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Loslassen

12. Januar 2020, 13:40 Uhr

Es geht um verschiedene Formen des Neubeginns, darum, Altes loszulassen: einen ehemals geliebten Menschen, Gewohnheiten und Rituale, oder all das, was sich im Laufe des Lebens angesammelt hat. Und am Ende geht es darum das Leben selbst loszulassen.

Eine junge Frau lässt einen roten Ballon gen Himmel steigen. [Quelle: Imago, Westend61]
Sich von alten Dingen zu trennen, bringt Leichtigkeit ins Leben. [Quelle: Imago, Westend61]

Loslassen: gar nicht so einfach

Das neue Jahr ist gerade mal wenige Tage alt und das Alte? Das haben wir hinter uns gelassen. Haben wir? Oder haben wir viele "Altlasten" mit ins neue Jahr genommen? Bremen-Zwei-Reporterin Burcu Arslan hat sich Gedanken über das Loslassen gemacht.

Das Loslassen [2:42 Minuten]

Loslassen muss man lernen

Eine Babyhand liegt in der Hand eines alten Menschen.  [Quelle: DPA, Volkmar Heinz]
Anklammern liegt in unserer Natur [Quelle: DPA, Volkmar Heinz]

Menschen sind Gewohnheitstiere. Egal ob lieblose Beziehung, schlecht bezahlter Job oder die durchgesessene Couch: Wir halten daran fest und können nicht so leicht loslassen. Nur 20 Prozent der Menschen hat – genetisch bedingt – mehr Spaß an Neuem. Die restlichen 80 Prozent haben einen ausgeprägten Wunsch nach Gewohnheit, Routine und Verlässlichkeit. Die Bindung – also das Gegenteil des Loslassen – lernen wir schon als Baby. Wir klammern uns an den Finger der Mutter, greifen nach einem Gesicht und schmiegen uns an. Das Anklammern liegt in unserer Natur, sagen Psychologen und Neurobiologen. Das Loslassen müssen wir darum erst lernen.

Fakten zum Loslassen [1:28 Minuten]

Ein viel zu voller Keller

Ein Wohnungskeller mit dem typischen Inhalt: alte Möbel, Koffer, Kartons. [Quelle: Imago, Jürgen Ritter]
Chaos im Keller [Quelle: Imago, Jürgen Ritter]

Neues Jahr, neues Glück. Aber um für dieses Glück Platz zu haben, muss man auch Platz machen. Gar nicht so einfach, denn wir hängen an Dingen, an Gewohnheiten, an Glaubenssätzen. Bremen Zwei Reporterin Serafia Johansson wollte sich von alten Dingen befreien und ist dafür an den schrecklichsten Ort gegangen, den sie kennt, den Keller.

Endlich mal den Keller entrümpeln! [5:09 Minuten]

Wie räumt man richtig auf?

Tanja Kliemann  [Quelle: Radio Bremen, Hilke Theessen]
Tanja Kliemann [Quelle: Radio Bremen, Hilke Theessen]

Tanja Kliemann arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich als Ordnungs- und Aufräumcoach. Sie hilft denjenigen, die sich nur schlecht von Dingen trennen können. Zu ihr kommen viele Frauen, kreative Selbständige und ältere Menschen, die vor einem Umzug ins Seniorenheim oder in eine kleine Wohnung stehen.

Interview: Wie räumt man richtig auf? [6:15 Minuten] Tanja Kliemann in der Gesprächszeit von Bremen Zwei

Videospiel: Everybody’s gone to the Rapture

Screenshot aus dem Spiel "Everybody's Gone to the Rapture". [Quelle: The Chinese Room, PlayStation Mobile, Inc.]
Everybody's gone to the Rapture [Quelle: The Chinese Room, PlayStation Mobile, Inc.]

Videospiele müssen nicht immer actionreich, bombastisch oder gewalttätig sein. Manche sind ruhig, schön, oder traurig. Mit dem Titel "Everybody’s gone go the Rapture" hat sich das britische Spiele-Entwicklerteam The Chinese Room ein großes Thema vorgenommen: den Tod. Aber nicht als Videospiel über den Tod als etwas Schreckliches, Furchteinflößendes, und Grausames, sondern über das Loslassen. Eine große, traurige Geschichte in einem kleinen, englischen Dorf. Bremen-Zwei-Games-Experte Florian Bänsch hat es gespielt.

Spiele-Infos: "Everybody’s gone to the Rapture", von The Chinese Room, für Microsoft Windows und Sony Play Station 4, 19,99 Euro

Videospiel "Everybody’s gone to the Rapture" [4:26 Minuten]

Redaktion: Stephan Cartier

Diese Sendung im Programm: Bremen Zwei, 12. Januar 2020, 12-14 Uhr.

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