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Die Tagebücher Ferdinand Benekes (Teil 3)

Gelesen von Matthias Brandt

21. Mai 2018, 18:05 Uhr

Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb der Bremer Kaufmannssohn und Jurist Ferdinand Beneke auf, was er erlebte, dachte und fühlte – und das Tag für Tag. Hinterlassen hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von insgesamt 5.000 handschriftlichen Aufzeichnungen und weitere 7.000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte, Rechnungen, Zeichnungen.

Matthias Brandt [Quelle: DPA, Sebastian Gabsch / Geisler-Fotopress]
Gelesen von Matthias Brandt. [Quelle: DPA, Sebastian Gabsch / Geisler-Fotopress]

1774 war das Geburtsjahr des Bremer Kaufmannssohns Ferdinand Beneke. In Hamburg ließ er sich als Jurist nieder, angezogenen von dem gesellschaftlichen Klima der freien hanseatischen Stadtrepublik. Hier wurde er "ein nützlicher Bürger unter Hamburgs Volk", gründete eine Familie, bekleidete zahlreiche Ehrenämter und wichtige Funktionen in Politik und Gesellschaft. Er war ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen.

Hörprobe: Die Tagebücher Ferdinand Benekes (Teil 3): Das Jahr 1801 [2:54 Minuten]

Chronist seiner Zeit

Füllfederhalter und ein Zwicker liegen auf beschriebenen Papier [Quelle: Imago, imagebroker]
Ferdinand Beneke hat seine Zeit detailfreudig und originell dokumentiert. [Quelle: Imago, imagebroker]

Er dokumentierte nicht nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener Kongress etc.); seine gewissenhaften Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso detailfreudig wie originell die privaten Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts.

Das Jahr 1801

Im 3. Teil von "Die Geschichte meines Lebens. Die Tagebücher Ferdinand Benekes" hören wir von Ereignissen und Benekes wichtigsten Erlebnissen im Jahr 1801: Die Okkupation Hamburgs durch die Dänen und Benekes großer Reise durch halb Deutschland, die er mit seinem Freund Schuchmacher über mehrere Monate unternommen hatte. Stationen waren Wilhelmshöhe bei Cassel, Bokenheim, Mannheim, Mainz, eine Rheinfahrt bis Coblenz.

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher [Quelle: Wallstein Verlag]
Ferdinand Beneke: Die Tagebücher [Quelle: Wallstein Verlag]

Die ersten 11 der auf 20 Bände angelegten Lebensgeschichte Ferdinand Benekes wurden im Wallstein-Verlag bisher herausgegeben. Außerdem im Hoffmann und Campe Verlag: "Das Beneke Projekt – Eine Collage für und mit Jan Philipp Reemtsma – 3 Hörspiele mit Matthias Brandt" .

Hörspiel: Die Tagebücher Ferdinand Benekes (Teil 3): Das Jahr 1801 [1:11:51 Stunden]

Mitwirkende:

  • Matthias Brandt
  • Lisa Hrdina

Bearbeitung und Regie: Charlotte Drews-Bernstein
Produktion: Radio Bremen 2017
Länge: 71`50

Charlotte Drews-Bernstein, lebt und arbeitet in Hamburg als Drehbuchautorin, Rundfunkautorin und Regisseurin. Nach einer Lehrtätigkeit am Goethe- Institut in Teheran und nebenberuflicher Hörfunkkorrespondenz für den NDR/SFB machte sie 1963 eine Ausbildung zur Radio-Autorin, im Anschluss arbeitete sie in mehreren Redaktionen des NDR. Sie ist Autorin zahlreicher Hörspielbearbeitungen für die deutschsprachigen Programme der Skandinavischen Rundfunkanstalten, Feature-Autorin und Drehbuchautorin.

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