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Expeditionen – Hinterm Horizont geht's weiter

1. März 2020, 12:05 Uhr

Wie klein wäre unsere Welt, wären nicht Seefahrer aufs offene Meer hinausgefahren, zur Orientierung nichts als Himmel, Meer, Vögel, Fische, genaue Naturbeobachtung. Sie entdeckten die Vielfalt und den Reichtum anderer Länder und Völker, sie zogen los, um zu erobern, zu plündern oder um Handelswege zu erschließen. Viele ließen bei der Suche nach der kürzesten See-Strecke zwischen Kontinenten und Inseln ihr Leben. Heute wagen sich Wissenschaftler in Gebiete vor, die kein Mensch je bewohnt hat – zum Beispiel mit dem Forschungsschiff "Polarstern". Sie wollen die Kräfte verstehen, die das Leben auf dieser Erde beeinflussen und möglich machen. Mare Radio setzt sich auf die Spuren der Mutigen, die entweder gewagt und gewonnen haben oder gewagt und verloren.

Forschungsschiff Polarstern  [Quelle: AWI]
Das Forschungsschiff Polarstern [Quelle: AWI]

Redaktion: Kerstin Burlage / Mechthild Müser
Moderation: Stefan Pulß
Musik: Harald Mönkedieck

Die Sendung zum Anhören:
Expeditionen [56:12 Minuten]

Der ängstliche Heinrich der Seefahrer

Heinrich der Seefahrer, 15. Jahrhundert [Quelle: Gemeinfrei]
Heinrich der Seefahrer, 15. Jahrhundert [Quelle: Gemeinfrei]

Der Seeweg nach Indien, die Umsegelung der Welt, die europäischen Kolonialreiche – all das geht zurück auf einen portugiesischen Königssohn, der 1394 geboren wurde und als der Visionär der europäischen Seefahrt gilt. Manchen gilt er sogar als "Urvater" der Globalisierung. An ihn erinnert ein Denkmal in Lissabon und eine Burg in Sagres an der Südwestspitze Portugals. "Heinrich der Seefahrer" wurde er später genannt, was nicht ganz zutreffend ist. Stefan Pulß erklärt, warum.

Der ängstliche Heinrich der Seefahrer [4:00 Minuten]

Jeanne Baret, Botanikerin und erste Weltumseglerin

Das 18. Jahrhundert war das große Zeitalter der Entdeckungen. Nicht nur, weil Immanuel Kant die Milchstraße erblickte und Alessandro Volta die Batterie erfand. Es war auch die Zeit der Schiffs-Expeditionen. Mutige Seeleute und Forscher drängte es, über die Meere zu segeln und neue Kontinente zu entdecken. Der bekannteste von ihnen ist wohl James Cook.

Cover: Wolfgang Ebert, Die erste Frau, Komplett-Media [Quelle: Komplett-Media]
Wolfgang Ebert, Die erste Frau, Abenteuer, Entdeckung, Revolution; Komplett-Media [Quelle: Komplett-Media]

Weniger bekannt ist, dass zeitgleich mit ihm auch eine Frau aufbrach zu einer großen Expedition: Die Französin Jeanne Baret umsegelte von 1766 bis 1769 die Welt, um die Tier- und Pflanzenwelt ferner Länder zu erforschen. Ein Hindernis lag darin, dass Frauen auf den Schiffen der französischen Marine nicht zugelassen waren. Wie Jeanne Baret es trotzdem schaffte, welche Abenteuer sie dabei erlebte, aber auch welchen Preis sie dafür zahlen musste – das berichtet Kerstin Burlage.

Die Expedition der Jeanne Baret [4:35 Minuten]

Forschungsreisen in die Tiefsee

Tauchroboter Dagon DFKI [Quelle: DFKI GmbH]
Ein Tauchroboter [Quelle: DFKI GmbH]

Über die Rückseite des Mondes wissen wir mehr als über das Leben in der Tiefsee. Dabei sind die technischen Möglichkeiten zu ihrer Erforschung heute beeindruckend. Das legendäre amerikanische U-Boot Alvin kann bis 4.500 Meter tief tauchen. Die chinesische "Jiaolong" hält den Rekord mit über 7.000 Metern. Am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel setzen die Forscher ein bemanntes Forschungstauchboot, Tauchroboter und ein autonomes Unterwasserfahrzeug ein.

Expeditionen in die Vergangenheit – neue Möglichkeiten durch Sonar

Ein Gespräch mit Sunhild Kleingärtner, Direktorin des Deutsches Schifffahrts-Museum und Professorin für Schifffahrtsgeschichte und Maritime Archäologie an der Universität Bremen, über die Faszination und neue Methoden der Unterwasserarchäologie.

Unterwasserarchäologie mit neuen Methoden [7:46 Minuten]

Käpt'n Coocks Kombüse: Erbswurst

Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte und Tipps aus seiner kulinarischen Seekiste.

Käpt'n Cooks Kombüse: Erbswurst und was man sonst so auf Expeditionen isst [PDF, 27 Kb]

Mare Rätsel März 2020

Mare Rätsel [Quelle: Radio Bremen, Walter Weber]

Wir suchen den Namen einer Pionierin, die im 20. Jahrhundert gelebt und den Meeresgrund erforscht hat. Sie hat unseren heutigen Blick auf die Erde maßgeblich mitgeprägt und gehört offiziell zu den vier wichtigsten KartografInnen des 20. Jahrhunderts. Wie hieß diese Wissenschaftlerin, die 2006 gestorben ist?
Die Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse: mare-radio@radiobremen.de

Auflösung Mare Rätsel Februar 2020:
Die Frage lautete: Wann wurde erstmals in der Geschichte ein Helmtauchgerät beschrieben?
Die richtige Antwort: 1438

Diese Sendung im Programm: Bremen Zwei, 1. März 2020, 12:05 Uhr

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