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Ursuppe – Am Anfang war das Meer

12. September 2020, 18:05 Uhr

Mare Radio wagt den Sprung zu den Anfängen der Erdgeschichte und heftet sich an die Spuren der Entwicklung des Lebens in den Ozeanen.

Künstlerische Darstellung der sogenannten Ursuppe, in der sich die ersten Proteine geform haben (Archivbild) [Quelle: Nasa]

Das erste Meer bestand nicht aus Wasser, sondern aus flüssigen Gesteinsmassen. Die Erde war ein Feuerball, ein roter Planet, kein blauer. Wasser aus den Gesteinen verdampfte, fiel als heißer Regen, der Glutball kühlte nach und nach ab, irgendwann gab es die Erdkruste und ein blaues Meer – so könnte es gewesen sein. In dieser Ursuppe entstand vor rund vier Milliarden Jahren das Leben. Wo genau, ob an den Schwarzen Rauchern der Tiefsee, in flachen Küstengewässern oder in wassergefüllten tiefen Spalten der noch jungen Erdkruste, weiß bis heute keiner so genau.

Am Mikrofon: Stefanie Pesch
Redaktion: Nikolas Golsch

"Ursuppe" - Die ganze Sendung zum Anhören [52:18 Minuten]

Entstand das Leben an den schwarzen Rauchern?

Ein sogenannter Schwarzer Raucher auf dem Meeresgrund (Archivbild) [Quelle: Marum/Universität Bremen]
Ein sogenannter Schwarzer Raucher auf dem Meeresgrund [Quelle: Marum/Universität Bremen]

Das Forscherteam um den Biophysiker Dieter Braun von der Ludwig-Maximilians-Universität München konnte erstmals nachweisen, dass wasserumspülte Gesteinsporen unter dem Einfluss von Hitze (etwa durch Vulkane oder hydrothermale Schlote, heiße Quellen in kalter Umgebung) tatsächlich günstige Reaktionsräume für die Entstehung und Anreicherung komplexer Biomoleküle darstellen. Darüber hören Sie ein Gespräch mit Dieter Braun.

Das Leben an den Schwarzen Rauchern? [7:10 Minuten] Auf der Spur der schwarzen Raucher

Omas Welterklärbuch: Das Bild des Urmeeres im Wandel der Zeit

Eine Hand zeigt auf ein Bild in einem Buch. [Quelle: Radio Bremen, Nikolas Golsch]
Blick in Omas Erklärbuch "Die Welt in der wir leben". [Quelle: Radio Bremen, Nikolas Golsch]

Es ist wirklich zu schade, dass es keine Fotos vom Urmeer gibt, von der Ursuppe, in der sich das Leben entwickelt hat. Aber gut, bis zur Erfindung des Fotoapparates war es von da aus noch ein paar hundert Millionen Jahre hin. Bleiben uns also nur Zeichnungen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was damals alles durch die Urmeere gekrochen und geschwommen ist. Mare-Redakteur Nikolas Golsch haben solche Zeichnungen seit seiner frühen Kindheit geprägt – in Form eines Buches mit dem Titel "Die Welt in der wir leben". Und genau das hat er sich für unsere Sendung zum Thema Ursuppe nochmal genauer angeschaut und ist zurückgereist in seine Kindheit.

Das Bild des Urmeeres im Wandel der Zeit [7:35 Minuten]

Die Wale von Groß Pampau

11 Mio. Jahre alter Bartenwal im Lübecker Museum für Natur und Umwelt [Quelle: Stefan Pulß]
Ein elf Millionen Jahre alter Bartenwal im Lübecker Museum für Natur und Umwelt [Quelle: Stefan Pulß]

Vor zehn Millionen Jahren bedeckte die Ur-Nordsee große Teile Norddeutschlands. Und darin tummelten sich Wale, Riesenhaie, Robben, Schildkröten und alles mögliche andere Getier. Was das genau für Tiere waren, darüber wissen wir einiges, weil immer wieder Überreste von ihnen gefunden werden. Spektakuläre Funde gibt es – in beeindruckender Regelmäßigkeit – in einem Dorf in Schleswig-Holsten, rund 40 Kilometer südlich von Lübeck, in Groß Pampau. Und zwar in einer Kiesgrube. Stefan Pulß war für Mare Radio dort.

Die Urtiere von Groß Pampau [7:47 Minuten]

Das Meer in der fernen Zukunft

Meer [Quelle: Radio Bremen, Marcus Behrens]
Auf der Suche nach dem Ende aller Meere... [Quelle: Radio Bremen, Marcus Behrens]

Alles Leben kam aus dem Meer. Aber sobald der Mensch das All und fremde Planeten erobert hat, kann er die Wasser seiner Heimatwelt getrost zurücklassen. Könnte man zumindest meinen, aber das Gegenteil ist der Fall: Science Fiction Autoren haben den größten Respekt vor dem Meer und lassen es, wenn überhaupt, nur in Würde enden. Mare-Reporter Florian Bänsch hat sich in der Welt der Science-Fiction-Geschichten umgeschaut auf der Suche nach dem Ende aller Meere. Dabei kam heraus, dass Sternfahrer auch nur Seefahrer sind, und dass sogar die Nasa nur eins im Kopf hat: Wasser.

Das Ende der Meere [4:23 Minuten]

Käpt'n Cooks Kombüse: Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte und Tipps aus seiner kulinarischen Seekiste.

Mare Rezept [Quelle: Überseemuseum Bremen]

Käpt'n Cooks Kombüse: Steinsuppe [PDF, 36 Kb]

Mare Rätsel September 2020

Mare Rätsel [Quelle: Radio Bremen, Walter Weber]

Die Ur-Nordsee ist viele Millionen Jahre alt, mal hatte sie eine größere Ausdehnung, mal war sie kleiner. Wie alt ist die Nordsee in ihrer heutigen Form, mit den heutigen Umrissen, so wie wir sie kennen? 
Die Lösung geht an folgende E-Mail-Adresse: mare-radio@radiobremen.de

Auflösung Mare Rätsel August 2020:
Die Frage lautete: In welchem Jahr wurde erstmals ein Stadtplan von Entenhausen veröffentlicht? Die richtige Antwort: 2008.

Diese Sendung im Programm: Bremen Zwei, 12. September 2020, 18:05 Uhr

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