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Krimi-Tipp

Diagramme des Todes

26. September 2019

Alles nur Fiktion? Wenn es um einen True-Crime-Thriller geht, also einen Krimi, der auf wahren Begebenheiten beruht, dann ist das mitnichten so. Wenn es dann auch noch um einen Serienmörder geht, dann wird es besonders gruselig. Was ist wirklich passiert und was entsprang der Fantasie der Autoren? Das hat sich auch Bremen-Zwei-Redakteurin Ziphora Robina gefragt, als sie den neuen Krimi von Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer gelesen hat.

Alles nur Fiktion? Wenn es um einen True-Crime-Thriller geht, also einen Krimi, der auf wahren Begebenheiten beruht, dann ist das mitnichten so. Und wenn sich die Story dann auch noch um einen Serienmörder dreht, dann wird es besonders gruselig. Was ist wirklich passiert und was entsprang der Fantasie der Autoren? Das hat sich auch Bremen-Zwei-Redakteurin Ziphora Robina gefragt, als sie den neuen Krimi von Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer gelesen hat.

Autor/-in: Ziphora Robina
Länge: 3:07 Minuten
Datum: Donnerstag, 26. September 2019
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

Die Handlung spielt in Bremen und Umgebung der 1990er Jahre, Axel Petermann war Leiter einer Mordkommission in Bremen. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie viel Petermann steckt in der Figur des Hauptermittlers Kiefer Larsen? Woran die Autoren keinen Zweifel ließen: Wenn es um die Ermittlungsmethoden geht, stand Axel Petermann eindeutig Pate für den Protagonisten. Petermann benutzte zum Beispiel einen Stenoblock, um seine ersten Eindrücke festzuhalten, er kehrte auch immer wieder allein zum Tatort zurück. Und für ihn stand immer das "Warum?" im Vordergrund, also die Frage nach dem Motiv.

Aber auch den Täter, um den es in diesem Buch geht, hat es gegeben. Er war genau so wie er im Buch beschrieben wird: groß, kräftig, aber unscheinbar und schüchtern. Die Diagramme, die Zeichnungen, die die Fantasien des Täters festhalten sollten, sind ebenfalls echt. "Das hinterlässt ein ganz anderes Gefühl beim Schreiben", so die Autoren.

Petermann liefert die Fälle, Fischer haucht ihnen Leben ein

Das erste gemeinsame Buch von Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer erschien vor einem Jahr und spielte ebenfalls in Bremen. Damals wurde Kommissar Kiefer eingeführt. Und die Autoren haben bei einer Lesung ihren Schreibprozess beschrieben: Axel Petermann liefert die Delikte und die Umschreibung der Protagonisten, Claus Fischer haucht ihnen Leben ein. Dabei schließen sie viele Kompromisse, vor allem, wenn es um kleine Detailfragen geht. Ein Beispiel: Wie sieht das Büro des Ermittlers aus? Hat er Blumen auf dem Schreibtisch? Poster an den Wänden?

Nichts für schwache Nerven

Gerade weil es authentische Fälle sind, ist "Diagramme des Todes" ein fesselndes Buch. Die Morde an den Frauen werden sehr plastisch beschrieben, jeder Blutspritzer wird unter die Lupe genommen, und gleichzeitig wird einem vor Augen geführt, was Menschen sich gegenseitig antun können.

Buch-Infos:
Axel Petermann und Claus Cornelius: Diagramme des Todes, Droemer Knaur, 412 Seiten, 14,99 Euro 

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 26. September 2019, 9:40 Uhr

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