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Schwerpunkt

Unübersichtlichkeit

19. Januar 2020, 12:05 Uhr

Globalisierung, Internet, immer mehr Möglichkeiten und Freiräume im privaten Leben. Die Komplexität unserer Welt steigt in allen Bereichen. Eine Sendung über unübersichtliche Zeiten.

Eine unübersichtliche Ansammlung von Verkehrsschildern. [Quelle: Imago, imagebroker]
In unserer immer komplexer und dynamischer werdenden Umwelt stoßen wir immer öfter an Grenzen. [Quelle: Imago, imagebroker]

Redaktion: Stephan Cartier

Unübersichtliche Zeiten

Eine Smartphone mit Apps [Quelle: Radio Bremen]
Immer mehr Apps – immer mehr Möglichkeiten

Wir leben in unübersichtlichen Zeiten. Auf dem Handy haben wir so viele Apps, dass wir schon gar nicht mehr wissen, wofür die gut sind. Wer im Internet surft, muss ständig irgendwelchen Datenschutzbestimmungen zustimmen, dabei wissen wir in Wahrheit gar nicht, was da drin steht. Oder haben Sie noch den Überblick? Es scheint, als sei früher alles einfacher gewesen. Gedanken von Serafia Johansson.

Alles unübersichtlich? [2:51 Minuten]

Illusion und Wahrheit

Gemälde "Chaos" von George Frederic Watts. (Ausschnitt) [Quelle: Tate, London]
George Frederic Watts: Chaos, ca. 1875, Öl auf Leinwand,Tate, London (Ausschnitt) [Quelle: Tate, London]

Das Gefühl in "unübersichtlichen Zeiten" zu leben, ist ein subjektives Gefühl. Ein großer Teil dieser Unübersichtlichkeit rührt daher, dass unsere Welt global digital geworden ist. Eine solche Unübersichtlichkeit weckt bei vielen Menschen den Wunsch nach einfachen Lösungen. Psychologen glauben, dass die Illusion für uns annähernd den gleichen Reiz hat, wie die Wahrheit. Vorausgesetzt, sie ist unterhaltsam. Soziologen sagen, dass das dazu führt, dass Menschen Illusion und Wahrheit nicht mehr gut unterscheiden können. So ist die Zahl der Menschen, die glauben, die Erde sei eine flache Scheibe durch die Nutzung von Youtube eklatant gestiegen. Fakten von Serafia Johansson.

Fakten: Unübersichtliche Zeiten [1:37 Minuten]

Die große Unübersichtlichkeit

Fans hinter Absperrung [Quelle: Radio Bremen, Dirk Bliedtner]
Eine abgesperrte Zone sorgt für Sicherheit. [Quelle: Radio Bremen, Dirk Bliedtner]

Überall, wo Menschen zum Beispiel zu großen Konzerten, Demonstrationen, Märkten oder ähnlichen Veranstaltungen zusammenkommen, werden die Sicherheitsmaßnahmen seit Jahren immer umfangreicher. Geben solche verstärkten Bemühungen den Besuchern eher ein Gefühl der Sicherheit oder steigern sie die Angst noch? Und auch die Unübersichtlichkeit über politische Gefahrenlagen oder bedrohliche Entwicklungen wird durch die Vielstimmigkeit der Socia Media in der gesellschaftlichen Kommunikation komplexer. Darüber sprechen wir mit der Soziologin Patricia Schütte.

Die große Unübersichtlichkeit [5:49 Minuten]

Liebe in unübersichtlichen Zeiten

Die Umrisse eines jungen, händchenhaltenden Parres, vor einer norddeutschen Landschaft mit Bauernhof. (Bildmontage) [Quelle: Radio Bremen]
Ist die Liebe heute ebenfalls unübersichtlicher geworden?

In der diesjährigen Literarischen Woche Bremen geht es um die "Liebe in unübersichtlichen Zeiten." Und auch in Sachen Leben und Liebe hat sich einiges geändert: Wir streben nach Gleichberechtigung – auch in Beziehungen. Homosexualität ist viel selbstverständlicher geworden und unterschiedliche sexuelle Vorlieben dürfen ausgesprochen und ausgelebt werden. Aber ist die Liebe heute ebenfalls unübersichtlicher geworden? Bremen-Zwei-Reporterin Katharina Mild sucht Antworten.

Liebe in Zeiten der Vielfalt und Überforderung [4:55 Minuten]

Verwirrung in der Antike

Christoph Markschies [Quelle: DPA, Anke Waelischmiller/Sven Simon]
Christoph Markschies [Quelle: DPA, Anke Waelischmiller/Sven Simon]

Beginnt die Geschichte der Unübersichtlichkeit und Verunsicherung mit dem Mythos der babylonischen Sprachverwirrung – und gab es auch schon in der Antike das Gefühl gesellschaftlicher, kultureller und politischer Unübersichtlichkeit? Darüber haben wir mit Christoph Markschies, Theologe und Professor für Antikes Christentum an der Humboldt Universität Berlin, gesprochen.

Auch in der Antike gab's Verwirrung [5:23 Minuten]

Diese Sendung im Programm: Bremen Zwei, 19. Januar 2020, 12-14 Uhr.

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