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29. Filmfest Emden-Norderney

Julia Jentsch und Leon Schwarzbaum ausgezeichnet

Interviews und Reportagen

11. Juni 2018

Jedes Jahr im Juni zieht das Internationale Filmfest Emden–Norderney, das größte Filmfestival in Niedersachsen, weit über 20.000 Besucher in die Kinos. Rund 100 Filme aus 20 Ländern stehen auf dem Programm. Dabei sind ebenso kleine unabhängige Produktionen noch unbekannter Regisseure wie großes Kino mit Starbesetzung. Zur Halbzeit wurden die Preise verliehen. Es war ein Abend mit vielen Emotionen. Nicht nur Schauspieler und Regisseure kamen auf die Bühne, sondern auch ein betagter Mann mit einer bewegenden Geschichte.

Fünf Männer auf der Bühne beim Filmfest Emden-Norderney 2018. [Quelle: Filmfest Emden-Norderney]
Für Leon Schwarzbaum (Bildmitte) gab es minutenlange stehende Ovationen. [Quelle: Filmfest Emden-Norderney]

Minutenlange stehende Ovationen gab es für den 97jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum. Seinen Lebensweg hat der aus Ostfriesland stammende Regisseur Hans-Erich Viet im Dokumentarfilm "Der letzte Jolly Boy" nachgezeichnet. Gemeinsam nahmen beide den DGB-Filmpreis entgegen.

Das Filmfest Emden-Norderney läuft noch bis zum 13. Juni; am Sonntag wurden die Preise vergeben. Stehende Ovationen gab es für die Preisträger des DGB-Preises, der Bernhard Wicki-Preis ging an einen nigerianischen Regisseur und der Emder Filmpreis an Schauspielerin Julia Jentsch.

Autor/-in: Kristin Hunfeld
Länge: 3:10 Minuten
Datum: Montag, 11. Juni 2018
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

Lange an seinem Film gearbeitet hat auch Likarion Wainaina aus Kenia. Belohnt wurde er mit dem Bernhard Wicki Preis und dem AOK Filmpreis. "Supa Modo" heißt der Film über das Gemeinschaftsgefühl in einer Dorfgemeinschaft. Ein anrührender Film über Zusammenhalt, Trauer und Sterben. Der Regisseur hofft, dass die Auszeichnungen beim Emder Filmfest dazu beitragen, dass Filme aus Kenia und überhaupt aus Afrika mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Julia Jentsch, Gewinnerin des Emder Schauspielpreises 2018, und Festivalleiter Rolf Eckard. [Quelle: Filmfest Emden-Norderney]
Julia Jentsch bekam den Emder Schauspielpreis 2018. [Quelle: Filmfest Emden-Norderney]

Und Überraschungsgast Bjarne Mädel hielt – bewaffnet mit nur zwei kleinen Stichwortzetteln – eine launige, lustige und berührend persönliche Laudatio auf seine Kollegin und Filmpartnerin Julia Jentsch, die mit dem Emder Schauspielpreis ausgezeichnet wurde.

Filmfest Emden: Nachwuchspreis [6:00 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 11. Juni, 06:35 Uhr.

Gespräch mit Hans-Erich Viet

Der Regisseur Hans-Erich Viet aus Ostfriesland hat den 97-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum über Jahre begleitet, um daraus einen Film zu machen. Schwarzbaum wurde 1921 in Hamburg geboren. Während der NS-Zeit hat er das Konzentrationslager Bobrek, Auschwitz-Birkenau, Buchenwald und Haselhorst und mehrere Todesmärsche überlebt. Aus dem Projekt entstand der Film "Der letzte Jolly Boy", der in Emden für den DGB Filmpreis nominiert ist. Moderatorin Julia Meichnser hat mit Hans-Erich Viet über den Lebensweg von Leon Schwarzbaum, dessen Reisen nach Ausschwitz und seinen Film gesprochen.

Autor/-in: Julia Meichnser;Hans-Erich Viet
Länge: 5:42 Minuten
Datum: Sonntag, 10. Juni 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Der Regisseur Hans-Erich Viet aus Ostfriesland hat den 97-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum über Jahre begleitet. Schwarzbaum wurde 1921 in Hamburg geboren. Während der NS-Zeit hat er das Konzentrationslager Bobrek, Auschwitz-Birkenau, Buchenwald und Haselhorst und mehrere Todesmärsche überlebt. Leon Schwarzbaum stellte den Film als Weltpremiere in Emden vor.

Schwerpunkt nordeuropäisches Kino

Den Schwerpunkt des Festivals bildet das nordeuropäische Kino: Neben britischen Filmen werden auch norwegische Produktionen gezeigt, die sich durch einen ganz speziellen Humor auszeichnen. Die französische Komödie "Die brillante Mademoiselle Neila" von Regisseur Yvan Attal eröffnete das Festival.

Emden ist ein gutes Pflaster für frankophile Filmfans.

Bernd Scholz.

Eröffnung mit "Die brillante Mademoiselle Neila"

Die 29. Ausgabe des Filmfests Emden-Norderney wurde erstmals parallel in Emden und auf Norderney eröffnet. Unser Kollege Bernd Scholz war dabei und hat ein charmantes Zusammenspiel der Standorte per Video-Live-Schalte auf einer großen Leinwand erlebt. Gleichzeitig konnten die Besucher auch den Eröffnungsfilm sehen: die französische Komödie "Die brillante Mademoiselle Neila". Ein zugleich komischer und tiefsinniger Film, der Denkanstöße liefert. Als nächstes schaut er sich "303", den neuen Film von Hans Weingartner und "Eingeimpft", ein Film über das Impfen von David Sieveking an, verrät Bernd Scholz.

Autor/-in: Bernd Scholz, Martin Busch
Länge: 4:47 Minuten
Datum: Donnerstag, 7. Juni 2018
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Die 29. Ausgabe des Filmfests Emden-Norderney wurde erstmals parallel in Emden und auf Norderney eröffnet. Unser Kollege Bernd Scholz war dabei und hat ein charmantes Zusammenspiel der Standorte per Video-Live-Schalte auf einer großen Leinwand erlebt. Gleichzeitig konnten die Besucher auch den Eröffnungsfilm sehen. In "Die brillante Mademoiselle Neila" geht es um eine junge Frau, deren Familie aus Algerien stammt, und die davon träumt, Anwältin zu werden. Ein zugleich komischer und tiefsinniger Film, der Denkanstöße liefert, meint Bernd Scholz und freut sich auf die nächsten Filme: "303" von Hans Weingartner und "Eingeimpft", ein Film über das Impfen von David Sieveking.

Emder Schauspielpreis für Julia Jentsch

Die Schauspielerin Julia Jentsch. [Quelle: DPA, Georg Wendt]
Julia Jentsch [Quelle: DPA, Georg Wendt]

Zu den prominenten Gästen gehört unter anderem die Schauspielerin Julia Jentsch. Sie wird mit dem Emder Schauspielpreis ausgezeichnet. Es ist gute Tradition beim Filmfest Emden-Norderney, dass die geehrte Schauspielerin mit dem Festival-Team eine Werkschau ihrer Filme zusammenstellt. Für Emden hat Julia Jentsch ihre Filme "Sophie Scholl – Die letzten Tage", "24 Wochen", "Ich hab den englischen König bedient", "Die Habenichtse" und "Die fetten Jahre sind vorbei" ausgewählt – eine Mischung aus ihren ersten großen Filmen und den aktuellen Rollen.

Emder Schauspielpreisträgerin Julia Jentsch [4:30 Minuten] Gespräch mit Julia Jentsch

Plakat: "29. Internationales Filmfest Emden Norderney [Quelle: Hilke Theessen]
Das Filmfest Emden-Norderney findet vom 6. bis 13. Juni 2018 statt. [Quelle: Hilke Theessen]

Filme mit Haltung

Jedes Jahr im Juni zieht das Internationale Filmfest Emden–Norderney, das größte Filmfestival in Niedersachsen, weit über 20.000 Besucher in die Kinos. Rund 100 Filme aus 20 Ländern stehen auf dem Programm. Dabei sind ebenso kleine unabhängige Produktionen noch unbekannter Regisseure wie großes Kino mit Starbesetzung.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 3:47 Minuten
Datum: Mittwoch, 6. Juni 2018
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

Das Internationale Filmfest Emden-Norderney zieht Regisseure, Schauspieler, Produzenten und Filmliebhaber an die Nordseeküste. Im Neuen Theater in Emden läuft zum Auftakt der französische Film „Die brillante Mademoiselle Neila“. An den acht Festivaltagen gibt es insgesamt etwa 90 Filme zu sehen, darunter viele Premieren. Bremen Zwei-Redakteurin Hilke Theessen ist schon viele Jahre beim Filmfest dabei; sie moderiert die Eröffnungsgala. Als Emderin schwärmt sie von der Atmosphäre in der Stadt in den Filmfest-Tagen. Denn das Filmfest ist etwas Besonderes, ein Fest in er ganzen Stadt, ganz ohne roten Teppich.

Autor/-in: Martin Busch
Länge: 4:22 Minuten
Datum: Mittwoch, 6. Juni 2018
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Volles Programm beim Filmfest Emden/Norderney. Gezeigt werden auch Kinder- und Jugendfilme; einer davon ist "Meine teuflisch gute Freundin" mit Janina Fautz. Bremen Zwei-Reporterin Kristin Hunfeld hat die Schauspielerin in Emden getroffen.

Autor/-in: Kristin Hunfeld
Länge: 5:02 Minuten
Datum: Freitag, 8. Juni 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Den Zuschauer erwarten viele Filme mit Haltung, sagt Reporter Bernd Scholz. Das jüdische Leben in Deutschland und Europa bildet dieses Jahr einen Schwerpunkt – sieben Filme widmen sich diesem Thema auf unterschiedliche Weise. Die Dokumentation "Der letzte Jolly Boy“ könnte der große Höhepunkt des Festivals werden, vermutet Scholz.

Gezeigt werden auch Filme für Kinder und Jugendliche. Einer davon ist "Meine teuflisch gute Freundin"die Verfilmung des Jugendromans von Hortense Ulrich. Der Film wurde zum Großteil in Ostfriesland und auf Norderney gedreht. Es sei ein echter Mädchenfilm, erzählt Janina Fautz, die in einer der Hauptrollen zu sehen ist. Kristin Hunfeld hat die Schauspielerin direkt vor dem Filmstart in Emden getroffen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 10. Juni, 12:40 Uhr.

Bremen Zwei ist vor Ort

Bremen Zwei-Moderatorin Hilke Theessen, Reporterin Kristin Hunfeld und Reporter Bernd Scholz begleiten das Filmfest und berichten über die Highlights in diesem Jahr.

Mitternachtstalk

Am Ende der langen Festivaltage gibt es kühle Getränke, Musik und Unterhaltung. Dann plaudern die Moderatoren Hilke Theessen, Volker Bergmeister und Jenni Zylka in bunter Runde mit Emder Festivalgästen.
Vom 7. bis 9. Juni jeweils ab 23:30 Uhr im Grand Café am Stadtgarten in Emden.

Das Internationale Filmfest Emden – Norderney Filmfest Emden 2018

Bremen Zwei