Livestream

Bremen Zwei Rubriken Kino-Premieren

Kino-Tipp

Stan und Ollie

9. Mai 2019

Ein Film über das legendäre Komiker-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy, auch bekannt als "Dick und Doof". Der Film zeigt die letzten Jahre ihrer Karriere auf einer Tournee durch Großbritannien im Jahr 1953. Eine Filmkritik von Jürgen Francke.

Ein Film über das legendäre Komiker-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy, auch bekannt als Dick und Doof. Der Film zeigt die Endphase ihrer Karriere und folgt ihnen auf einer Tournee durch Großbritannien im Jahr 1953. Eine Filmkritik von Jürgen Francke.

Autor/-in: Jürgen Francke
Länge: 3:48 Minuten
Datum: Donnerstag, 9. Mai 2019
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Legendär

Zum ersten Mal arbeiteten die beiden 1921 zusammen. Von 1926 bis 1951, also 25 Jahre lang, drehten sie ungefähr 80 Kurzfilme und fast 30 Spielfilme. Das legendäre Komiker-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy – in Deutschland kurz: "Dick und Doof." Dick war der eine schon, nur doof, das war keiner von ihnen. Besonders Stan Laurel nicht, der für viele der Slapstick-Ideen und Sketche verantwortlich war. Der Film setzt zum Ende ihrer Karriere Anfang der 1950er Jahre an, als ihr Stern am Komiker-Himmel gesunken war und Oliver Hardy sich krank zurückzog.

Perfekt gespielt

Das Timing in den Sketchen von Laurel und Hardy war unerreicht, ihr sogenannter "slow burn", die verzögerte Reaktion, war ihr Markenzeichen. Es ist verblüffend, dass die beiden Hauptdarsteller in "Stan und Ollie", der Brite Steve Coogan und der US-Amerikaner John C. Reilly, ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich sehen. Und beide Schauspieler haben sich auch jede noch so kleine Geste, jeden Augenaufschlag oder typische Bewegung perfekt angeeignet. Als der Film einen Zeitsprung macht, in das Jahr 1953, das Komikerduo befindet sich auf einer Theater-Tour durch England, da gerät selbst das Einchecken im Hotel mit ihrem Gepäck zum Slapstick.

Die letzte Tournee

Dabei ist der Film keinesfalls eine Nummernrevue. "Stan und Ollie" beschäftigt sich mit der schwierigen Nachkriegssituation der beiden Hauptfiguren auf ihrer letzten, achtmonatigen Tournee durch britische Theater. Der Tonfilm hat längst den Stummfilm abgelöst, neue Comedians erobern die Leinwände, die beiden alternden Stars verlieren ihr Publikum. Das Verhältnis des spielsüchtigen Oliver Hardy, genannt  Babe, und Stan Laurel, dem eigentlichen Mastermind des Duos, es wird auf eine harte Probe gestellt. Die beiden machen sich gegenseitig Vorwürfe.

Enge Verbundenheit

Der Film schildert allerdings auch, dass die beiden, selbst nach dem Erscheinen ihrer recht schwierigen Ehefrauen auf der England-Tournee, noch immer ein symbiotisches Miteinander haben. Zu lang kennen sich die Freunde, zu eng war und ist ihr Zusammensein.

Fazit

Wir lernen eine Menge über zwei weltberühmte Künstler, die vom Kommerzbetrieb aufgefressen werden. Und sehen zwei großartige Darsteller, Coogan und Reilly, die überragend sind.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 9. Mai 2019, 14:40 Uhr

Kino-Premieren