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Bremen Zwei Sendungen

Schwerpunkt am Sonntag

Mütter

10. Mai 2020, 12:05 Uhr

Der zweite Sonntag im Mai: Muttertag. Anlass für eine Schwerpunktsendung auf Bremen Zwei zum Thema "Mütter". Das Mutterbild hat sich in den letzten 100 Jahren stark gewandelt, vom Heimchen am Herd, über die deutsche Mutter, dem Superweib bis zur voll berufstätigen Mutter.

Ein Kind hat einen Gänseblümchenstrauß gepflückt und gebunden [Quelle: Imago, Westen61]
Das klassische Muttertagsgeschenk: ein schöner Blumenstrauß. [Quelle: Imago, Westen61]

Muttertag und Mütter

Der Muttertag, wie wir ihn heutzutage begehen, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einer US-Amerikanerin ins Leben gebracht. Das Verehren und das Achten von Müttern und Mutterschaft ist allerdings viel älter – so alt wie die Menschheit. Mütter sind heilig und ehrenvoll. Oder nicht? Die Mutter-Ouvertüre von Florian Bänsch.

Mütter [2:35 Minuten]

Mutter, Maman, Matka

Eine Frau mit einem Kind [Quelle: Radio Bremen]

Mutter Natur, bemuttern, Muttersprache: Das Wort "Mutter" hat sich aus dem indogermanischen Stammwort *mātér- entwickelt und sich weder in Aussprache noch in Bedeutung groß verändert. Es ist in allen europäischen und in fast allen anderen Sprachen ungefähr gleich. Und es ist fast immer das erste Wort, das ein Mensch lernt. Fakten und Zahlen zur Mutter hat Florian Bänsch zusammengetragen.

Mütter - Fakten [1:14 Minuten]

Eine ungewöhnliche Mutter

Karin Willm, ihre frühere Pflegetochter Martina Kumas und Mia, ihr jetziges Pflegekind. [Quelle: Radio Bremen, Kerstin Burlage]
Karin Willm, ihre frühere Pflegetochter Martina Kumas und Mia, ihr jetziges Pflegekind. [Quelle: Radio Bremen, Kerstin Burlage]

Mutter werden – das wollen nicht alle Frauen. Aber manche Frauen wollen es besonders ausgiebig: Karin Willm aus Oyten bei Bremen war Mutter für sehr viele Pflege-Kinder. Sie ist 150 Mal Mutter geworden. Mit Anfang 20 nahm sie die ersten Kinder auf; jetzt ist sie Ende 60 und kümmert sich um ihren letzten Schützling. Reporterin Kerstin Burlage hat Karin Willm besucht und mit ihr über das Mutter-Sein gesprochen.

150 Mal Mutter [5:30 Minuten]

Leben mit "Migrant-Mamas"

Soraya Öztekin und Refiye Ellek [Quelle: Radio Bremen, Christian Wasenmüller]
Soraya Öztekin und Refiye Ellek [Quelle: Radio Bremen, Christian Wasenmüller]

Die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern ist sehr speziell. Davon kann fast jede Tochter ein Lied singen. Vor allem bei Migranten-Müttern und ihren Töchtern ist die Beziehung eine Unvergleichbare: Sie wachsen nicht nur in anderen Generationen auf, sondern auch in anderen Ländern – fast schon in anderen Welten. Refiye Ellek und Soraya Öztekin haben den Podcast "Chai Society" gestartet. Dort sprechen sie über die verschiedensten Dinge, die sie als Heranwachsende zwischen verschiedenen Kulturen und auch heute als junge Erwachsene noch erleben und verarbeiten: Diskriminierung, Familienkonflikte, Religion, Liebe und Freundschaft.

Leben mit Migrant-Mamas [5:00 Minuten]

"Die deutsche Mutter ..."

Cover: Johanna Haarer/Gertrud Haarer, Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind, Offizin Verlag [Quelle: Offizin Verlag]
Johanna Haarer/Gertrud Haarer, Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind, Offizin Verlag [Quelle: Offizin Verlag]

"Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind" heißt das Buch, das über Jahre den Erziehungsstil deutscher Eltern während der NS-Zeit geprägt hat. Es war ein Bestseller. Nach dem Krieg wurde es unter dem Titel "Die Mutter und ihr erstes Kind" neu aufgelegt– in überarbeiteter Fassung, aber ohne Hinweis auf Ersterscheinungsjahr und ursprünglichen Titel. Die letzte Auflage wurde 1987 gedruckt. Die Ärztin Johanna Haarer hat es geschrieben. Das jüngste ihrer fünf Kinder, Gertrud, ist inzwischen selbst bald 80 Jahre alt. Sie hat unter den harten Erziehungsmethoden ihrer Mutter sehr gelitten, aber dann eine Antwort verfasst. "Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind", so heißt das Buch von Gertrud Haarer, das 2012 im Offizin Verlag erschienen ist.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 10. Mai 2020, 12 bis 14 Uhr.

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