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Latein-Monatsnachrichten

Lateinischer Monatsrückblick Juni 2016

Deutsche Fassung

30. Juni 2016

Großbritannien verlässt die Europäische Union

Die Briten haben sich in einem Referendum mit einer knappen Mehrheit dafür ausgesprochen, die Europäische Union zu verlassen. Nach dem Votum kündigte der britische Premierminister David Cameron, der für den Verbleib in der EU eingetreten war, für diesen Herbst seinen Rücktritt an. Die Austrittsverhandlungen, die sich über zwei Jahre und mehr hinziehen können, sollen in Kürze beginnen.

Die europäische und die englische Flagge [Quelle: Imago, Eastnews]

Merkel mächtigste Frau

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das sechste Mal in Folge zur mächtigsten Frau der Welt gekürt worden.  Sie habe die Krise der Europäischen Union und die Aufnahme von einer Million Flüchtlingen gemeistert. Auf Platz zwei landete Hillary Clinton, der gute Chancen eingeräumt werden, im November als erste Frau amerikanische Präsidentin zu werden.

Pilgerfahrt ohne Iraner

Wegen der Spannungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien können in diesem Jahr tausende iranische Gläubige nicht nach Mekka pilgern. Das sunnitische Saudi-Arabien verweigert Pilgern aus dem schiitischen Iran die Teilnahme. Die Teilnahme an der Wallfahrt zur heiligsten Stätte des Islam im saudischen Mekka ist Pflicht für jeden gläubigen Muslim.

Deutsche Soldaten ins Baltikum

Die Nato wird weitere 4.000 Soldaten in Polen und in den baltischen Staaten stationieren.  Auch Deutschland wird Truppen dafür bereitstellen. Die östlichen Mitgliedstaaten der Nato fühlen sich seit der russischen Annexion der Krim vor gut zwei Jahren von ihrem Nachbarn bedroht.

Klares Nein zum Grundeinkommen

Die Schweiz hat mit großer Mehrheit in einer Volksabstimmung gegen die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens votiert. Das Konzept sah vor, dass der Staat jedem Erwachsenen monatlich über 2.000 € zahlt. Regierung und Gewerkschaften hatten die Pläne als nicht finanzierbar abgelehnt.

Mehr Umzüge in den Osten

Erstmals seit der deutschen Wiedervereinigung sind mehr Menschen von West- nach Ostdeutschland gezogen als umgekehrt. Damit ist die anhaltende Abwanderung von den neuen in die alten Bundesländer gestoppt. Vor allem die Regionen um Berlin und andere größere Städte wie Leipzig und Dresden sind für Zuzügler aus Westdeutschland attraktiv.

Weltweite Trauer um Muhammad Ali

Muhammed Ali (1991) [Quelle: Imago, Unimedia Pictures]

Im Alter von 74 Jahren ist der ehemalige Boxweltmeister und Olympiasieger Muhammad Ali gestorben. Vom Internationalen Olympischen Komitee war er zum "Sportler des Jahrhunderts" gewählt worden. Der amerikanische Präsident Barack Obama schrieb in einem Nachruf auf den Champion: „Er war der Größte. Punkt“.

Spektakuläre Entdeckung in London

Im Fluss Walbrock, der in London in die Themse fließt, sind mehr als 400 römische Schreibtafeln entdeckt worden. In der Nähe des Fundortes war vor Jahren auch ein Mithras-Tempel gefunden worden. Die Wachstafeln enthalten den ersten Hinweis auf den Namen Londinium, den die Römer der 43 nach Christus eroberten Stadt gaben.

Notabilia: Gefahr auf See - Piraten in der Antike

Ab dem 1. Jahrtausend vor Christus entstanden rund um das Mittelmeer prächtige Städte und mächtige Zivilisationen. Der Handel mit Lebensmitteln und Luxusgütern blühte, von dem Kaufleute und Kapitäne profitierten. Gleichzeitig machten Seeräuber das Meer unsicher und überfielen von ihren Piratennestern auf Kreta und in Kilikien Handelsschiffe. An diese Zeit erinnert noch bis zum 3. Oktober eine Ausstellung in Kalkriese.

Mehr dazu unter:

Gefahr auf See Piraten in der Antike

Der lateinische Text:
Nuntii Latini mensis Iunii 2016

Die Nachrichten zum Anhören:
Nuntii Latini mensis lunii 2016 [5:44 Minuten]

Sprecher: Kurt Hille

Die nächsten Nuntii Latini erscheinen am 1.September. Wir wünschen allen Lateinfreunden schöne Sommertage.

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