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Bremen Zwei Sendungen Mare Radio

Mare Radio

Zeichen

Alphabet der Ozeane

2. Dezember 2018, 12:05 Uhr

Mare Radio taucht ab und findet Zeichen in der Unterwasserwelt, die uns etwas darüber verraten, wie die Bewohner der Meere leben und sich mitteilen.

Verschiedene Fische im Meer [Quelle: Martina Raake, Martina Raake]

Früher galt als weise, wer die Zeichen der Natur deuten, wer drohende Gefahren wie Tsunamis, Hurricanes und Unwetter aus dem Verhalten der Winde, der Wellen, der Wolken lesen konnte. Heute helfen seismische Geräte und elektronische Wetterkarten, aber wie zuverlässig arbeiten sie überhaupt? Längst stehen die Zeichen auch auf Sturm, wenn es um Fragen des Klimawandels geht. Der Mensch versucht, die unbändige Kraft der Meere zu beherrschen, indem er eigene Markierungen setzt: Mithilfe von Seezeichen und Seekarten lenkt er Schiffe durch Wasserstraßen und umsegelt Untiefen.

Zeichen [49:04 Minuten]

Moderation: Stefanie Pesch
Redaktion: Kerstin Burlage, Mechthild Müser

Tsunami-Frühwarnsysteme

Helfer stehen in einem Trümmerfeld nach dem Tsunami in Thailand [Quelle: Radio Bremen]
Der Tsunami im Indischen Ozean hinterließ eine Schneise der Zerstörung.

Die Zeichen richtig zu deuten, kann Leben retten – nämlich dann, wenn eine Riesenwelle, ein Tsunami, auf die Küste zu rollt. Wie vor kurzem auf der Insel Sulawesi, und – besonders verheerend – bei dem Tsunami in Indonesien, Weihnachten 2004. Wenn die Zeichen deutlich sichtbar sind, dann bleibt wenig Zeit für die Flucht. Deshalb gibt es inzwischen Frühwarnsysteme. Ein solches Frühwarnsystem im Indischen Ozean hat der Physiker Jörn Lauterjung mitentwickelt.

Tsunami-Frühwarnsysteme [7:33 Minuten]

Kugelfische zeichnen Mandalas auf Meeresboden

Dirk Steffens taucht vor einem Kugelfisch. [Quelle: ZDF, Oliver Roetz]
Dirk Steffens beobachtet einen Kugelfisch. [Quelle: ZDF, Oliver Roetz]

Lange gaben die mysteriösen Muster auf dem Meeresboden des Pazifiks Rätsel auf. 2011 wurden die Sandkünstler entdeckt. Vor der japanischen Insel Amami bauen winzige Kugelfische ausgedehnten filigrane Strukturen als Nest. Damit wollen sie Weibchen anlocken. Dirk Steffens, Journalist und leidenschaftlicher Taucher, hat die Kunstwerke der Kugelfische schon selbst gesehen.

Mysteriöse Zeichen auf dem Meeresboden [7:31 Minuten]

Besuch bei einer Fischezeichnerin

Fast jeder weiß, wie ein Goldfisch aussieht oder ein Clownfisch oder ein Karpfen. Aber woher wissen wir das eigentlich? Weil wir diese Fische schon einmal gesehen haben – meistens in Büchern auf Fotos oder Zeichnungen. Und bestimmt ist ihnen dabei auch schon mal eine Illustration von Sonia Schadwinkel untergekommen, sie zeichnet nämlich Fische für Sachbücher und Schulbücher und ist eine echte Koryphäe in ihrem Beruf. Für Mare Radio hat Nikolas Golsch der Zeichnerin in ihrem Atelier in Bremen über die Schulter geschaut.

Sonia Schadwinkel am Zeichenbrett. [Quelle: Radio Bremen, Nikolas Golsch]
Sonia Schadwinkel bei der Arbeit [Quelle: Radio Bremen, Nikolas Golsch]

Der Zahn der Gezeiten

Jemand saugt das Skelett eines Pottwals im Deutschen Schifffahrtsmuseum ab. [Quelle: DSM, Niels Hollmeier]
Das Deutsche Schifffahrtsmuseum zeigt welche Arbeit hinter den Kulissen stattfindet, auch die eher verborgene Arbeit der Restauratoren. [Quelle: DSM, Niels Hollmeier]

Die Zeichen der Zeit, die kann man natürlich besonders gut dort sehen, wo Dinge aufbewahrt werden, die die Zeit möglichst überdauern sollen – im Museum . 2018 ist das Jahr des europäischen kulturellen Erbes – und somit insbesondere das Jahr des maritimen Erbes. Wie schwierig es manchmal ist, die Dinge zu bewahren, diesem Thema hat sich eine  Ausstellung verschrieben, die gerade im Deutschen Schifffahrtsmuseum zu sehen ist: "Der Zahn der Gezeiten". Sie hören ein Gespräch mit Niels Hollmeier, einem der Kuratoren der Ausstellung.

Der Zahn der Gezeiten – Maritime Schätze unter der Lupe.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 16.12.2018 im Schifffahrtsmuseum Bremerhaven.

  

Dezember 2018

Mare Rätsel [Quelle: Radio Bremen, Walter Weber]

Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabo des Mare-Heftes und Bücher aus dem Mare-Buchverlag.

Rätselfrage Dezember 2018

Welches Seezeichen steht an Land auf dem nördlichsten Punkt Niedersachsens?

Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mare-radio@radiobremen.de

Lösung Mare-Rätsel November 2018

Wir fragten: Warum heißen die Prinzeninseln Prinzeninseln?
Die Lösung lautete: Weil es ein Verbannungsort für Fürsten und Fürstenkinder war.

Aus Captain Cooks Kombüse

Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste. Heute: "Der Peterfisch hat schwarze Flecken".

Mare Rezept: St. Pierre [DOCX, 52 Kb]

Mare Rezept [Quelle: Überseemuseum Bremen]

Weitere Themen der Sendung:
Klimawandel und Bundespolitik - Beitrag von Stefan Pulß
Deutschlands ältester Leuchtturm  auf Neuwerk - Beitrag von Dörte Hansen

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