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Streit um Pläne für die Wilhelmshavener City

Was statt des "Wilhelms-Outlet“ in der Innenstadt gebaut werden soll

18. April 2018, 14:35 Uhr | Mietercafe der SPAR + BAU

Ein Outlet-Center sollte die Innenstadt von Wilhelmshaven beleben. So war vier Jahre lang der Plan. Dieser ist jetzt aber geplatzt. Trotzdem bleibt die Frage: Wie kann die Innenstadt attraktiver für Bürger und Touristen werden? Darüber diskutierten wir bei Bremen Zwei unterwegs.

Howard Jaques, Jürgen Westerhoff, Stefan Pulß, Peter Freudenberg, Oliver Leinert [Quelle: Bremen Zwei]
Auf der Suche nach Alternativen für das gescheiterte Outlet-Center: die Diskussionsrunde bei Bremen zwei unterwegs [Quelle: Bremen Zwei]

Zusammenfassung der Diskussion [3:55 Minuten] Mitschnitt der Diskussion [41:22 Minuten] Wie geht es weiter in Wilhelmshaven? [5:34 Minuten]

Visualisierung des geplanten Wilhelms-Outletcenters in Wilhelmshaven [Quelle: Kaiser Wilhelm Objektgesellschaft]
So hätte das Outlet-Center in Wilhelmshaven aussehen sollen. Daraus wird aber nichts. [Quelle: Kaiser Wilhelm Objektgesellschaft]

Ein Factory-Outlet-Center im Herzen Wilhelmshavens. Vier Jahre lang verfolgte der Investor Jan D. Leuze diesen Plan, ohne ihn in die Tat umzusetzen. Im Herbst 2016 keimte noch einmal Hoffnung auf, nachdem Leuze Wilhelmshavener Bürgern und Stadtverwaltung sein "Ehrenwort" gegeben hatte, bald mit den Bauarbeiten zu beginnen. Aber nichts geschah. Der Investor konnte auch die Finanzierung des Projekts nicht nachweisen. Jetzt steht endgültig fest: Das Wilhelms-Outlet, das Schnäppchenjäger weit über die Grenzen von Wilhelmshaven hinaus in die Stadt locken sollte, wird es nicht geben. 

Ein Mann spricht in ein Mikrofon [Quelle: Bremen Zwei]
Was tun mit dem Grundstück in Wilhelmshavens Innenstadt? Dazu hatten auch Zuhörer der Diskussion Ideen. [Quelle: Bremen Zwei]

Damit ist eingetreten, was in Wilhelmshaven viele Beobachter befürchtet hatten. Vorfreude und Euphorie, die noch am Anfang zu spüren waren, wichen schon bald Ernüchterung und Sarkasmus. Finanziell ist der Schaden, den das Projekt "Wilhelms-Outlet" die Stadtkasse gekostet hat, überschaubar. Deutlich schwerer wiegt der Imageschaden. Viele Bürger werfen der Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) vor, zum wiederholten Male einem unseriösen Investor auf den Leim gegangen zu sein. Zudem verunstaltet seit mehr als zwei Jahren eine Baulücke den "Ehrenwortplatz" – wie eine Gruppe von Bürgern das brachliegende, mit Zäunen abgesperrte Gelände gegenüber des Hauptbahnhofs ironisch getauft hat.

Die Stadtverwaltung übt sich in Schadensbegrenzung und will bald alternative Bauprojekte mit finanzkräftigeren Investoren präsentieren. An Ideen mangelt es nicht. Von einem Hotel über eine Senioren-Wohnanlage bis zu einer Markthalle liegen bereits zahlreiche Vorschläge von Bürgern und potenziellen Investoren auf dem Tisch.   

Fragen:

  • Hat die Stadtverwaltung zu lange am Wilhelms-Outlet festgehalten?
  • Was soll nun auf dem "Ehrenwortplatz" gebaut werden?
  • Welches Licht wirft die "Affäre Leuze" auf die Investitionspolitik der Stadt?
  • Wie kann die Innenstadt attraktiver für Bürger und Touristen werden?

Diskussionsteilnehmer:

  • Oliver Leinert, Baudezernent Stadt Wilhelmshaven
  • Peter Freudenberg, Unternehmensberater, Wilhelmshaven
  • Jürgen Westerhoff, Redakteur Nordwest-Zeitung
  • Howard Jacques, Fraktionsvorsitzender SPD Wilhelmshaven

Redakteur: Christian Erber
Moderation: Stefan Pulß

Genaue Adresse:
Mietercafe der SPAR + BAU
Mozartstraße 40
26382 Wilhelmshaven

Veranstaltungstermin:
18. April 2018, 14:35 Uhr

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