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KC Roberts

28. September 2019, 19:00 Uhr

Der kanadische Musiker KC Roberts trat mit seiner Band im Rahmen des Oldenburger Kultursommers auf. Vorab traf ihn Eva Garthe zu einem Gespräch. Weitere Themen im Magazin Sounds: Abbey Road, das letzte Album der Beatles wird 50, Sängerin Anne Briggs wird 75 sowie der CD-Tipp "Hakili Kélé".

KC Roberts & The Live Revolution [Quelle: Oldenburger Kultursommer]
Die kanadische Funk & Soul-Formation KC Roberts & The Live Revolution [Quelle: Oldenburger Kultursommer]

Energetischer Funk aus Kanada

Energetischer Funk auf höchstem Niveau – und in großer Besetzung. Komplett mit Bläsern, Percussion und Background-Sängerinnen. Dafür steht der kanadische Sänger, Gitarrist und Songwriter KC Roberts. 2009 hat er seine Band "KC Roberts & The Live Revolution" ins Leben gerufen. Eine achtköpfige Band zusammen zu halten, ist allerdings keine leichte Aufgabe. Zudem muss KC Roberts als Bandleader einer Independent Band alles selbst machen: Konzert-Booking, Marketing, Social Media, Videos drehen, Studio buchen und vieles mehr. Viel Arbeit für mitunter wenig Geld.

Hierzulande ist KC Roberts zwar noch nicht jedem bekannt, doch zuhause in Toronto ist die Band Teil der lebendigen Musikszene der Stadt und an der gesamten Ostküste Kanadas haben sie mittlerweile Kultstatus. "600 Leute und eine Schlange an der Kasse bis um den nächsten Block", sagt der 37-Jährige stolz. Doch trotz ausverkaufter Konzerte ist es ihnen noch nicht gelungen, einen Plattenvertrag bei einem guten Label zu bekommen.

Das Markenzeichen der Band

KC Robert vermutet, dass es daran liegt, dass sich ihre Art der Musik nicht gut vermarkten lässt. Und dass die Band zu groß und damit kostenintensiv ist. Trotzdem will er sie nicht verkleinern und etwa auf die Bläser verzichten. Denn die anspruchsvollen Bläser-Arrangements sind eines der Markenzeichen der Band. Das Schreiben für Bläser hat KC Roberts im Jazzstudium an der Musikhochschule gelernt.

Frisch zurück von ihrer ersten Europa-Tour, waren KC Roberts & The Live Revolution gerade im Studio, um ihr neues Album einzuspielen. Finanziert von ihren Fans über eine Crowdfunding-Kampagne. Funk-Liebhaber dürfen sich also bald schon auf neue Musik der Band freuen.

KC Roberts, kanadischer Bandleader [5:49 Minuten]

Weitere Themen im Magazin

The Beatles - Abbey Road 50
Vor fünfzig Jahren erschien das letzte Album der Fab Four. Wie auch schon bei "Sergant Pepper" und dem "White Album" zuvor, erscheint dieser Klassiker jetzt  noch einmal neu in erweiterter Form. Abermals hat sich der britische Produzent Giles Martin an die technische Aufbereitung des alten Materials gemacht. Die Sendung präsentiert einige der Ergebnisse und erläutert Hintergründe der Produktion - inklusive einiger bislang unbekannter Outtakes.

Anne Briggs - 75. Geburtstag
Sie ist eine der großen Mysteriösen der britischen Folk-Welt. Die Sängerin Anne Briggs zählte Mitte der sechziger Jahre zum engen Kreis der Szene in London, sang vorzugsweise a cappella in Clubs, wurde verehrt von Zeitgenossen. Inspirierte dann Nachfolgerinnen wie June Tabor und Sandy Denny. Anne Briggs hatte selbst nie den Ehrgeiz, eine Karriere als Musikerin zu haben, stieg schon in den siebziger Jahren - nach wenigen veröffentlichten Aufnahmen und Alben - aus der Musikwelt aus und verschwand spurlos. Erst viele Jahre später erschien sie seltene Male öffentlich - und zeigte sich dabei erstaunt über den großen Einfluss ihrer frühen Arbeit als Sängerin. Der Gitarrist Bert Jansch - ein enger Freund über viele Jahre - wurde nicht müde, die besondere Stellung von Briggs innerhalb des britischen Folk-Revivals zu betonen. Am 29. September feiert die zurückgezogen in Schottland lebende ex-Sängerin Anne Briggs ihren 75. Geburtstag. Viele Jahre arbeitete sie für den Schutz der schottischen Natur.

Cover: Mah Damba, Hakili Kélé, Buda Musique [Quelle: Buda Musique, Tom McGeehan]
Mah Damba, Hakili Kélé, Buda Musique [Quelle: Buda Musique, Tom McGeehan]

CD-Tipp: Mah Damba
Neben dem mit E-Gitarren verstärkten Wüstenblues erfeut sich auch die eher traditionell geprägte westafrikanische Musikszene nach wie vor großer Lebendigkeit. Ein herausragendes Beispiel ist die schon vor Jahrzehnten nach Paris emigirerte Sängerin Mah Damba aus Mali, die mit "Hakili Kélé" gerade ein neues Album vorgelegt hat.

Mah Damba: Hakili Kélé

Am Mikrofon: Harald Mönkedieck

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 28. September 2019, 19:05 Uhr

Playliste:

28. September 2019, 19:05 - 22 Uhr, Sounds [PDF, 28 Kb]
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