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Giovanni di Lorenzo

3nach9-Moderator

19. Dezember 2019, 18:05 Uhr

3nach9 ist die dienstälteste Talkshow im deutschen Fernsehen – Im November vor 45 Jahren ging sie zum ersten Mal auf Sendung. Vor 30 Jahren kam dann ein junger Moderator aus München dazu. Beim Bayerischen Rundfunk hatte Giovanni di Lorenzo die Jugendsendung "Live aus dem Alabama" aufgemischt – und galt hier als "staatsgefährdend".

Giovanni di Lorenzo [Quelle: Radio Bremen]
Seit 45 Jahren gibt es 3nach9 – seit 30 Jahren mit Giovanni di Lorenzo [Quelle: Radio Bremen]

Das Gespräch zum Anhören:
"Warum soll mir einer was erzählen, wenn ich nichts von mir verrate?“ – Giovanni di Lorenzo [37:55 Minuten]

Am 19.11.1974 saßen die Moderatoren Marianne Koch, Wolfgang Menge und Gert von Paczensky erstmals im Studio 3 von Radio Bremen, um ihre Gäste in einer neuen Talkshow zu befragen. Chefredakteur Klaus Rainer Röhl war da, der Friseur Willi Münche, der Politikern die Haare machte, der Maler Paul Mathias Padua, die Eiskunstläuferin Trixi Schuba und Gastrokritiker Wolfram Siebeck.

Ich versuche immer darauf zu vertrauen, dass es möglich ist, einen kleinen, magischen Moment zu erzeugen, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer sagen: "Da höre ich jetzt zu!"

Charmant, offen, schlagfertig

1989 – die Moderatoren haben längst gewechselt und die Rauchschwaden, die in den Anfangsjahren das Studio vernebelten, waren abgezogen – kam ein junger Moderator aus München dazu. Beim Bayerischen Rundfunk hatte der die Jugendsendung "Live aus dem Alabama" aufgemischt.

Und: er blieb. Seit Mai 1989 kommt Giovanni di Lorenzo in Bremen mit prominenten Menschen ins Gespräch und hat mit seiner klugen Fragemethode schon den Begriff der "di Lorenzo-Strategie" geschaffen. Charmant, offen, schlagfertig und bestens vorbereitet entlockt er den illustren Runden immer Neues, Geheimes und Lustiges.

Ich hab nach den ersten 15 Jahren gemerkt, dass es gut ist, dass man sich im Gespräch so verhält wie man sich in anderen Gesprächen jenseits eines Fernsehstudios verhalten sollte: Nämlich, dass man Augenhöhe herstellt. Und auch von sich was preisgibt. Warum soll mir der andere was erzählen, wenn ich nichts von mir verrate?

Für Radio Bremen zu spießig?

In der "Gesprächszeit" erzählt Giovanni di Lorenzo, wie er nach seinen 30 Jahren seine Moderatoren-Rolle empfindet. Er offenbart, dass er bei Radio Bremen als spießig galt und gar nicht mit offenen Armen empfangen wurde, und er nimmt uns mit hinter die Kulissen einer 3nach9-Sendung. Außerdem erfahren wir, wie sein beruflicher Werdegang verlief und gewährt uns Einblicke in die italienische Großfamilie seiner Kindheit.

Moderation: Katrin Krämer

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. Dezember 2019, 18:05 Uhr

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