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Cynthia Barcomi

Backbuch-Autorin und Unternehmerin

19. September 2019, 21:05 Uhr

Als Cynthia Barcomi Mitte der Neunziger Jahre in Berlin-Kreuzberg ihr erstes Café eröffnete, glich ihre Arbeit einer Choreographie: Sie machte alles selbst – mit großem Enthusiasmus und Optimismus, der sich ausgezahlt hat. Ihre Läden haben Kult-Status, sie ist erfolgreiche Backbuch-Autorin und Fernsehköchin.

Tom Grote und Cynthia Barcomi im Gespräch [Quelle: Radio Bremen]
Tom Grote und Cynthia Barcomi

Das Gespräch zum Anhören:
"Ich bin, wer ich bin und ich liebe Deutschland" – Cynthia Barcomi [45:06 Minuten]

Mit einem launigen Gespräch eröffnete Cynthia Barcomi am 31. August unsere Sommergast-Reihe im Theater Bremen. Und eins ist klar: Bremen-Zwei-Moderator Tom Grote hätte in der Backstube von Cynthia Barcomi keine guten Karten. Die US-Amerikanerin mit jüdischen und italienischen Wurzeln ist eine absolute Perfektionistin und wer sich nicht ans Rezept hält, mit dem könne sie nicht zusammenarbeiten, verriet sie uns.

Wie gelingt der beste Cheesecake?

Aber vielleicht würde Cynthia Barcomi bei Tom Grote eine Ausnahme machen, denn seinen selbstgemachten Käsekuchen lobte sie für seine "cremige Textur" und hatte auch prompt einen wichtigen Tipp für alle Käsekuchen-Fans:

Den Teig beim Rühren nicht so kräftig aufschlagen. Sonst kommt Luft hinein, die sich beim Backen aufbläst und den Teig beim Herausnehmen zusammenfallen lässt.

Cynthia Barcomis Käsekuchen-Tipp

"Ich bin, wer ich bin und ich liebe Deutschland."

Barcomis Lebensgeschichte ist außerordentlich spannend, geprägt von ungewöhnlicher Zielstrebigkeit und beneidenswertem Durchhaltevermögen. Dabei sei die Entscheidung, mit Anfang 20 nach Deutschland zu gehen, alles andere als durchdacht gewesen, gibt Barcomi zu. Damals war sie noch Tänzerin und großer Fan von Pina Bausch und sie brauchte "irgendwie einen Plan, einen Rahmen", und der bestand dann darin, nach Berlin zu ziehen.

Es war weder mutig, noch gut durchdacht.

Cynthia Barcomi über ihre Entscheidung, nach Berlin zu gehen

Inzwischen lebt Cynthia Barcomi länger in Deutschland als in den USA und hat sich hier ihren persönlichen American Dream erfüllt. "Ich fühle mich in Deutschland zu Hause" und auch das Jüdischsein sei für sie in Berlin kein Problem:

Ich bin, wer ich bin und ich liebe Deutschland.

"Scheitern ist Teil eines Lernprozesses"

Da sie auf dem Weg zur "Baking Queen" oft selbst kurz vorm Scheitern stand, nachdem Banken ihr als Nicht-Deutsche keinen Kredit gewähren wollten, ist Scheitern für sie kein Makel.

Es ist Teil eines Lernprozesses. Wenn man stolpert und denkt, man kann nicht mehr, muss man sich selbst wieder aufbauen. Und wenn man das schafft, ist man stärker als zuvor.

Moderation: Tom Grote

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. September 2019, 21:05 Uhr

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