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Bremen Zwei Sendungen Klassikwelt

Klassikwelt

Winter

13. Januar 2019, 19:05 Uhr

In unserem Magazin Klassikwelt entführen wir Sie musikalisch in die Winterwelt. Werke unter anderem von Claude Debussy, Frederick Delius, Toivo Kuula und Franz Liszt sind zu hören und stellen die vierte Jahreszeit in ihren unterschiedlichen Facetten dar.

Winterliche Landschaft mit einem roten Holzhaus [Quelle: Wolfgang Stapelfeldt]
Winterimpression aus Lappland [Quelle: Wolfgang Stapelfeldt]

Viele Komponisten haben sich mit dem Winter in ihren Werken auseinander gesetzt. Während Claude Debussy die Schneeflocken tanzen lässt und auf die Schönheit hinweist, so sehen andere nur die Härte und Kälte der Jahreszeit. Doch davon später mehr. Der Finne Toivo Kuula malt mit seinem Lied "Eisblumen" ans Fenster, und Frederick Delius macht einen Schlittenfahrt durch die Landschaft. Joseph Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten" wurden 1801 in Wien uraufgeführt, aber nicht so bekannt wie die "Schöpfung".

Joseph Haydn: Winter

Winterliche Seenlandschaft [Quelle: Wolfgang Stapelfeldt]
Winter im hohen Norden [Quelle: Wolfgang Stapelfeldt]

Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ entstand 1798/99 unmittelbar nach dem großen Erfolg der „Schöpfung“ und wurde am 24. April 1801 in Wien uraufgeführt. Auch hier war der Diplomat und Musikförderer Gottfried van Swieten der Librettist, auch hier bezog sich dieser auf ein englisches Versepos: "The Seasons" von James Thomson (1700-1748), das in ganz Europa bekannt war. Van Swieten wählte aus dem über 4000 Verse langen Poem Motive und Szenen aus. Drei Personen: Simon, ein Pächter, Hanne, seine Tochter, und Lukas ein junger Bauer sind die Gesangssolisten, zu denen ein Chor kommt.

Elisabeth Richter hat sich aus Haydns "Jahreszeiten" den Winter herausgesucht und stellt dieses Werk in ihrem Beitrag näher vor.

Joseph Haydn: Die Jahreszeiten [6:04 Minuten]

Die Schattenseiten

In unserer nächsten Stunde stellen wir die Schattenseiten des Winters vor. Die Entbehrungen und Nöte, denen Menschen ausgesetzt sind, lassen sie nur selten ihr Glück finden. Das bekannteste Beispiel ist Giacomo Puccinis Werk "La Bohème". Die Kälte, unter der die armen Einwohner der Pariser Mansarde leben, ist der Schlüssel zum unglücklichen Verlauf der Geschichte. Franz Schuberts "Winterreise" ist ein Aufschrei der Seele auf der Suche nach Frieden.

In Ländern, in denen der Winter am Stärksten zu spüren ist, sind viele Lieder über ihn entstanden. Gedichte von Lyrikern wie Tomas Tranströmer und Robert Graves wurden vertont. Oftmals schildern sie den Umgang der Menschen miteinander und die Auswirkungen daraus.

Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 13. Januar 2019, 19:05 Uhr.

playlist:

13. Januar 2019, 19:05 -22.00 Uhr, Klassikwelt [PDF, 19 Kb]
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