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Bremen Zwei Sendungen Klassikwelt

Klassikwelt

Tage der Alten Musik

20. Oktober 2019, 19:05 Uhr

Die Klassikwelt ist ganz der Zeit des Barock gewidmet: Wir werfen einen Blick auf das bevorstehende Festival Musicadia und sprechen mit der Geigerin Veronika Skuplik. Weitere Themen: das barocke Musiktheater in Europa, die Barocktänzerin Anastasia Zolotukhina und der Komponist Eres Holz.

Veronika Skuplik  [Quelle: soundandpicturedesign]
Veronika Skuplik [Quelle: soundandpicturedesign]

1. Stunde
Die Violine im Wandel der Zeiten

Die Tage der Alten Musik im Sendesaal Bremen werden am 31. Oktober eröffnet. Die Musicadia beginnt mit einem Auftritt der Geigerin Midori Seiler. Im zweiten Konzert tritt neben der Altistin Wiebke Lehmkuhl auch die Geigerin Veronika Skuplik als Solistin auf. Mit ihr unterhält sich Wolfgang Stapelfeldt über ihre beiden Konzerte beim Festival und die Rolle der Violine im Barock.

Die Violine im Wandel der Zeiten [27:41 Minuten]

2. Stunde
Das barocke Musiktheater in Europa

Die ersten Opern der Musikgeschichte waren eine Sache für Fürsten und Könige. Die hatten das Geld und konnten sich eine Hofkapelle leisten. Auch in Deutschland fanden die ersten Opern an Königs- und Fürstenhöfen statt. So weiß man von einer Aufführung 1627 in Dresden, wo eine Oper auf den Dafne-Mythos von Heinrich Schütz gegeben wurde, anlässlich einer Hochzeit. Bis in Deutschland auch Bürger in den Genuss von Opernvorstellungen kamen, dauerte es bis 1678. In der Hansestadt Hamburg entstand ein Opernhaus, das von einer breiten Bevölkerungsschicht besucht werden konnte. Sogar Tagelöhner konnten sich Galerieplätze leisten. Elisabeth Richter portraitiert die Hamburger Gänsemarkt-Oper.

Die Hamburger Oper am Gänsemarkt [5:45 Minuten]

Anastasia Zolotukhina in einem Barockkostüm [Quelle: Anastasia Zolotukhina, Dmitry Nikitin]
Anastasia Zolotukhina zeigt eine Figur aus dem Barocktanz. [Quelle: Anastasia Zolotukhina, Dmitry Nikitin]

Anastasia Zolotukhina, Barocktänzerin

Das französische Musiktheater des Barock ist ohne den Tanz kaum vorstellbar. Immerhin hat es sich seine Majestät Ludwig der Vierzehnte nicht nehmen lassen, selbst in Paris und später im Schloss von Versailles das Tanzbein zu schwingen. Wobei das mit dem Tanzbein schwingen viel zu salopp ausgedrückt ist – der barocke Tanz folgt seinen eigenen Regeln. Anastasia Zolotukhina lebt in Moskau und ist studierte Alt-Philologin, lebt aber auch in der Tradition der alten Scholaren und ist selbst eng mit dem Barocktanz verbunden. Sie ist Mitglied der Moskauer Barocktanzgruppe "Entrée" und hat im April dieses Jahres an der Hochschule für Künste Bremen einen Meisterkurs in barocker Gestik gegeben. Mit ihr hat Wolfgang Stapelfeldt über die Besonderheiten des Barocktanzes gesprochen.

Anastasia Zolotukhina, Barocktänzerin [21:44 Minuten]

Der Komponist Eres Holz. [Quelle: DPA, Britta Pedersen]
Eres Holz [Quelle: DPA, Britta Pedersen]

3. Stunde
Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts

Stilmerkmale Alter Musik inspirieren den in Berlin lebenden Eres Holz beim Komponieren zeitgenössischer Werke. Die Epoche der Renaissance erachtet Holz aus heutiger Perspektive als besonders fortschrittlich. In den Werken des Komponisten finden sich Einflüsse aus Chorälen und Madrigalen, die er früher selbst im Chor gesungen hat. Martina Brandorff stellt ihn vor.

Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts: Eres Holz [6:25 Minuten]

Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 20. Oktober 2019, 19.05 Uhr

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