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Kino-Tipp

Das Beste kommt noch

9. Juli 2020

Das französische Kino beherrscht traditionell die Spielart der übertriebenen Gegensätze, dialoglastig mit intelligentem Wortwitz, par excellence. Ein neues Beispiel dieser Komödienform kommt jetzt in die deutschen Kinos. Jürgen Francke stellt den Film des Regieduos Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière vor.

Das französische Kino beherrscht traditionell die Spielart der übertriebenen Gegensätze, dialoglastig mit intelligentem Wortwitz, par excellence. Ein neues Beispiel dieser Komödienform kommt jetzt in die deutschen Kinos. Jürgen Francke stellt den Film des französische Autoren- und Regieduos Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière vor.

Autor/-in: Jürgen Francke
Länge: 3:42 Minuten
Datum: Donnerstag, 9. Juli 2020
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Der Pariser Mediziner Arthur und sein bester Freund, der quirlige Lebenskünstler César, kennen sich von Kindesbeinen an. Warum es die ungleichen Männer, beide Mitte 50, so lange miteinander ausgehalten haben, wissen sie selbst nicht so recht und kokettieren mit ihrer Dauer-Freundschaft.

Eine unerwartete Diagnose

Das hat allerdings ein Ende, als der hyperaktive César mal wieder nicht aufpasst und im ersten Stock vom Balkon fällt. Denn als die beiden in der Notaufnahme erscheinen, kann er keine Gesundheitskarte vorweisen. Und so nimmt César ungefragt die von Arthur, bevor es zum Röntgen geht. Alles scheint nicht so schlimm zu sein, nur ein paar heftige Prellungen. Am kommenden Tag erhält Arthur, auf dessen Namen César ja behandelt wurde, einen Anruf vom Krankenhaus. Ein genauerer Blick auf die Röntgenaufnahme hat eine Lungenkrebserkrankung erkennen lassen. Nun steht Arthur vor der Aufgabe, seinem Kumpel die Diagnose mitzuteilen.

Gegenseitiges Missverständnis

Arthur versucht es in mehreren Anläufen. Schon sind wir mitten in einer Verwechslungskomödie mit ernstem Hintergrund. César glaubt, Arthur sei lebensbedrohlich erkrankt, und der findet keine rechte Gelegenheit, seinem redseligen Freund die Wahrheit zu sagen. Stattdessen soll der biedere Arthur nun eine Liste aufstellen mit Dingen, die er unbedingt noch einmal erleben möchte.

"Das Beste kommt noch" lebt, etwas zu lange 117 Minuten, vom Dialogwitz der beiden Hauptdarsteller Fabrice Luchini als Arthur und Patrick Bruel in der Rolle des unangepassten César. Allerdings wird der Grundkonflikt des gegenseitigen Missverständnisses sehr breit ausgewalzt.

Sehenswert

Ein Film, der bei allem Humor, auch den richtigen Ton bei Themen wie Verantwortung, Vertrauen oder Verzeihen trifft. So ist dieser Film recht amüsant, ein wenig melancholisch, oft chaotisch und alles in allem unterhaltsam.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 9. Juli 2020, 10:40 Uhr

Kino-Premieren