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Bremen Zwei Themen

ARD-Themenwoche auf Bremen Zwei

Gerechtigkeit

16. November 2018

Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft: Das ist das Thema der ARD-Themenwoche 2018. Auch bei Bremen Zwei beschäftigen wir uns mit der Frage was Gerichtigtkeit eigentlich ist und wo sie ihre Grenzen hat.

Seit einem Jahr steht Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin auf den Fußballplätzen der 1. Bundesliga. Am 10. September pfiff sie das Spiel zwischen Hertha BSC Berlin und dem SV Werder Bremen an. Dass sie von manchen eher kritisch betrachtet wird, stört die 39-Jährige nicht. Das erginge jedem so, der eine Tätigkeit ausübt in der es darum geht Entscheidungen zu treffen, mit denen nicht jeder einverstanden sein muss. Das sei auch vom Geschlecht völlig unabhängig.

Autor/-in: Wolfgang Rumpf
Länge: 3:55 Minuten
Datum: Freitag, 16. November 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Bibiana Steinhaus: "Es ist gerecht, dass Leistung sich durchsetzt"

Seit einem Jahr steht Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin auf den Fußballplätzen der 1. Bundesliga. Am 10. September pfiff sie das Spiel zwischen Hertha BSC Berlin und dem SV Werder Bremen an. Dass sie von manchen eher kritisch betrachtet wird, stört die 39-Jährige nicht. Das erginge jedem so, der eine Tätigkeit ausübt in der es darum geht Entscheidungen zu treffen, mit denen nicht jeder einverstanden sein muss. Das sei auch vom Geschlecht völlig unabhängig.

Es ist gerecht, dass Leistung sich durchsetzt. Und es ist gerecht, dass Menschen, die ihre Arbeit gut ausüben, in verantwortungsvolle Positionen stoßen dürfen.

Bibiana Steinhaus

Dieser Beitrag im Programm: Bremen Zwei, 16. Novenber 2018, 10:10 Uhr.

Gerechtigkeit in Parteiprogrammen

Gerechtigkeit ist ein weiter Begriff mit vielen Unschärfen und Interpretationsmöglichkeiten. Das gilt auch in der Politik. Ist es gerecht, wenn alle dasselbe kriegen? Ist es gerecht, dem Bedürftigsten mehr zu geben? Oder dem, der am meisten geleistet hat? In der deutschen Parteienlandschaft sind sich Politiker auch nicht ganz darüber einig, was denn nun gerecht ist. Die Partei Die Linke setzt sich – nach eigenem Verständnis – besonders für Gerechtigkeit ein. Der Publizist Peter Zudeick meint, dass es keine Partei gibt, die gerechter ist als eine andere.

Autor/-in: Anja Goerz;Peter Zudeick
Länge: 4:59 Minuten
Datum: Freitag, 16. November 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Gerechtigkeit ist ein weiter Begriff mit vielen Unschärfen und Interpretationsmöglichkeiten. Das gilt auch in der Politik. Ist es gerecht, wenn alle dasselbe kriegen? Ist es gerecht, dem Bedürftigsten mehr zu geben? Oder dem, der am meisten geleistet hat? In der deutschen Parteienlandschaft sind sich Politiker auch nicht ganz darüber einig, was denn nun gerecht ist. Die Partei Die Linke setzt sich nach eigenem Verständnis besonders für Gerechtigkeit ein. Der Publizist Peter Zudeick meint, dass es keine Partei gibt, die gerechter ist als eine andere.

Ich würde davor warnen eine Partei gerecht zu nennen. Nur das Handeln kann gerecht sein.

Peter Zudeick

Zudeick beruft sich auf die altehrwürdigen griechischen Philosophen: Jeder tut das für die Gesellschaft was er kann und bekommt das was ihm zukommt. Das müsse definiert werden und das sei letztendlich praktische Demokratie.

Dieser Beitrag im Programm: Bremen Zwei, 16. Novenber 2018, 08:10 Uhr.

Gerechtigkeit ohne Strafe? Der Fall Olof Palme

Olof Palme [Quelle: Imago, Kamerapress]
1986 wurde der damalige schwedische Ministerpräsident Olof Palme erschossen. Der Mord ist bis heute ungeklärt. [Quelle: Imago, Kamerapress]

Gerechtigkeit hat auch mit Recht, Rechtsprechung und Gericht zu tun. Doch was passiert, wenn bei einem Verbrechen der Täter nicht gefunden wird? Ein konkretes Beispiel ist der Mordfall Olof Palme: Der schwedische Ministerpräsident wurde 1986 nach einem Kinobesuch auf offener Straße erschossen. Es gab Ermittlungen in alle Richtungen, verdächtigt wurden diverse Einzeltäter, rechtsradikale Gruppen, aber auch die kurdische PKK oder das Apartheid-Regime in Südafrika. Verurteilt wurde – bis heute – niemand.

Schiefgelaufen sei bei den Ermittlungen so einiges, sagt Skandinavien-Korrespondent Carsten Schmiester. Über 90.000 Akten wurden zusammengestellt, über 10.000 Menschen wurden zum Mordfall verhört und mehr als 100 falsche Geständnisse wurden abgelegt.

Es noch immer eine offene Wunde in der schwedischen Seele. Zum einem, weil Palme eine herausragende Figur war. Und zum anderen weil der Staat damals – so sagen es heute Menschen – seine Unschuld verloren hat.

Carsten Schmiester, ARD-Korrespondent

Durchbruch nicht ausgeschlossen

Gerechtigkeit - darum geht es in der ARD-Themenwoche. Gerechtigkeit, das hat auch mit Recht, Rechtsprechung und Gericht zu tun. Doch was passiert, wenn bei einem Verbrechen der Täter nicht gefunden wird? Ein konkretes Beispiel ist der Mordfall Olof Palme: Der schwedische Ministerpräsident wurde 1986 nach einem Kinobesuch auf offener Straße erschossen. Es gab Ermittlungen in alle Richtungen, verdächtigt wurden diverse Einzeltäter, rechtsradikale Gruppen aber auch die kurdische PKK oder das Apartheid-Regime in Südafrika. Verurteilt wurde – bis heute – niemand.

Autor/-in: Carsten Schmiester;Anja Goerz
Länge: 3:43 Minuten
Datum: Donnerstag, 15. November 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Es sei ein Schock gewesen. "Das hatte man nie für möglich gehalten, dass im friedlichen Schweden so etwas passiert." Der Druck, diesen Fall aufzulösen, sei nach 32 Jahren verständlicherweise nicht mehr besonders groß, sagt Schmiester. Trotzdem habe es 2017 eine wesentliche Entwicklung gegeben: Das schwedische Parlament hat beschlossen, dass Mord nicht mehr verjährt, und ein neuer Chefermittler wurde eingesetzt. Dieser habe sich bei seiner Vorstellung optimistisch geäußert, den oder die Täter zu finden. "Der Durchbruch ist nicht ausgeschlossen."

Dieser Beitrag im Programm: Bremen Zwei, 15. Novenber 2018, 08:10 Uhr.

Gerechtigkeit für das Meer

Alles Leben kommt aus dem Wasser. Der Ozean ist unsere Kinderstube doch, wie gerecht verhalten wir uns gegenüber dem Meer? Bilder von Plastikstrudeln und schmelzenden Eisbergen brachten unseren Autor Nikolas Golsch zu der Frage: Wie sähe Gerechtigkeit für das Meer aus und was sagt eigentlich das Meer selbst dazu?

Menschen. Sie nehmen sich mehr, als ihnen zusteht. Sie vergiften mich und erwarten dann, dass ich sie ernähre. So läuft das nicht. (...) Wenn die Natur nicht erhalten wird, werden die Menschen nicht überleben.

Das Meer

Ohne den Ozean gäbe es uns Menschen gar nicht. Das Meer ist unsere Kinderstube doch, wie fair verhalten wir uns gegenüber dem Meer?

Autor/-in: Nikolas Golsch
Länge: 2:55 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Dieser Beitrag im Programm: Bremen Zwei, 13. Novenber 2018, 08:11 Uhr.

Netzwelt Kolumne: Wie gerecht ist das Netz?

Es ist für uns selbstverständlich und längst ein zentraler Bestandteil unseres Alltages: Das Internet hat seinen Nutzern eue Türen geöffnet. Plattformen und Foren ermöglichen Wissensverbreitung, soziale Netzwerke regen zum Austausch von Meinungen an und Suchmaschinen strukturieren Information. Aber hat wirklich jeder Zugang zum Netz und wer entscheidet, was wir dort finden?

Es gibt viele Aspekte, wo ich nicht das Gefühl habe, dass die Welt gerechter geworden ist.

Jörg Schieb zur Gerechtigkeit im Internet

Im Gespräch mit Bremen Zwei erklärt der Journalist Jörg Schieb die ungerechten Seiten des Netzes und welche Folgen ein fehlender Zugang haben kann.

Gerechtigkeit – das ist unser großes Thema in dieser Woche in der ARD. Wie sieht es eigentlich im Internet aus? Sorgt es für mehr Gerechtigkeit – wie ursprünglich mal gedacht und geplant –, oder eher nicht? Das Internet erobert die Welt, ist aber eben doch noch nicht überall angekommen. Darüber sprechen wir mit unserem Digitalexperten Jörg Schieb.

Autor/-in: Jörg Schieb
Länge: 5:22 Minuten
Datum: Montag, 12. November 2018
Sendereihe: Bremen Zwei

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 12. Novenber 2018, 16:18 Uhr.

Dokudrama "Die Häfte der Welt gehört uns"

"Aha, keinen Mann abgekriegt!" – solche und andere Sprüche mussten sich die Teilnehmerinnen der ersten deutschen Frauendemonstration in München anhören. 1912 demonstrierten Frauen erstmals für ihr Stimmrecht. Am 12. November 1918 wurde schließlich das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Deutschland eingeführt.

Mit dem langen und beschwerlichen Prozess der Frauenrechte, hat sich die Autorin und Regisseurin Annette Baumeister intensiv beschäftigt. Entstanden ist ein Doku-Drama mit dem Titel "Die Hälfte der Welt gehört uns – Als Frauen das Wahlrecht erkämpften". Im Fokus stehen vier Frau aus Deutschland, England und Frankreich, die alle das gleiche Ziel hatten, aber auf unterschiedlicher Weise für das Frauenwahlrecht kämpften. Sie heißen Marie Juchacz, Emmeline Pankhurst, Anita Augspurg und Marguerite Durand.

Mir war wichtig, dass ich Frauen aus unterschiedlichen Ländern porträtiere, die aus unterschiedlichen Ländern kommen und aus verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Milieus stammen.

Annette Baumeister, Regisseurin

Trotz des Spielfilmcharakters der Dokumentation bleibt der Film nah an den Protagonisten, verspricht die Regisseurin. Die Rollen wurden detailgetreu mit Charakterzügen entwickelt und das Drehbuch mit vielen Zitaten geschärft.

Regisseurin Annette Baumeister widmet sich in ihrem Dokudrama "Die Hälfte der Welt gehört uns"der Etwicklung der Frauenrechte am biographischen Beispiel vierer Frauen aus Europa. Im Gespräch mit Bremen-Zwei-Moderatorin Anja Goertz gibt Baumeister einen Einblick in den Film.

Autor/-in: Anja Goertz, Annette Baumeister
Länge: 3:40 Minuten
Datum: Montag, 12. November 2018
Sendereihe: Der Morgen | Radio Bremen

Sendetermine:

Das Doku-Drame ist am Dienstag, 13. November um 20:15 Uhr auf Arte und am Montag, 26. November um 22:45 Uhr in der ARD zu sehen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 12. Novenber 2018, 6:35 Uhr.

Gesprächszeit

Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm [Quelle: Radio Bremen]
Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm

Ihr Engagement für Gerechtigkeit zieht sich wie ein roter Faden durchs Leben. Als Erzieherin wollte sie, dass Kinder ihre Potenziale entfalten können, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht. Als Bürgermeisterin hat sie dann die Erfahrung gemacht, oft allein unter vielen Männern zu sein. Jetzt will sie Strukturen aufbrechen: die Bremer Frauenbeauftragte Bettina Wilhelm. Außerdem haben wir im Rahmen der ARD-Themenwoche mit dem Moral-Kolumnist Rainer Erlinger, dem Sozialpsychologen Harald Welzer und anderen über das Thema Gerechtigkeit gesprochen.

Weitere Gesprächszeiten im Rahmen der ARD-Themenwoche:
Rainer Erlinger Harald Welzer

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 12. November 2018, 18:05 Uhr

Schwerpunktsendung zum Auftakt der Themenwoche

Silhouette der Justizia [Quelle: DPA, Ralph Peters]

Ob im sozialen Leben, in der Rechtssprechung, im Sport oder in der Politik – Gerechtigkelt und Fairness haben viele Seiten. Damit haben wir uns in unserem Schwerpunkt am Sonntag beschäftigt. Unter anderen haben wir mit dem Jornalisten und Krimiautor Tom Hillenbrand über globale Gerechtigkeit und fairen Handel gesprochen.

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