Livestream

Bremen Zwei Sendungen Gesprächszeit

Gesprächszeit

Regina Feindt

"Country Director" der Welthungerhilfe in Simbabwe

6. Mai 2020, 18:05 Uhr

Simbabwe ist für die Bremerin Regina Feindt zu einem zweiten Zuhause geworden. Seit fünf Jahren lebt sie dort und koordiniert für die Welthungerhilfe landwirtschaftliche Projekte und Schulungen in modernen Anbaumethoden. Doch auch sie musste das Land inzwischen verlassen. Corona-bedingt versucht sie nun aus Bremen ihre herausfordernde Arbeit zu steuern.

Regina Feindt und ihre Kollegen auf einem Süßkartoffel-Acker [Quelle: Welthungerhilfe/Regina Feindt]
Auf einem Süßkartoffel-Acker bespricht sich Regina Feindt mit ihren Kollegen [Quelle: Welthungerhilfe/Regina Feindt]

Das Gespräch zum Anhören:
Entwicklungshelferin Regina Feindt [39:41 Minuten]

Für den 18. April war eigentlich eine große Feier geplant. Mit einem Massenspektakel in Simbabwes Hauptstadt Harare sollte der 40. Jahrestag der Unabhängigkeit begangen werden. 1980 hatte sich die einstige Kolonie Rhodesien nämlich von der britischen Besatzungsmacht befreien können – Robert Mugabe übernahm die Macht. Auf Grund der Corona-Pandemie fielen die Feierlichkeiten natürlich aus.

Eigentlich ist sie nur an Weihnachten zuhause

Der Ausbruch der Infektionswelle im März war auch für die Bremerin Regina Feindt der Grund, aus Harare abzureisen. Seit fast fünf Jahren arbeitet sie hier für die konfessionell und politisch unabhängige Organisation "Welthungerhilfe" in Simbabwe. Auf Heimatbesuch nach Bremen kommt sie schon seit vielen Jahren eigentlich nur zu Weihnachten. Aber: Die derzeitige Situation bedeutet für sie, die Projekte von hier aus koordinieren zu müssen.

Simbabwe leidet unter Dürreperioden

Und die Menschen in Simbabwe sind dringend auf Hilfe angewiesen. Der damalige Befreier Robert Mugabe hat das Land bis zu seiner Absetzung im November 2017 heruntergewirtschaftet. Zusätzlich haben die extremen Dürreperioden der letzten Zeit die Ernten vernichtet. Hunger und Armut sind weit verbreitet – und die Hoffnungen auf die neue Regierung mittlerweile erloschen.

Wie Regina Feindt den politischen Umbruch erlebt hat, wie sie mit ihrem Team vor Ort Hilfe leisten kann, was die Corona-Krise für das Land bedeutet, das erzählt sie in der Gesprächszeit. Und warum die Norddeutsche Simbabwe mittlerweile als ihr Zuhause empfindet, was das Land trotz der großen Probleme lebenswert für sie macht, auch das werden wir von ihr erfahren. Außerdem wird es um die Erlebnisse gehen, die Regina Feindt in den vergangenen Jahren schon in Afghanistan, Nord-Korea, Myanmar und Nepal gesammelt hat.

Moderation: Katrin Krämer

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 6. Mai 2020, 18:05 Uhr

Mehr interessante Gespräche:

Bettina Lüscher vom World Food Progamme Tankred Stöbe, Notfallmediziner im Vorstand von "Ärzte ohne Grenzen"
Gesprächszeit
Mehr zur Sendereihe "Gesprächszeit"