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Claude Debussy

Hommage an den französischen Komponisten

25. März 2018, 19:05 Uhr

Vor 100 Jahren verstarb der Komponist in Paris. Er war einer der größten musikalischen Söhne Frankreichs und hat dem Verlauf der Musikgeschichte zahlreiche wichtige Impulse gegeben. Der Bedeutung von Claude Debussy in der heutigen Zeit ist Martina Brandorff einmal nachgegangen.

Zeitgenössische Aufnahme des französischen Komponisten Claude Debussy [Quelle: DPA, Belga]
Zeitgenössische Aufnahme des französischen Komponisten Claude Debussy [Quelle: DPA, Belga]

Zwischen Romantik und Moderne

Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und besuchte nie eine Schule. Die Grundlagen der Bildung brachte ihm seine Mutter bei. Durch die Förderung einer reichen Mäzenin besuchte er das Pariser Konservatorium. Doch die traditionelle Musikwelt und der junge rebellische Künstler hatten es nicht leicht miteinander. Mit 21 Jahren gewann Claude Debussy den Prix de Rome, eine der höchsten Auszeichnungen zur damaligen Zeit. Er bekam ein vierjähriges Stipendium für den Besuch der "Académie des Beaux-Arts" in der Villa Medici. Den Aufenthalt brach er 1887 vorzeitg ab. Ein Jahr zuvor hatte er die Bekanntschaft mit Franz Liszt und Giuseppe Verdi gemacht.

Während der Weltausstellung im Jahr 1889 wurde er mit der Kultur Ostasiens konfrontiert und entwickelte eine große Begeisterung für die Gamelan-Musik. Sie beeinflusste ihn nachhaltig und legte den Grundstein für etwas gänzlich Neues in der Musik. Verehrte Debussy anfangs Richard Wagner sehr, so änderte es sich im Laufe der Zeit. Einige Jahre nach dem Tod von Wagner kam für Debussy der Durchbruch mit dem Werk "Prélude à l'après-midi d'un faune". Er hatte es nach einem Gedicht von Stéphane Mallarmé komponiert, die Uraufführung fand 1894 in Paris statt. Neben seinen berühmten Klavierwerken schrieb er unter anderem die Oper "Pelléas und Mélisande", die im Mittelalter spielt.

Nachwirkungen und Einfluss

Claude Debussy lernte 1901 Igor Strawinsky kennen und traf sich regelmäßig mit ihm zum Austausch über Komposition und Technik. Welche Bedeutung hat der französische Künstler in der heutigen Zeit? Martina Brandorff ist einmal auf Spurensuche gegangen und hat sich darüber mit heutigen Komponisten unterhalten.

Claude Debussy [5:53 Minuten]

Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Sendung am 25. März 2018, 19.05 Uhr

playlist:

25. März 2018, 19:05 - 22 Uhr, Klassikwelt [PDF, 19 Kb]
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