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Hörspiel

Der Graswanderer

Von Rüdiger Kremer

4. August 2019, 18:05 Uhr

Das Hörspiel zeichnet die letzten Minuten des Lebens von Jan Potocki, dem polnischen Gelehrten und Dichter nach. Der Autor benutzt ironisch gebrochen die klassische Personenkonstellation Herr und Knecht, um einen Dialog zwischen zwei Männern entstehen zu lassen, deren Erfahrungen und Vorstellungen von der Welt grundverschieden sind.

Gemälde von Anton Graff aus dem Jahre 1785, welches Jan Potocki zeigt. [Quelle: Anton Graff]
Jan Potocki [Quelle: Anton Graff]

Nach einem Leben voller Widersprüche und Niederlagen, voller Hoffnungen und Enttäuschungen hat Jan Potocki resigniert. In die totale Isolation seiner Innenwelt geflüchtet, schreibt er einen großen phantastischen Roman – "Die Handschrift von Saragossa". Zur gleichen Zeit feilt er mit Ausdauer und Geduld an seiner silbernen Kugel, mit der er sich nach Vollendung des Romans den Tod geben will.

Das Hörspiel orientiert sich an biographischen Fakten Potockis, der von 1761 bis 1815 lebte, verfährt mit ihnen jedoch nach Gutdünken, um Verbindungen zu anderen Biographien herzustellen.

Mitwirkende: Klaus Schwarzkopf und Paul Hoffmann
Regie: Horst Loebe
Produktion: RB/hr/ORF 1980
Länge: 52`40

Rüdiger Kremer,  geboren am 24. Juli 1942 in Schwerte, gestorben 1999 in Bremen, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Publizistik in Wien und Münster. Er war Redakteur und langjähriger Leiter der Abteilung Hörspiel und Produktion von Radio Bremen sowie freier Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Rundfunkanstalten.

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