in Schwerin geboren gehört Gregor Sander zu einer Generation, die als junge Erwachsene nach 1989 zwischen zwei Systemen stand. Seine Romanfiguren bleiben rastlos, versuchen, sich neu zu verorten in diesem in Wahrheit weiterhin geteilten Land. Immer wieder bricht die neue, die gemeinsame Geschichte auf – und an die Oberfläche kommen unverarbeitete Reste der Vergangenheit.

Über Umwege zum Schriftsteller

Gregor Sander lernte zuerst zwei handfeste Berufe: Schlosser und Krankenpfleger. Das Medizinstudium in Rostock brach er ab, entschied sich stattdessen für Germanistik und Geschichte in Berlin. Nach der Journalistenschule begann seine Karriere als Schriftsteller mit einem Literaturstipendium. Zuerst erschien sein Erzählband "Ich aber bin hier geboren“. Mit seinem in Schwerin spielenden Roman "Abwesend" war er für den Deutschen Buchpreis nominiert. Und mit "Winterfisch" gewann er nicht nur die Literatour Nord, sondern auch in Klagenfurt beim Wettlesen um den Bachmannpreis den renommierten 3sat-Preis. Die Verfilmung seines Romans "Was gewesen wäre" kommt im Herbst 2019 in die Kinos.

Darum geht's in "Alles richtig gemacht"

Cover: Alles richtig gemacht [Quelle: Verlag Penguin]
Gregor Sander: Alles richtig gemacht, Verlag Penguin, 2019 [Quelle: Verlag Penguin]

In dem Buch "Alles richtig gemacht" erzählt Sander die Geschichte von Thomas und Daniel. Sie kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht?

Informationen zum Buch:
Gregor Sander: Alles richtig gemacht, Penguin Verlag, 240 Seiten, 20 Euro

Moderation: Katrin Krämer

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop.

Den Mitschnitt werden wir zeitnah bei Bremen Zwei ausstrahlen. Der Sendetermin wird noch bekannt gegeben.

Diese Thema im Programm: Bremen Zwei, am 25. November 2019 um 7:30 Uhr.

Genaue Adresse:
Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop
Zum Röhrberg 24
27404 Nartum

Veranstaltungstermin:
28. November 2019, 20:00 Uhr

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Mitschnitte aus Lesung und Gespräch