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Krimi-Tipp

Toter Schrei

Im Kopf des Mörders

31. Januar 2019

Ein neues Jahr – ein neues Buch. Das scheint das Motto des Thriller-Autors Arno Strobl zu sein. Seine Bestseller erschienen in den vergangen Jahren immer im Januar. Und so auch 2019: Der neue Krimi von Arno Strobel ist der dritte Band aus der Reihe "Im Kopf des Mörders". Martina Bittermann hat ihn gelesen.

Ein neues Jahr – ein neues Buch. Das scheint das Motto des Thriller-Autors Arno Strobl zu sein. Seine Bestseller erschienen in den vergangen Jahren immer im Januar. Und so auch 2019: Der neue Krimi von Arno Strobel ist der dritte Band aus der Reihe "Im Kopf des Mörders". Martina Bittermann stellt das Buch vor.

Autor/-in: Martina Bittermann
Länge: 3:25 Minuten
Datum: Donnerstag, 31. Januar 2019
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

"Toter Schrei" – was mag uns der Autor mit diesem Titel wohl sagen?

Das Signal, das von diesem in schreiendem Rot gehaltenen Titel ausgeht, ist klar: Hier geht es um Horror, Angst und Qual. Jemand schreit, weil er um sein Leben fürchtet. Und dieser Jemand ist eine junge Frau. Sie wird gefangen gehalten. Es ist dunkel, dreckig und modrig. Sie hat keine Ahnung wo sie ist und wie sie in diese bedrohliche Lage gekommen ist. Dann betritt ein Unbekannter mit einer Rosenschere ihr Gefängnis …

Warum geht es ?

Im Mittelpunkt steht der Bruder der Gefangenen. Das ist der junge Ermittler Max Bischoff. Er bekommt eines Tages einen Brief, in dem ein Unbekannter ihm droht, seine Schwester zu quälen, wenn er sich weigert, Menschen umzubringen. Am Anfang sieht es aus, als gehe es um einen alten Fall und eine Art von Rachefeldzug. Am Ende ist doch alles wieder anders.

Arno Strobel ist  ja unglaublich erfolgreich mit seinen Büchern. Wird "Toter Schrei" ein Renner?

Die Thriller von Arno Strobel sind zwar nicht besonders gut geschrieben oder raffiniert gestrickt, aber der Autor spielt perfekt mit den Ängsten seiner Leserschaft. Das hat er wirklich drauf. Und schon der Einstieg in den Roman lässt niemanden kalt. In diesem Fall erleben wir mit, wie ein Mensch auf einem Horrortrip durchgeschüttelt wird. Denn jemand schiebt Max Bischof einen Mord in die Schuhe: er soll die Freundin seines Partners ermordet haben. Es wird gegen ihn ermittelt. Max ist auf der Flucht und dabei überwacht ihn jemand auf Schritt und Tritt und droht ihm, die Schwester weiter zu quälen.

Spannend? 

Ja, ein Buch, das man kaum aus der Hand legen mag. Das Spiel mit den Ängsten seiner Leser ist das Erfolgsrezept von Arno Strobel. In dieser komplexen und unübersichtlichen Welt haben Menschen viele Ängste. Strobel gibt dieser Angst ein Ventil und zielt dabei vor allem auf die weibliche Leserschaft. Gerade Frauen scheinen sich stark mit dem weiblichen Opfer zu identifizieren, weil sie sich selbst in dieser Gesellschaft häufig als Opfer sehen. 

Wem würdest du dieses Buch empfehlen?

Allen, die an einem Sonntagnachmittag auf dem Sofa Lust auf einen schnellen Horrortripp haben. Danach kann man das Buch weglegen und gut ist.

Infos:
Arno Strobel: "Im Kopf des Mörders – Toter Schrei", Fischer Verlag, 10,99 Euro

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 31. Januar 2019, 7:35 Uhr

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