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Mare Radio

Glubsch und Glibber

Der schöne Schleim

1. September 2019, 12:05 Uhr

Mare Radio berichtet von Glubsch und Glibber im Meer, der mittlerweile auch Wissenschaftler fasziniert. So tüfteln Forscher beispielsweise daran, hinter das Geheimnis des Super-Geliermittels von Schleimaalen zu kommen. Außerdem geht's um Algen, um das Leben im Watt und um eine Glibberspeise.

Ein Taucher schwimmt in einer Schicht von Algen [Quelle: DPA, Lizzeth Phylomeno]
Unästhetisch aber gleichsam ungefährlich ist der Algenschleim, der durch eine massenhafte Vermehrung von Mikroalgen entsteht. [Quelle: DPA, Lizzeth Phylomeno]

Redaktion: Nikolas Golsch / Kerstin Burlage
Moderation: Stefanie Pesch

Sendungsmitschnitt:
Glubsch und Glibber [54:11 Minuten]

Der Schleimaal und sein Super-Geliermittel

Schleimaal [Quelle: DPA, R. Koenig]
Eine Schönheit ist er nicht, der Schleimaal. [Quelle: DPA, R. Koenig]

In den Tiefen der Ozeane leben kleine Schleimmonster, auf die einige Wissenschaftler ziemlich neidisch sind: Schleimaale – hautfarbene Würmer, 30 cm lang und so dick wie ein Finger. Besonders hübsch sehen sie nicht aus, aber sie verfügen über erstaunliche körperliche Fähigkeiten und haben ein Super-Geliermittel erfunden. Nikolas Golsch über die Suche danach und über schleimige Unfälle.

Schleimaale verfügen über besondere Fähigkeiten [6:26 Minuten]

Das Buch vom Schleim

Cover: Susanne Wedlich, Das Buch vom Schleim, Matthes & Seitz [Quelle: Matthes & Seitz]
Susanne Wedlich, Das Buch vom Schleim, Matthes & Seitz [Quelle: Matthes & Seitz]

Wir sind überall von Schleim umgeben, auch wenn wir uns damit lieber nicht beschäftigen möchten. In ihrem Buch folgt die Wissenschaftsautorin Susanne Wedlich der Spur des Schleims durch Kunst, Kultur und Wissenschaft. Darüber sprechen wir mit ihr.

Susanne Wedlich: Das Buch vom Schleim, Matthes und Seitz Berlin, 220 Seiten, 30 Euro.

Susanne Wedlich: "Schleim ist wunderschön" [7:28 Minuten]

Algenpest in der Bretagne

Algenpest in der Bretagne. [Quelle: Radio Bremen, Tinia Würfel]
Algenpest in der Bretagne [Quelle: Radio Bremen, Tinia Würfel]

Ein Strand nach dem anderen macht in der Hochsaison dicht: Die Bretagne hat ein Problem mit Algen. Je wärmer es wird, desto größer die Algenschwemme. Aktuell gibt es so viele Algen wie zuletzt vor 15 Jahren. Das Problem: Wenn die Algen verrotten, setzen sie hochgiftigen Schwefelwasserstoff frei. Täglich fahren Laster die Algen ab, da sonst Lebensgefahr für Mensch und Tier besteht. Es gibt mehrere Aktionspläne, um den Nitratgehalt im Wasser zu senken und so das Algenwachstum zu reduzieren. Eine Reportage von Tinia Würfel.

Algenpest in der Bretagne [3:40 Minuten]

Die Braunalge Sargassum zerstört die Karibik

Braunalgenpest in Sargassum. [Quelle: Radio Bremen, Anne-Katrin Mellmann]
Braunalgenpest in Sargassum [Quelle: Radio Bremen, Anne-Katrin Mellmann]

In diesem Jahr, 2019, begraben Millionen Tonnen der Sargassum-Alge die weißen Strände unter sich. Sie bedrohen Korallenriffe, töten Schildkröten und Fische. Nie zuvor sind solche Mengen Sargassum vom Atlantik in die Karibik getrieben. Fast alle Inseln und das mexikanische Festland sind betroffen. In Mexiko hat der Bundesstaat mit den größten Touristengebieten an der Karibik den Notstand ausgerufen. Täglich räumen Helfer etwa 1.000 Tonnen Sargassum von den Traumstränden. Aber das Problem lösen sie dadurch nicht. Eine Reportage von Anne-Katrin Mellmann.

Wie Braunalgen die Karibikstrände zerstören [3:28 Minuten]

Wer lebt im glitschigen Watt?

Ein Wattwurm im Schlick [Quelle: Radio Bremen, Maria Klindworth]
Ein Wattwurm im Schlick [Quelle: Radio Bremen, Maria Klindworth]

Das glitschige Watt ist nicht für jeden attraktiv, der im Nationalpark Wattenmeer Urlaub macht. Wer aber genau hinschaut, entdeckt einen spannenden Lebensraum mitten im Glibber. Reporterin Kerstin Burlage wollte wissen, wer eigentlich im ostfriesischen Wattenmeer zuhause ist. Sie war in Cuxhaven und ist ins Watt gegangen. Bernhardt Rauhut, Biologe und Leiter des Wattenmeer-Besucherzentrums in Cuxhaven-Salenburg, hat ihr die Wattbewohner näher gebracht.

Wer wohnt im Watt? [4:34 Minuten]

Gut gegen Schleim: Nordseeheilbäder und salzige Meeresluft

Strandkörbe an der Nordsee [Quelle: Radio Bremen, K. Burlage]
Die Nordsee bietet viel gesunde salzige Luft. [Quelle: Radio Bremen, K. Burlage]

Schleimaale produzieren Schleim, weil sie sich damit verteidigen. Bei uns Menschen ist das auch nicht viel anders: wir setzen uns damit zwar nicht gegen Haie zu Wehr aber doch sehr erfolgreich gegen Viren und Bakterien. Vor allem in unseren oberen Atemwegen hält Schleim die Eindringlinge auf, umhüllt sie und transportiert sie aus dem Körper – was dann als Husten oder Schnupfen zu hören ist. Kaum etwas anderes unterstützt diesen Vorgang so gut wie das Meer. Das macht der Mensch sich seit Jahrhunderten vor allem in den Seeheilbädern zunutze. Kerstin Burlage hat das größte deutsche Seebad Cuxhaven besucht – und dort die schleimlösende Wirkung der Nordseeluft erkundet.

Aus Captain Cooks Kombüse

Mare Rezept [Quelle: Überseemuseum Bremen]


Mare Rezept von Hans-Helge Ott

Mare Rezept: Syltse [PDF, 26 Kb]

Mare Rätsel September 2019

Mare Rätsel [Quelle: Radio Bremen, Walter Weber]

Wenn es um Quallen geht, muss man gar nicht in die Ferne schweifen, es gibt sie massenweise auch in der Deutschen Bucht. Unsere Frage dazu lautet: Wer ist die Schönheitskönigin unter den Quallen und ziert das Wappen der biologischen Anstalt Helgoland?

Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mare-radio@radiobremen.de

Lösung Mare-Rätsel August 2019: Wir fragten, welcher Fisch bis zu 75 km/h schnell wird und als der schnellste der Welt gilt? Die Auflösung: Der Fächerfisch/Segelfisch.

Diese Sendung im Programm: Bremen Zwei, 1. September 2019, 12 - 14 Uhr

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