Livestream

Bremen Zwei Sendungen Mare Radio

Mare Radio

Europa: Fischgründe und Abgründe

1. Dezember 2019, 12:05 Uhr

Über die Zukunft von Nord- und Ostsee, von Mittelmeer und Ostatlantik wird maßgeblich in Brüssel entschieden. Mit ihrer gemeinsamen Fischereipolitik wollten die EU-Staaten eigentlich die Überfischung beenden – passiert ist aber bislang wenig. Die europäischen Fischer schippern derweil unruhigen Zeiten entgegen: Der Brexit könnte bedeuten, dass sie ergiebige Fanggründe vor Großbritannien verlieren. Mare Radio berichtet von Fischgründen und Abgründen der Staatengemeinschaft und fragt nach, ob sich mit dem neuen EU-Fischereikommissar Virginijus Sinkevičius in Zukunft etwas ändern könnte.

Schiffe im Hafen von Cuxhaven. [Quelle: Radio Bremen, Nikolas Golsch]
Schiffe im Hafen von Cuxhaven. [Quelle: Radio Bremen, Nikolas Golsch]

Die ganze Sendung zum Anhören:
Europa: Fischgründe und Abgründe [58:01 Minuten]

Neuer EU-Umweltkommissar: Wie grün ist Virginijus Sinkevičius?

1. Dezember 2019: der erste offizielle Arbeitstag der neuen EU-Kommission unter Ursula von der Leyen. Mit dabei sind viele neue Gesichter, unter anderem auch das des jüngsten EU-Kommissar aller Zeiten: Virginijus Sinkevičius.

Autor/-in: Samuel Jackisch
Länge: 8:35 Minuten
Datum: Sonntag, 1. Dezember 2019
Sendereihe: Mare Radio | ARD Brüssel

1. Dezember 2019: der erste offizielle Arbeitstag der neuen EU-Kommission unter Ursula von der Leyen. Mit dabei sind viele neue Gesichter, unter anderem auch das des jüngsten EU-Kommissar aller Zeiten. Virginijus Sinkevičius heißt er, ist gerade mal 29 Jahre alt geworden, kommt aus Litauen und leitet in den kommenden fünf Jahren das EU-Ressort für Umwelt und Ozeane. Zum ersten Mal ist damit ein Politiker für die Meere, die Fischerei und die Seefahrt zuständig, der den europäischen Grünen nahesteht. Brüssel-Korrespondent Samuel Jackisch hat ihn in den vergangenen Monaten und Wochen beobachtet.

Brexit, Quoten, Umweltschutz: Wie die EU den Fischern zusetzt

Etwas Größeres gibt es an den deutschen Küsten nicht, sagt Kai-Arne Schmidt, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Nord- und Ostseefischer. Dieses Jahr sind die Schiffe ungewöhnlich früh zurück in den Hafen gekommen – und werden ihn bis Jahresende auch nicht mehr verlassen. Von ihr hängt alles ab: die Fangquote der EU, die für jedes Jahr neu festgesetzt wird. Zusammen mit einem festen Verteilungsschlüssel auf die Mitgliedsstaaten regelt sie, wie viele Tonnen Fisch jedes EU-Land von jeder Fischart fangen darf.

Autor/-in: Nikolas Golsch
Länge: 6:33 Minuten
Datum: Sonntag, 1. Dezember 2019
Sendereihe: Mare Radio | Bremen Zwei

90 Meter lange schwimmende Fischfabriken fischen vor Grönland und Spitzbergen fischen. Der Fang wird direkt an Bord filetiert und verpackt. Etwas Größeres gibt es an den deutschen Küsten nicht, sagt Kai-Arne Schmidt, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Nord- und Ostseefischer. Dieses Jahr sind die Schiffe ungewöhnlich früh zurück in den Hafen gekommen – und werden ihn bis Jahresende auch nicht mehr verlassen. Von der Fangquote der EU hängt alles ab; sie wird für jedes Jahr neu festgesetzt. Zusammen mit einem festen Verteilungsschlüssel auf die Mitgliedsstaaten regelt sie, wie viele Tonnen Fisch jedes EU-Land von jeder Fischart fangen darf.

Polarfieber: Wie Europa den Handel durch die Arktis vorantreibt

Eisberg [Quelle: Radio Bremen, Tom Erhardt]

Das Eis schmilzt immer schneller, und gleichzeitig entsteht ein neuer, riesiger Wirtschaftsraum. Unternehmen und Politiker aus der europäischen Arktis treffen sich in Rovaniemi, Finnland. Konkret geht es dieses Mal auch um das kleine Fischerdorf Kirkenes im Norden Norwegens. Das Dorf möchte seinen kleinen Hafen ausbauen. Denn immer weniger Eis im Polarmeer bedeutet perspektivisch immer mehr Frachtverkehr über neue und viel kürzere Routen zwischen Europa und Asien. Bisher fehlt eine direkte Anbindung zwischen "uns" und der Arktis. Das Projekt "Arktischer Korridor" würde das ändern.

Drama ohne Lösung: die griechischen Flüchtlingslager

Kälte und viel Regen sorgen wie jedes Jahr im November auf den griechischen Inseln mit Flüchtlingslagern für Aufregung. In diesem Herbst sind die Hilferufe der zuständigen Bürgermeister, Camp-Verwalter und Flüchtlingshelfer besonders laut.

Autor/-in: Michael Lehmann
Länge: 3:34 Minuten
Datum: Sonntag, 1. Dezember 2019
Sendereihe: Mare Radio | Bremen Zwei

Kälte und viel Regen sorgen wie jedes Jahr im November auf den griechischen Inseln mit Flüchtlingslagern für Aufregung. In diesem Herbst sind die Hilferufe der zuständigen Bürgermeister, Camp-Verwalter und Flüchtlingshelfer besonders laut: Alleine auf der Insel Leros warten etwa 1.000 obdachlose Flüchtlinge auf eine bessere Versorgung. Auch auf Kos gibt es kaum Unterkünfte und Personal, um die weiterhin neu aus der Türkei eintreffenden Flüchtlinge menschenwürdig leben zu lassen. Ein Überblick mit Eindrücken aus Kos.

Die olle Europa: Auf dem Stierrücken durchs Meer nach Kreta

Die Geschichte Europas beginnt mit einer Seereise. Und einer furchtbar unlogischen Geschichte.

Autor/-in: Stefan Pulß
Länge: 3:19 Minuten
Datum: Sonntag, 1. Dezember 2019
Sendereihe: Mare Radio | Bremen Zwei

Die Geschichte Europas beginnt mit einer Seereise. Und einer furchtbar unlogischen Geschichte. Zeus vernachlässigt mal wieder seine Aufgaben als göttliche Führungskraft und verliebt sich in die schöne phönizische Königstochter Europa. Das mag ja noch angehen. Dass er sich dann allerdings in einen Stier verwandelt, und zwar, um seine misstrauische Gattin Hera zu täuschen? Was soll das denn? Hera kannte doch ihren Zeus und seine Tricks nur zu gut.

Wie Europa aus dem Meer entstanden ist

Europa wurde in der Antike vom Meer her erschlossen. Die heutige europäische Zivilisation entwickelte sich jedoch in der Neuzeit.

Autor/-in: Jürgen Elvert
Länge: 4:38 Minuten
Datum: Sonntag, 1. Dezember 2019
Sendereihe: Mare Radio | Bremen Zwei

Europa wurde in der Antike vom Meer her erschlossen. Die heutige europäische Zivilisation entwickelte sich jedoch in der Neuzeit, in einem ständigen Dialog mit den außereuropäischen Welten, die von Seefahrern, Entdeckern und Kaufleuten in den europäischen Horizont einbezogen wurden. Das Meer verband Europa und Außereuropa miteinander: Schiffe brachten europäische Güter und europäisches Wissen in die Welt und Informationen aus der Welt nach Europa. Das neue Weltwissen wurde hier verarbeitet und sorgte so dafür, dass eine völlig neue Wissenskultur entstand. Auch unser Wohlstand ist fest an die Freiheit der Meere geknüpft. Nachdem der Mensch lange allzu sorglos mit dem Meer als Ökosystem umgegangen ist, beginnen wir jetzt zu begreifen, dass unser aller Zukunft vom Meer abhängt.

Käpt'n Coocks Kombüse: Brexit-Teekuchen

Mare Rezept: Himmel un Ääd - mare-Radio [Quelle: Radio Bremen]

Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte und Tipps aus seiner kulinarischen Seekiste.

Käpt'n Cooks Kombüse: Brexit-Teekuchen [PDF, 33 Kb]

Mare Rätsel Dezember 2019

La Réunion ist zugleich südlichster und östlichster Punkt der EU, was ist der westlichste?
Die Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse: mare-radio@radiobremen.de

Mare Rätsel [Quelle: Radio Bremen, Walter Weber]

Auflösung Mare Rätsel November 2019:
Wir fragten: In welchen zwei Ländern ist der Mondfisch trotz seines gummiartigen Fleisches eine echte Delikatesse?
Die Antwort lautet: Taiwan und Japan

Moderation: Stefan Pulß
Redaktion: Kerstin Burlage/Nikolas Golsch

Diese Sendung im Programm: Bremen Zwei, 1. Dezember 2019, 12 - 14 Uhr

Mare Radio