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Gesprächszeit

Danny Wilms

Wirtschaftsingenieurstudent aus Wilhelmshaven

11. Oktober 2019, 18:05 Uhr

Danny Wilms ist 22 Jahre alt, vor rund einem Jahr von Oldenburg nach Wilhelmshaven gezogen und war mit seinem Smartphone in der Fußgängerzone unterwegs, um Pokemon-Go zu spielen. Dabei ist er über Bremen Zwei Gesprächszeit-Moderator Mario Neumann gestolpert. Der stand dort mit seinem Schild und wollte "Eine Stunde reden“. Danny Wilms hat mitgemacht.

Danny Wilms  [Quelle: Radio Bremen, Mario Neumann]
Danny Wilms [Quelle: Radio Bremen, Mario Neumann]

Das Gespräch zum Anhören:
"Vor Veränderungen schrecke ich nicht zurück" – Danny Wilms aus Bremerhaven [37:51 Minuten]

Danny Wilms traf auf das Schild "Eine Stunde reden?" und hatte spontan Lust und Zeit dazu. Also haben sich Moderator Mario Neumann und er im Nebenraum einer Gastwirtschaft zusammengesetzt, um mit Hilfe eines dort installierten, mobilen Studios eine Gesprächszeit aufzunehmen.

Da ich gerade Semesterferien und Zeit habe, habe ich gedacht: 'Sieht irgendwie interessant aus' und dachte: 'Mal fragen, was die da machen.'

Zweier-WG statt Wohnheim

Weil für ihn ein Zimmer im Studentenwohnheim zu wenig Privatsphäre bietet, lebt er mit einer Bekannten in einer Wohngemeinschaft. Danny kommt mit wenig Schlaf aus, ist ein Frühaufsteher und lässt sich gerne Zeit im Bad. Bei gutem Wetter ist er am Meer, Urlaub aber macht er lieber in den Bergen. Bevor Danny anfing zu studieren, war er Schulbegleiter eines Schülers im Rollstuhl.

Ich hab noch mal die 9. Klasse nach dem Abitur mitgemacht. Ich habe sogar ein, zwei Arbeiten mitgeschrieben.

Ein Holländer mit Käsevorlieben

Danny war sechs Jahre alt, als er mit seiner deutschen Mutter aus Holland nach Oldenburg kam. Über seinen Vater weiß er kaum etwas, das stört ihn aber aktuell nicht. In Holland war er schon als Vierjähriger in der Schule und war dort sehr zufrieden. Die deutsche Schule in Oldenburg war dann schon eine Umstellung.

Das Erste was mich verunsichert hat, war der Austausch zwischen Jungs und Mädchen. Ich bin so aufgewachsen, dass es überhaupt keine Rolle spielt, welches Geschlecht man hat. In der Grundschule, wo ich war, hat das irgendwie eine Rolle gespielt. Auf der rechten Seite saßen links die Jungs, rechts die Mädchen. Ich hab mich irgendwie instinktiv auf die rechte Seite gesetzt, weil ich das so kannte.

Bis heute ist ihm ein leichter holländischer Akzent anzuhören. Das mag er grundsätzlich, versteht die Sprache auch, ist aber nicht mehr in der Lage, Holländisch zu sprechen. Er isst gern Käse, ganz bescheiden: Gouda jung und Brie. 

"Vor Veränderungen schrecke ich nicht zurück"

Mit dem Studium läuft es gut, wie es danach weitergeht ist noch offen. Danny Wilms hat große Lust, etwas Neues zu erfinden und sieht Möglichkeiten dafür direkt in Wilhelmshaven. Beispielsweise bei der Bundeswehr oder bei einem der vielen Schifffahrtsunternehmen, die Offshore aktiv sind. Aber auch in irgendeinem anderen Wirtschaftsunternehmen kann er sich seine Zukunft vorstellen. Privat ist er beim Deutschen Roten Kreuz aktiv, leitet eine Jugendgruppe und mag einfach den Kontakt mit Menschen. Auf die Frage, was die Geschichte seines Lebens ist, antwortet der Student:

Dass ich auf jeden Fall nicht festgefahren bin. Ich habe viele Veränderungen durchgemacht, schrecke davor aber auch nicht zurück. Dass ich keine Angst vor Neuem habe und auch gerne mal wieder was Neues ausprobiere.

Moderation: Mario Neumann

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 11. Oktober 2019, 18:05 Uhr

Mehr Überraschungsgäste in der Gesprächszeit:

Christa Drews, Seniorin aus Bremerhaven Tobias Apel, Realschullehrer aus Bramstedt Anke Metscher, Sozialpädagogin aus Bremen-Nord
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