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Schwerpunkt am Sonntag

Nachbarschaft

29. März 2020, 12:00 Uhr

Nachbarschaft – wie funktioniert sie in Zeiten von Corona, aber auch abseits dieser besonderen Zeit? Warum wissen wir so oft viel zu wenig über unsere Nachbarn? Was kann Nachbarschaft bewirken – wie sind die Unterschiede in der Stadt und auf dem Land? Wir schauen regional ins Altbremer Haus, in dem man ziemlich eng beeinander wohnt. Und wir schauen über den Tellerrand, nach Israel, wo Palästinenser und Israelis so nah und doch so fern zusammenleben.

Menschen auf Balkonen in einem Mietshaus. [Quelle: Imago, Hans Lucas]

Tür an Tür, Wand an Wand, Haus an Haus

Die meisten Menschen haben welche: Nachbarn. Die einen kennen sich sehr gut, die anderen können sich nicht ausstehen, wieder andere haben noch nie ein Wort miteinander gewechselt und haben das auch nicht vor. Aber in diesem Frühling steht die Welt Kopf. Nachbarschaft in Zeiten der Corona, eine Ode an die Tür neben der eigenen, von Florian Bänsch.

Eine Ode an die Nachbarn [2:51 Minuten] Faktensammlung: Nachbarn [1:28 Minuten]

Wie ticken Nachbarschaften?

Heruntergekommene Wohngebäude im Delmenhorster Wollepark. [Quelle: Radio Bremen]
Wie funktionieren Nachbarschaften?

Für die einen sind Nachbarn eine Freude, für die anderen eher anstrengend. Nachbarschaft braucht vor allem Toleranz, sagt der Soziologe Sebastian Kurtenbach. Durch die Digitalisierung ist noch ein weiterer Kanal für den nachbarschaftlichen Austausch, über den Gartenzaun hinaus, dazugekommen. Früher hatte man den Klatsch mit und über Nachbarn, jetzt kann man das bei Faceboolk nachlesen. Ein Gespräch über die unterschiedlichen Formen von Nachbarschaften.

Wie ticken Nachbarschaften? [4:26 Minuten]

Spezielle Nachbarschaft: Leben im Altbremer Haus

Manchmal kennt man vielleicht gerade so den Nachnamen der Nachbarn, wenn man in einem großen Miethaus zusammen lebt. Anders sieht das in Bremen aus. In den typischen Altbremer Häusern ist das Zusammenleben und Nebeneinanderleben etwas Besonderes. Eigentlich waren die Häuser nur für eine Familie gedacht, aber heute in Zeiten von Wohnungsknappheit leben in so einem Haus gern mal drei Parteien. Über die besonders enge und hellhörige Nachbarschaft berichtet Lisa Marie Röhling.

Altbremer Häuser in einer Straßenzeile in der Bremer Neustadt [Quelle: Radio Bremen]
Altbremer Häuser

Wohnen im Altbremer Haus

Engagement für die Nachbarschaft

Menschen sitzen auf einem Balkon vor einem Mehrfamilienhaus. [Quelle: Radio Bremen]
Ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft wünschen sich die meisten Menschen.

Ob Tauschbörsen, Mehrgenerationenhäuser oder gemeinsames ackern im Vorgarten: Erdtrud Mühlens hat 2004 das Netzwerk Nachbarschaft gegründet und mittlerweile sogar das Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement erhalten. Nachbarschaft und das Vernetzen sind ihre Berufung. In den letzten 16 Jahren hat sie kleine und große Nachbarschaftsprojekte entwickelt. Darüber hat sie mit Moderatorin Marion Cotta gesprochen.

Engagement für die Nachbarschaft [5:58 Minuten]

So nah und doch so fern: Israelis und Palästinenser

Jüdische Siedlungen im Westjordanland: eine höchst komplizierte Nachbarschaft.

Länge: 6:27 Minuten
Datum: Sonntag, 29. März 2020
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Mehr als 600.000 Israelis leben in Ostjerusalem und im Westjordanland als sogenannte Siedler mitten unter Palästinensern. Eine Mauer bzw. ein Zaun trennt Israelis und Palästinenser voneinander. Ein sieben Jahrzehnte alter ungelöster Konflikt, der im Alltag aber irgendwie ausgeblendet werden muss. Wie funktioniert hier die Nachbarschaft, wo und wie begegnen sich diese Nachbarn und welche Berührungspunkte gibt es? Alles in allem keine einfache Nachbarschaft. Darüber sprechen wir mit Tim Aßmann, Korrespondent in Tel Aviv.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 29. März 2020, 12 bis 14 Uhr.

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