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Klassikwelt

Chorzeit: Rhythmus und Russland

16. Juni 2019, 19:05 Uhr

In unserem Magazin Klassikwelt geht es unter anderem um Themen aus dem aktuellen Heft "Chorzeit", das sich mit Rhythmus und Russland auseinandergesetzt hat. Außerdem: Ein Beitrag über den japanischen Komponisten Adachi Tomomi, der einen besonderen Ansatz beim Komponieren von Chormusik verfolgt.

Cover: Chorzeit - Vokalmagazin, Deutscher Chorverband [Quelle: Deutscher Chorverband]
Chorzeit – Vokalmagazin, Deutscher Chorverband [Quelle: Deutscher Chorverband]

Beim Singen geht es nicht nur um die Melodie, sondern auch um den richtigen Rhythmus. Was ist Rhythmus? Wo begegnet man ihm? In der Kunst kann man durch beabsichtigte Störung des Rhythmus interessante Spannungen erzeugen. Rhythmische Chorarbeit bedeutet Arbeit mit dem eigenen Körper und Auseinandersetzung und Beschäftigung mit anderen Musikstilen. Ein besonderer Blick wird da auf Musikkulturen mit mit starker rhythmischer Ausprägung gerichtet.

Schon vor einigen Jahrhunderten gab es eine Zeit, in der Chormusik auf einem sehr komplexen Hintergrund entstand. In Frankreich breitete sich im Spätmittelalter die Musik der "ars subtilior" aus – "subtil" weißt in diesem Falle darauf hin, dass es sich um eine rhythmisch sehr anspruchsvolle Musik handelt.

Weg vom harmonischen Chorgesang

Tomomi Adachi, Performer und Soundpoet [Quelle: Imago, Rolf Zöllner]
Tomomi Adachi, Performer und Soundpoet [Quelle: Imago, Rolf Zöllner]

Jemand, der sich ganz besonders mit experimenteller Chormusik auseinandersetzt, ist der Komponist Tomomi Adachi, der in Berlin und Tokio lebt und arbeitet. Er konzentriert sich nicht auf harmonischen Chorgesang sondern fokussiert sich mehr auf den Rhytmus-Aspekt. Martina Brandorff beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem ungewöhnlichen Klang seiner Musik, der sich von herkömmlich klingenden Chören deutlich unterscheidet.

Tomomi Adachi, japanischer Komponist [6:02 Minuten]

Neukompositionen

Die russiche Chormusik war in hohem Maße sakral geprägt und wurde – auch deswegen – durch die Oktoberrevolution quasi ausgeschaltet. Erst seit ein paar Jahrzehnten ändert sich die Lage wieder. Seit dem Ende der Sowjetunion kehren die wunderschön klingenden russisch-orthodoxen Kirchengesänge zurück. Und das führt ebenso zu neuen Kompositionen liturgischer Gesänge.

Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 16. Juni 2019, 19:05 Uhr

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