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"Luchs des Jahres" 2016

"Super-Bruno" ist der Beste

12. Dezember 2016

Seit 30 Jahren schon suchen Radio Bremen und die Wochenzeitung "Zeit" zusammen nach den besten Kinder- und Jugendbüchern in deutscher Sprache und zeichnen jeden Monat eines mit dem "Luchs"-Preis aus. Jetzt steht der "Luchs des Jahres" fest: Gewonnen hat "Super-Bruno", ein Kinderbuch aus Norwegen.

Das Buch-Cover von "Super-Bruno". [Quelle: Hanser Verlag]
Håkon Øvreås: Super-Bruno, Hanser Verlag, 2016 [Quelle: Hanser Verlag]

Erzählt wird die Geschichte von dem kleinen Jungen Bruno, der hart einstecken muss und dann beschließt, ein mutiger Superheld zu werden. "Super-Bruno ist ein Held wider Willen", sagt Nordwestradio-Chef und Luchs-Kenner Karsten Binder. Bruno ist zehn Jahre alt und wohnt in einem kleinen Dorf in Norwegen. Er ist traurig, denn sein Opa ist gestorben. Eingestehen kann Bruno sich das aber nicht. Und die Erwachsen benehmen sich noch komischer als gewöhnlich.

Bruno hat's nicht leicht

Dann wird Bruno zu seiner Tante abgeschoben. Da riecht es muffig, es steht überall Nippes herum, und der Apfelmost wird aus verstaubten Flaschen getrunken. Und das Essen lässt auch zu wünschen übrig. Als ob das nicht schon schlimm genug ist, wird Bruno auch noch von drei Jungen aus dem Dorf gepiesackt.

"Sei immer du selbst, außer du kannst Superman sein – dann sei Superman". Genau diesen Spruch nimmt der Titelheld sich zu Herzen und schneidert sich kurzerhand aus einer alten braunen Sofadecke einen Umhang. Zwar wird Bruno dadurch nicht wirklich zum Superhelden, aber die Geschichte wird umso magischer.

Ein "Gesamtkunstwerk"

Der Autor Håkon Øvreås erzählt alles aus Brunos kindlicher Perspektive. Das lässt auch Erwachsene Kind sein, sagt Karsten Binder. "Beim Luchs wird das ganze Buch ausgezeichnet: Es ist toll aufgemacht und es ist ein toller Text." Das ist das Verdienst von Übersetzerin Angelika Kutsch und Illustrator Øyvind Torseter.

Der Luchs