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Alles Tatami

von Christine Wunnicke

3. Februar 2020, 21:05 Uhr

Es gibt nichts Schöneres als den Mittagsschlaf, besonders zu zweit, in einer neu gestylten, fast fertigen Wohnung. Doch wenn die Augen zufallen, wird es tagtraum-gefährlich.

Ein Laptop steht auf einem Bett. [Quelle: DPA, PhotoAlto / Anne-Sophie Bost]

Die Wohnung mutiert zum Wohnalbtraum: Wurfkissen, Fluff-Deko, Feng Shui, scheußlich gelbe Glühbirnen, ein Bett, das unter den Schläfern verrutscht, und die vernichtende Peinlichkeit der menschlichen Existenz. Da muss man sich zanken und elektronenmikroskopische Aufnahmen von Hausstaubmilben googeln. Und dauernd raunen die Geister, ASMR-Geräusche, die zum Besuch angekündigte Mutti, der ewig singende Freddy Mercury ... 

Eine Überforderungsrhapsodie, ein Stück mit Unwuchten, wie eine acht im Fahrrad. In jedem Fall das heiß ersehnte Sequel mit den beiden Wunnicke Traumschläfern aus "Alles Rumi", das 2018 im Rahmen der ARD Hörspieltage mit dem Preis für die beste schauspielerische Leistung ausgezeichnet wurde.

Hörprobe [2:12 Minuten] Das Hörspiel zum Nachhören [51:08 Minuten] ARD Audiothek

Mitwirkende:

  • Sebastian Blomberg
  • Aljoscha Stadelmann
  • Ursula Cantieni
  • Joachim Bliese
  • Matthias Leja
  • Sandra Pasic

Regie: Ulrich Lampen
Produktion: RB 2020

Christine Wunnicke, geboren 1966, lebt in München. Sie schreibt Hörspiele, Rundfunkfeatures, biografische Literatur und Romane. 2002 erhielt sie für ihre Biografie des Kastratensängers Filippo Balatri, "Die Nachtigall des Zaren", den Bayerischen Staatsförderungspreis für Literatur. Für den Roman "Serenity" bekam sie 2008 den Tukan-Preis, für "Der Fuchs und Dr. Shimamura" 2016 den Franz-Hessel-Preis. Zuletzt erschien der Roman "Katie".

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