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Mind The Moon

19. November 2019

Quasi über Nacht wurden Philipp Dausch und Clemens Rehbein berühmt. Ihre Eigenproduktion “Stolen Dance” eroberte erst Youtube und die internationalen Charts. Jetzt ist das dritte Album von Milky Chance erschienen: "Mind The Moon".

Cover: Milky Chance, Mind the Moon, Vertigo Berlin/Universal Music [Quelle: Vertigo Berlin/Universal Music]
Milky Chance, Mind the Moon, Vertigo Berlin/Universal Music [Quelle: Vertigo Berlin/Universal Music]

Die Platte beginnt mit dem Lied "Fado", und dieser Song beinhaltet eigentlich schon alles, was wir im Laufe des Album noch erleben werden: dezente Elektronik und akustische Gitarren, angenehm abgehangene Rhythmen und dieser sympathisch kratzige Gesang. Dagegen ist selbstverständlich nichts zu sagen, nur vielleicht, dass es sterbenslangweilig ist.

Pure Einfallslosigkeit

Die musikalische Einöde dieses Album lässt sich nur schwer beschreiben, schon allein, weil es einem bei so viel uninspirierter Seelenlosigkeit schon mal die Sprache verschlägt. Ich versuche es trotzdem: Jeder Song versucht krampfhaft, ein Hit zu werden. Die immergleichen Akkordfolgen werden von der immergleichen Offbeat-Ästhetik begleitet, die Produktion ist selbstverständlich perfekt und beinhaltet, wie auch die Melodien, keinerlei Überraschungen. Selbst Gastauftritte wie der des legendären südafrikanischen Chores Ladysmith Black Mambazo verursachen nicht mehr als ein Schulterzucken.

"Mind The Moon" von Milky Chance ist von einer wirklich atemberaubenden Einfallslosigkeit. Mit Musik hat das alles wenig zu tun, vielmehr ist es ein Produkt, das auf Teufel komm raus erfolgreich sein will. Und das wird funktionieren.

Milky Chance: Mind The Moon [3:20 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. November 2019, 12:40 Uhr.

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