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Bremen Zwei Rubriken Die Morgenandacht

Die Morgenandacht

Frieden

19. Januar 2020, 10:20 Uhr

Mehr als 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht, auch wenn es keine einfachen Lösungen gibt, Frieden herzustellen, ist es um so wichtiger, das Thema ins Bewusstsein zu bringen.

Christian Adolf [Quelle: Christian Adolf]
Christian Adolf, Pastoralreferent in Bremen [Quelle: Christian Adolf]

Die Liste der Länder ist lang: Nordkorea, Iran, Libyen, Syrien, Israel, Ukraine, Afghanistan, Sudan, Kongo,… Mehr als 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr leben können. Trotz aller Entwicklungsmöglichkeiten und Hilfen gelingt es nicht, das friedliche Zusammenleben der Menschen zu fördern und zu stabilisieren.

Unfrieden zeichnet das Gesicht der Welt. Menschen stehen sich unversöhnlich gegenüber, Hass und Gewalt zerreißen Familien und Gesellschaften. Krieg treibt Menschen in die Flucht, macht jedes normale Leben unmöglich, schlägt Wunden, die noch nach Generationen spürbar sein werden.

Die kirchlichen Hilfswerke haben sich für ihre Kampagnen in diesem Jahr das Thema „Frieden leben“ auf die Fahnen geschrieben und stellen Projekte der Friedens- und Versöhnungsarbeit in den Mittelpunkt. Ja, was bringt das schon, mag man jetzt einwenden. Die Welt steht in Flammen und hier und da gelingt es, das friedliche Miteinander zu fördern. Das ist doch nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein!

Doch, ich glaube schon! Überall auf der Welt finden sich nämlich Menschen, die sich mit dieser Realität eben nicht abfinden. Sie erheben ihre Stimme für Recht und Gerechtigkeit. Sie suchen Wege der Verständigung, des Friedens und arbeiten behutsam und beharrlich daran.

Der Eichstätter Künstler Raphael Graf hat zum Kampagnenjahr der Hilfswerke ein Friedenskreuz gestaltet. Das etwa ein Meter hohe Kreuz zeigt eine Weltkugel, getragen von zwei geschmückten Ölzweigen, die die Idee des Friedens symbolisieren. Die Zweige wachsen aus der Weltkugel heraus, an der aus dünnem Seidenpapier die Kontinente befestigt sind.

Das Friedenskreuz wird in diesem Jahr durch ganz Deutschland reisen und für Friedens- und Versöhnungsarbeit werben. Ab heute macht es eine Woche in der Bremer Gemeinde St. Raphael Station. Das Friedenskreuz wird nicht den Weltfrieden schaffen, aber es ist sichtbares und mahnendes Zeichen, dass es auch andere, nämlich friedliche Wege des Miteinanders gibt. Dies ins Bewusstsein zu heben ist derzeit wichtiger denn je.

Frieden [2:07 Minuten]

Autor: Christian Adolf, Pastoralreferent

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. Januar 2020, 10:20 Uhr

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