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Hörspiel

Deutschland. Ein Wintermärchen

von Heinrich Heine; Mitschnitt einer öffentlichen Lesung in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel

3. Juni 2018, 18:05 Uhr

Vom 31. Mai bis 4. Juni findet die 19. Ausgabe des internationalen Bremer Literaturfestivals "Poetry on the road" statt. Für das Hörspiel ein willkommener Anlass, eines der bekanntesten lyrischen Werke von Heinrich Heine erneut zu senden.

Heinrich Heine [Quelle: Radio Bremen]
Heinrich Heine zur Zeit seiner Deutschlandreisen, 1843/44

Im Mai 1832 nimmt Heine auf der Flucht vor der preußischen Zensur seinen dauernden Wohnsitz in Paris, wo er als Korrespondent der Allgemeinen Zeitung und verschiedener französischer Journale seinen Lebensunterhalt verdient. Im November 1843, also 11 Jahre später, betritt er erstmals wieder deutschen Boden und reist zu seinem Verleger Cotta nach Hamburg. 1844 erscheint in dem Band "Neue Gedichte" der poetische Niederschlag dieser Reise: "Deutschland. Ein Wintermärchen".

Beginnend mit dem Grenzübertritt bei Aachen beschreibt der Gedichtzyklus die winterliche Reise durch das Rheinland, Westfalen, die anliegenden Grafschaften und Fürstentümer bis in die Freieund Hansestadt Hamburg. Ein poetisches Dokument der Sehnsucht, der Erinnerung, des Wiedererkennens, der Abscheu und der Rührung gegenüber dem so geliebten wie gefürchteten und verhassten Vaterland.

Auf der Gitarre musikalisch begleitet von Christopher Brandt trug Sebastian Hufschmidt das Poem – leicht gekürzt – am 15.02.1997 im Lesesaal der Herzog- August-Bibliothek vor. Hören Sie den Mitschnitt.

Hörprobe: Deutschland. Ein Wintermärchen [2:07 Minuten]

Sprecher: Sebastian Hufschmidt
Gitarre: Christopher Brandt
Regie: Daniela Staats
Produktion: Radio Bremen 1997
Länge: 53`

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