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Sounds in concert

Blue Rose Code

Konzertmitschnitt vom 25. April 2018, KITO, Bremen

23. Juni 2018, 22:05 Uhr

Er hat eine dieser Songwriter-Stimmen, bei denen man unweigerlich hinhört. Und: Ross Wilson weiß zu erzählen. In seinen Stücken schöpft der Schotte aus einer gehörigen Portion Lebenserfahrung. Nach Bremen kam er zusammen mit seinen Bandkollegen Andrew David Lucas und Lyle Alexander Watt. Bremen Zwei sendet den Mitschnit vom 25. April.

Sänger Ross Wilson stimmt seine Gitarre beim Konzert im KITO, Bremen [Quelle: Bremen Zwei, Axel Wemheuer]
Sänger Ross Wilson bei seinem Konzert mit Blue Rose Code im KITO, Bremen [Quelle: Bremen Zwei, Axel Wemheuer]

Man spürt: Der sanfte Mann, der hinter dem Projekt-Namen Blue Rose Code steckt, hat schon so Einiges durchgemacht. Die dunkelsten Jahre liegen zum Glück lange hinter ihm. Aus seinen heutigen Songs spricht mehr Optimismus, als er sich selbst je zugetraut hätte.

Blick in den Abgrund

Ross Wilson gehört zu jenen beseelten Songwriter-Persönlichkeiten, deren Verletzlichkeit zum Schlüssel einer besonderen Kreativität wird. Wilson ist alles andere als ein Folk-Singer/Songwriter klassischer Prägung. Auf den Alben der letzten Jahre variieren die Zutaten und Besetzungen. Da gibt es Jazz-, Soul- und Pop-Einflüsse. Die Palette reicht vom intimen Solo- oder Duo-Stück bis zur großen Band.

Ross Wilson stammt aus Edinburgh. Er wuchs ohne seine leiblichen Eltern bei seiner Großmutter auf. Die brachte ihm die Liebe zur Musik nahe, konnte aber nicht verhindern, dass Wilson als Teenager den Boden unter den Füßen verlor. Statt zur Schule zu gehen, hörte er lieber Jazzplatten. Drogen und Alkohol trugen das ihre dazu bei, dass Wilson von einer zutiefst unglücklichen Jugend spricht.

Andrew David Lucas am Klavier, Ross Wilson am Mikrofon und Lyle Alexander Watt an der Gitarre als Blue Rose Code im KITO, Bremen [Quelle: Bremen Zwei, Axel Wemheuer]
Blue Rose Code im KITO, Bremen [Quelle: Bremen Zwei, Axel Wemheuer]

Als die Großmutter starb, zog er nach London. Jahrelang sorgte seine schwere Alkoholabhängigkeit dafür, dass ihm alle Chancen durch die Finger glitten. Ein Aufenthalt in New York brachte die Wende. Wilson wurde trocken. Daheim in Großbritannien halfen ihm Kollegen und Branchenleute auf die Beine. Die ersten nachhaltigen Erfolg brachte 2013 das Album "North Ten". Seither ist der Schotte am Ball geblieben. In Trio-Besetzung war Blue Rose Code jetzt erstmals in Deutschland.

Blue Rose Code im Interview:
Der Mann sah schon mal in den Abgrund... [12:16 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 23. Juni 2018, 22:05 Uhr.

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