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Rückkehr ins All

Die Stunde Null der deutschen Raumfahrt

31. August 2019, 18:05 Uhr

Das Feature "Rückkehr ins All" ist eine Zeitreise durch die Geschichte der deutschen Raumfahrt: mit zahlreichen historischen Originaltönen und aktuellen Interviews, unter anderem mit den früheren Astronauten Thomas Reiter, Ulf Merbold oder dem ESA-Generaldirektor Jan Wörner.

 [Quelle: ]

Eine Zeitreise durch die Geschichte der deutschen Raumfahrt: mit zahlreichen historischen Originaltönen und aktuellen Interviews.

Autor/-in: Peter Meier-Hüsing
Länge: 59:35 Minuten
Datum: Samstag, 20. Juli 2019
Sendereihe: Feature | Bremen Zwei

Noch Ende März 1945 schlagen deutsche V2-Raketen in London ein, wenige Wochen später ist Nazideutschland besiegt. Viele NS-Raketentechniker werden von den Amerikanern in der geheimen "Paperclip-Aktion" in die USA gebracht, um dort für die zivile Raumfahrt zu arbeiten.

In Deutschland: Tabula rasa – verbotene Forschung, zerstörte Infrastruktur und abgewanderte Wissenschaftler. Doch wenige Jahrzehnte später wird die Europäische Raumfahrtagentur ESA gegründet, Satelliten und Trägerraketen werden gebaut, deutsche Astronauten fliegen ins All und arbeiten auf der internationalen Raumstation. Was war geschehen?

Historisches Foto von einem Raketenstart. [Quelle: Hermann Oberth Museum, Karl Heinz Rohrwild]
Hespenbusch in der Wildeshauser Geest war ehemals Standort für kleine Versuchsraketen der Arbeitsgesellschaft DAFRA. [Quelle: Hermann Oberth Museum, Karl Heinz Rohrwild]

In der Heide und am Nordseestrand schießen bereits in den 1950er Jahren wieder Raketenenthusiasten ihre Projektile in den Himmel – mit einfachsten technischen Mitteln und jenseits der Legalität.

Ariane, Spacelab, Columbus und ISS

Die Franzosen fordern in den 1960ern den "autonomen Zugang zum Weltall" und animieren die erst widerstrebenden Deutschen zum Bau einer "Europa-Rakete". Die scheitert in den 1970er Jahren grandios, liefert aber trotzdem die Grundlage für das spätere so erfolgreiche Ariane-Programm, dem Transporter für Satelliten in den Orbit.

In den 1980er Jahren kommt die NASA auf Europa zu, das Weltraumlabor Spacelab entsteht und die ersten westdeutschen Astronauten fliegen damit ins All.

Das deutsche Forschungsmodul Columbus wurde ab den 1990er Jahren in Bremen entwickelt und zu einem wichtigen Element der Internationalen Raumstation. Heute, 50 Jahre nach der Mondlandung, träumt die Europäische Raumfahrtagentur ESA vom Bau eines Monddorfes, dem so genannten "Moon Village", im nächsten Jahrzehnt. 

  • Autor: Peter Meier-Hüsing
  • Zitator: Holger Postler
  • Sprecher: Peter Meier-Hüsing
  • Dialogregie: Holger Postler
  • Produktion und Technik: Eva Garthe und Adrian Eichmann
  • Regie: Peter Meier-Hüsing
  • Redaktion: Tobias Nagorny

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 31. August 2019, 18.00 Uhr

Wochenserie: 50 Jahre Mondlandung:
Das Feature als Podcast in der ARD Audiothek

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