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Museen Böttcherstraße

Körper Gefühl – Maria Lassnig

22. Februar bis 7. Juni 2020 | Museen Böttcherstraße

Die österreichische Malerin und Medienkünstlerin Maria Lassnig (1919-2014) zählt neben Frida Kahlo und Louise Bourgeois zu den großen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Bilder wirken auf den ersten Blick sperrig, es sind vor allem Selbstporträts, mit denen sie ihre Gefühle ausgedrückt hat.

Maria Lassnig, Selbstporträt mit Ordenskette, 1962, Öl auf Leinwand, Sammlung Klewan, Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn [Quelle: Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn]
Maria Lassnig, Selbstporträt mit Ordenskette, 1962, Öl auf Leinwand, Sammlung Klewan, Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn [Quelle: Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn]

Körperempfindungen in Farben und Formen

Die Bilder von Maria Lassnig erscheinen auf den ersten Blick eher schwer zugänglich. Nicht umsonst sagte sie selbst einmal, ihre Bilder sollten "lieber penetrant, als elegant" sein: massive Körper, riesige Körperöffnungen oder einzelne Körperteile. Erst bei näherer Beschäftigung eröffnen sich der Witz und die große Sensibilität in ihren Kunstwerken. "Körpergefühlsfarben“ und "body awareness painting" sind Begriffe, die sie selbst zur Beschreibung ihrer Kunstwerke nutzte. Der rote Faden durch mehr als 50 Schaffensjahre ist die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, mit seinen Gefühlen und seinem Bewusstsein.

Werke aus der Sammlung Klewan

Maria Lassnig, Si tacuisses, 1998, Kohle und Aquarell, Sammlung Klewan, Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn [Quelle: Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn]
Maria Lassnig, Si tacuisses, 1998, Kohle und Aquarell, Sammlung Klewan, Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn [Quelle: Maria Lassnig Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn]

Einer der ersten, die Maria Lassnigs Kunst gesammelt hat, war der Münchner Helmut Klewan. Er lernte die Künstlerin 1976 kennen und präsentierte 1981 schließlich die erste von vielen Einzelausstellungen in seiner damaligen Wiener Galerie. Dies war der Beginn einer sowohl professionellen aber auch privaten Beziehung, die bis zu ihrem Lebensende 2014 andauerte und in einer umfassenden Sammlung von Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden resultierte. 70 dieser Kunstwerke werden nun in der ersten monographischen Ausstellung Maria Lassnigs in Bremen ausgestellt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. Februar 2020, 1:30 Uhr

Genaue Adresse:
Museen Böttcherstraße

Bremen

Veranstaltungstermin:
22. Februar bis 7. Juni 2020

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