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Cool

26. Januar 2020, 12:00 Uhr

Wenn wir heute sagen, dass etwas cool ist, dann drücken wir damit meist Bewunderung aus. Aber was genau bedeutet das Wort "cool" eigentlich? In unser Sendung geht es um Coolness, um Cool-Jazz, um die Kulturgeschichte des Begriffs und darum, wie Kälte unser Leben beeinflussen – und vielleicht verlängern kann.

Eine junge Frau mit Sonnenbrille sitzt vor einem VW-Käfer. [Quelle: Imago, Westend61]
Bin ich cool? [Quelle: Imago, Westend61]

"Cool", das Wort, das kam und blieb

Das wirklich Interessante am Ausdruck "cool" ist, dass er selbst genau das ist: cool. Denn wie viele Wörter, die aus der sogenannten "Jugendsprache" stammen, kriegen das schon hin: sich erst unauffällig in der deutschen Sprache niederlassen, dann plötzlich immer beliebter zu werden und schließlich sogar einen Platz im Duden zu finden? Wann ist das Wort "cool" eigentlich vom Englischen ins Deutsche übergegangen und warum? Kerstin Burlage hat sich auf die Spuren eines äußerst erfolgreichen Anglizismus begeben.

Cool - Kulturgeschichte [4:18 Minuten]

Fakten

Ein junger Mann mit Afro-Frisur und Sonnenbrille. [Quelle: Imago, fStop Images]
Ein cooler Typ [Quelle: Imago, fStop Images]

Das Wort "cool" stammt aus der englischen Sprache und bedeutet eigentlich: kühl. Die Coolness ist das Substantiv zu "cool". So steht es im Duden. Wie diese zu messen ist, steht allerdings nirgendwo. Denn die Coolness einer Person oder Sache ist sehr subjektiv. Objektiv messen dagegen kann man die Kühlschranktemperatur. Im untersten Regal ist es am kühlsten. Die Durchschnittstemperatur lag im Winter 2018/2019 in Bremen bei 4,5 Grad. Damit war Bremen das wärmste Bundesland im letzten Winter.

Coole Fakten [1:26 Minuten]

Ziphora Robina: Bin ich eigentlich cool? [1:32 Minuten]

Ist Coolness noch cool?

Miles Davis spielt auf seiner Trompete [Quelle: WDR/Interfoto; ARD Radiofestival]
Miles Davis [Quelle: WDR/Interfoto; ARD Radiofestival]

"The Birth of the Cool" – so heißt die aktuelle Film-Dokumentation über den Jazztrompeter Miles Davis, derzeit im Kino. Im Film geht es auch darum, wie Miles zur "coolen" Persönlichkeit wurde, die bis heute, lange nach seinem Tode (1991), weit über die Jazz-Szene hinaus strahlt. Aber wie cool ist es eigentlich derzeit, cool zu sein? Ist Coolness – mit all seinen Spielarten – eine wichtige Voraussetzung, um beim breiten Publikum anzukommen? Ein Gespräch mit Arne Schumacher aus der Musikredaktion von Bremen Zwei.

Coolness in der Musik [1:06 Minuten]

Inszenierte Coolness

Drei coole junge Männer zeigen sich gegenseitig Dinge auf ihren Smartphones. [Quelle: Imago, Westend61]
In den sozialen Netzwerken kann man jede Menge Fotos und Selfies von Menschen finden, die sich cool in Szene setzen. [Quelle: Imago, Westend61]

Nirgendwo schafft man es, so schnell so viel Aufmerksamkeit zu bekommen, wie auf Instagram. Allein in Deutschland nutzen mehr als 15 Millionen Menschen die Plattform. Neben Hip-Hop-Videos findet man unter dem Hashtag "Cool" jede Menge Selfies und Bilder von Menschen, die entspannt dastehen und so tun, als wüssten sie nicht, dass sie fotografiert werden. Genau diese Attitüde scheint eine gängige Form zu sein, seine Coolness in Szene zu setzen.

Die Coolness des Netzes [2:11 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 26. Januar 2020, 12 bis 14 Uhr.

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