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Gehen

Nach der Erzählung von Thomas Bernhard

11. Februar 2019, 21:05 Uhr

Thomas Bernhard schrieb 1971 diese radikale Reflexion über das Leben, seine Widrigkeiten, seine Aussichtslosigkeit und seine Möglichkeiten.

Buchcover: "Gehen" [Quelle: Suhrkamp]
Thomas Bernhard: "Gehen", Suhrkamp 1971 [Quelle: Suhrkamp]

Auf regelmäßigen Spaziergängen berichtet Oehler, der früher mit Karrer ging, einem Dritten, warum Karrer verrückt geworden und nach Steinhof in die Anstalt hinaufgekommen ist. Für Karrer war das Gehen Anlass und Ausdruck seiner Denkbewegung. Karrer wollte sich klarwerden über die Beziehung des Denkens zu den Gegenständen, über das Verhältnis von Bewegung und Stillstand. Thomas Bernhard schrieb 1971 diese radikale Reflexion über das Leben, seine Widrigkeiten und seine Möglichkeiten.

Es ist ein ständiges zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Kopfes Denken und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Hirns Empfinden und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Charakters Hinundhergezogenwerden.

Hörprobe [2:05 Minuten]

Regie und Bearbeitung: Barbara Schäfer
Mitwirkender: Johannes Silberschneider
Produktion: RB 2011
Länge: 54`

Thomas Bernhard, geboren am 9. Februar 1931, gestorben am 12. Februar 1989 in Gmunden (Österreich). Zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, schrieb Gedichte, Dramen, Romane und Erzählungen (zumeist Monologe). Überzog in seinen Texten die österreichische Gesellschaft häufig mit Spott und Hohn. Seine Stücke und Werke wurden vielfach ausgezeichnet. Mehrere Schriften von ihm wurden als Hörspiel produziert. 2010 produzierte Radio Bremen seinen autobiographischen Text "Die Ursache" als Lesung.

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