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Yazz Ahmed

19. Oktober 2019, 19:00 Uhr

Die Musikerin trat im Rahmen vom Musikfest Bremen auf und stellte dort ihr drittes Album "Polyhymnia" vor. Eva Garthe sprach mit der Yazz Ahmed über mutige Frauen und Migration. Weitere Themen im Magazin Sounds: ein Blick auf neue Alben sowie auf die Sendung "Sounds in concert".

Yazz Ahmed [Quelle: Musikfest Bremen 2019, Giulietta Verden-Roe]
Yazz Ahmed [Quelle: Musikfest Bremen 2019, Giulietta Verden-Roe]

Mutige Frauen als Inspiration

"Polyhymnia" – so heißt das neue, dritte Album der Jazztrompeterin Yazz Ahmed. Es geht zurück auf einen Kompositionsauftrag, den die 36-Jährige vor ein paar Jahren für das "Women of the World"-Festival erhalten hat. Das entstandene Werk wurde dort am Weltfrauentag uraufgeführt. Yazz Ahmed hat sich dafür von mutigen Frauen, von weiblichen Role Models inspirieren lassen. In der sechs-teiligen Komposition würdigt Ahmed die US-Bürgerrechtlerinnen Rosa Parks und Ruby Bridges, die saudi-arabische Filmemacherin Haifaa Al Mansour, die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai, die Suffragetten und die Musikerin Barbara Thompson.

Yazz Ahmed hat während ihrer Karriere als Jazzmusikerin Ungleichheit und Ausgrenzung aufgrund ihres Geschlechts erfahren. Sie gehörte aber nicht nur deshalb einer Minderheit an, weil sie als Frau Jazztrompete spielte. Geboren und aufgewachsen in Bahrain, kam sie nach der Scheidung der Eltern im Alter von neun Jahren mit ihrer Mutter nach England. Nachdem sie sich zunächst komplett an die vorherrschende britische Kultur anpasste, entdeckte sie nach ihrem Studium ihre bahrainischen Wurzeln wieder. Yazz Ahmed ließ sich sogar eine spezielle Viertelton-Trompete anfertigen, mit der man arabischen Skalen spielen kann. Ihr Stil wurde bereits "Psychedelic Arabid Jazz" getauft.

Dass Yazz Ahmed ein sehr politisch denkender Mensch ist, hat auch ihre Single "A Shoal of Souls" gezeigt, die sie vor ein paar Monaten veröffentlicht hat. Diese ist den Migranten auf der Mittelmeerroute gewidmet.

Yazz Ahmed, Porträt der britischen Musikerin [5:15 Minuten]

Weitere Themen

Shawn Colvin - "Steady On"
Die US-Songwriterin mit Wahlheimat Austin, Texas, zählt – gemeinsam mit Suzanne Vega und Tracy Chapman – zur einflussreichen zweiten Welle weiblicher Song-Künstlerinnen der achtziger Jahre. Vor genau dreißig Jahren erschien ihr Grammy-dekoriertes Debut-Album "Steady On". Jetzt hat Shawn Colvin zum 30. Jubiläum ihres Debuts eine neue Version des Albums aufgenommen – rein akustisch, so wie sie die Songs auch live spielt.

"Rude Boys Rule" - The Specials & Madness
Die britische Szene der späten siebziger Jahre war nicht nur geprägt von Punk und Disco-Klängen. Auch die Ska-Musik erlebte einen neuen Boom und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit in einschlägigen Kreisen. Am 19.10.1979 erschienen mit den Debut-Alben der Bands Madness und The Specials gleich zwei legendäre Werke der Musik. Wobei beide Bands auch heute (wieder) aktiv sind und Erfolge feiern nicht nur mit ihren alten Songs.

CD-Tipp: Wilco
"Ode To Joy" heißt das neue Album der Band Wilco aus Chicago. Eine Ode an die Freude! Natürlich hat die Band nicht den 4. Satz von Beethovens 9. Sinfonie neu aufgenommen, sondern ist in ihrer traditionellen Rockband-Besetzung unterwegs.

Wilco : Ode To Joy

Am Mikrofon: Harald Mönkedieck

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. Oktober 2019, 19:05 Uhr

Playliste:

19. Oktober 2019, 19:05 - 22 Uhr, Sounds [PDF, 19 Kb]
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