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Hörbuch-Tipp

Zen Magic

Wie man sein Leben aufräumt und dabei ein reines Herz bekommt

24. September 2019

Wenn das nicht nach einem ehrgeizigen Ziel klingt: Putzen als Weg, um innerlich erleuchtet zu werden. Eher unrealistisch – wenn man bedenkt, wie viele Menschen saubermachen einfach nur als lästig empfinden. So lästig, dass sie es nur halbherzig erledigen – oder gleich von anderen erledigen lassen. Aber das Thema Putzen und die Art, wie Shunmyo Masuno es zu einer wichtigen Sache erklärt, macht dieses Hörbuch dann doch wieder hörenswert.

Wenn das nicht nach einem ehrgeizigen Ziel klingt: Putzen als Weg, um innerlich erleuchtet zu werden. Eher unrealistisch – wenn man bedenkt, wie viele Menschen saubermachen einfach nur als lästig empfinden. So lästig, dass sie es nur halbherzig erledigen – oder gleich von anderen erledigen lassen. Aber das Thema Putzen und die Art, wie  Shunmyo Masuno es zu einer wichtigen Sache erklärt, macht dieses Hörbuch dann doch wieder hörenswert.

Autor/-in: Kerstin Burlage
Länge: 4:07 Minuten
Datum: Dienstag, 24. September 2019
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Der Autor stellt ein Programm vor, mit dem man das Saubermachen neu für sich entdecken kann. Mit ganz einfachen praktischen Schritten und indem man es zu einer spirituellen Übung macht:

Der Sinn des Putzens besteht nicht darin, den Schmutz zu beseitigen. Der Sinn des Putzens besteht darin, das Herz zum Glänzen zu bringen.

Die buddhistischen Mönche glauben, dass jeder Mensch mit einem reinen Herzen geboren wird – das jedoch im Laufe seines Lebens, symbolisch gesprochen, Staub und Schmutz ansetzt. Zum Beispiel durch unser Denken, das voller Vorurteile ist oder sich allein auf Besitz und Ansehen richtet. Um uns davon innerlich zu reinigen hilft es, wenn wir im Außen saubermachen, meint Shunmyo Masuno.

Sinnvolles Putzen

Aber wie soll das gehen? Durch Disziplin – so viel ist klar. Vielleicht nicht so viel, wie bei den Zen-Mönchen im Kloster. Die verbringen täglich Stunden mit Putzen – selbst dann, wenn schon alles glänzt. Aber doch, indem man sich einen genauen Plan macht, was man putzen, aufräumen, ausmisten möchte.

Dabei geht es nicht darum, ehrgeizig zu sein, sondern nur ausdauernd: täglich fünf Minuten putzen, so wird es irgendwann zum Ritual. Der Clou dabei ist, dem Putzen einen Sinn zu geben – so wie im Zen. Dort ist das Meditieren eine Übung in Ruhe ist, das Putzen dagegen eine Übung in Bewegung.

Das Saubermachen könnte eine wichtige Erfahrung werden, weil man auf diese Weise übt, Dinge mit den eigenen Händen und mit Hingabe zu tun. Beides hilft dabei, ganz im Augenblick zu sein. Und vielleicht auch sein Zuhause mit mehr Dankbarkeit und Respekt zu sehen.

Die Quintessenz

Man putzt für sich selbst, um achtsamer zu werden. Man räumt auf, um sich innerlich zu ordnen. Wie diese Neu-Interpretation des Saubermachens gelingen kann, erklärt der Autor in schlichten, einleuchtenden Worten, die der Schauspieler Herbert Schäfer sehr eingängig liest. Dass, wer "Zen Magic" ausprobieren möchte, es vermutlich trotzdem mit seinem inneren Schweinehund zu tun bekommt, ist nicht weiter schlimm, denn im Zen ist schließlich jeder Tag zum Üben da. Putzen und Erleuchtung sind eng miteinander verbunden, sagt Shunmyo Masuno.

Hörbuch-Infos:
Shunmyo Masuno: "Zen Magic – Wie man sein Leben aufräumt und dabei ein reines Herz bekommt", Argon Balance, 3:30 Stunden, 3 CDs, 16,95 Euro

Diese Sendung im Programm: Bremen Zwei, 24. September 2019, 13:40 Uhr.

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