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Gesprächszeit

Sven Stricker

Krimiautor und Hörspielregisseur

25. September 2018, 13:05 Uhr

"Sörensen fängt Feuer" – so heißt der neue Krimi von Sven Stricker, in dem sein Kriminalhauptkommissar wieder in einen grausigen Mord gerät. Für seinen ersten Sörensen-Roman war Stricker, dem Hörspiel- und Krimifans auch jede Menge "ARD Radio Tatorte" verdanken, 2017 für den Glauser-Preis nominiert.

Sven Stricker [Quelle: Sven Stricker, Kim Indra Oehne]
Sven Stricker [Quelle: Sven Stricker, Kim Indra Oehne]

In einer Stunde "Gesprächszeit" mit Sven Stricker geht es von Schleswig-Holstein an den Bodensee über Hamburg nach Berlin. Doch das Gespräch mit dem 48-Jährigen dreht sich nicht nur um einprägsame Landschaften, sondern vor allem um die Menschen dort. Auf Bremen Zwei erzählt der heutige Potsdamer, warum seine Geburtsstadt Tönning in Nordfriesland noch heute eine so wichtige Rolle für ihn spielt, obwohl er bereits als Sechsjähriger nach Mülheim umgezogen ist.

Ich bin als Erwachsener dann erstmals wieder dahin gefahren und habe gleich Heimatgefühle entwickelt. Mit dem witzigen Aspekt, dass alles, was vorher riesig für mich schien als Kind, plötzlich doch sehr klein und überschaubar und winzig für mich wirkte. Aber das zieht mich immer noch an. Diese Reizminderung, das Klima und die Leute dort – das ist schon meine Heimat!

Abwechslung als Hörspielregisseur

Als junger Student probierte er sich in einigen Fächern aus, dann aber landete Sven Stricker mit Ende 20 beim Ravensburger Verlag und begann Kinderhörspiele zu produzieren. Heute kann er auf eine beeindruckende Bandbreite von Hörspielen aus verschiedensten Genres zurückblicken: "Herr Lehmann", "Wallander-Krimis", "ARD Radio Tatorte" oder "Oliver Twist" hat Stricker vertont. In der Bremen Zwei "Gesprächszeit" erzählt Sven Stricker, warum er sich bei seiner Arbeit am Regiepult in den bekannten Schauspieler Bjarne Mädel "arbeitsverliebt" hat und ihm dann einen Kriminalkommissar auf den Leib geschrieben hat.

Buchcover: Sörensen fängt Feuer [Quelle: Verlag Rororo]
"Sörensen fängt Feuer" heißt der neue Krimi von Sven Stricker, der am 25.9. erscheint. [Quelle: Verlag Rororo]

Schreiben gegen die Angststörung

Niemals würde Sven Stricker sagen, dass einer seiner Charaktere eine "Schraube locker" hat. Warum man aber vorsichtig sein muss, wenn Stricker neben einem im Café sitzt, darüber erfahren wir mehr in der "Gesprächszeit". Das ist genauso Thema wie die Angststörung des Ermittlers Sörensen. Stricker hat selbst jahrelang unter einer Angststörung gelitten und den Krimi dazu genutzt, diese Krankheit zum Gesprächsthema zu machen.

Sowohl bei Lesungen als auch schriftlich habe ich schon oft zu hören bekommen, dass es das erste Mal ist, dass die Leute über ihre eigene Erkrankung auch ein bisschen lachen konnten und dadurch Abstand gewinnen konnten. Und dass auch diese Art der Beschreibung und die Hoffnung, die damit verknüpft ist, wieder daraus herauszutreten – dass ihnen das wieder Mut gemacht hat. Und dafür allein hat sich das Schreiben sehr gelohnt!

Das Gespräch zum Anhören:
"Ich möchte mich nicht festnageln lassen!" – Krimi-Autor Sven Stricker [35:55 Minuten]

Moderation: Anja Goerz

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 25. September 2018, 18:05 Uhr

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