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Bremen Zwei Themen

Schwerpunkt: "Bremen 2021"

Was macht die Pandemie mit uns?

27. Mai 2020

Seit März sprechen viele von einer neuen Normalität – denn seit der Corona-Pandemie ist unser Alltag anders. Wir arbeiten von zuhause, tragen Masken und halten Abstand. Geschäfte, Galerien und Gaststätten mussten vorübergehend schließen. In unseren Schwerpunkt fragen wir: Wie sieht die Welt nach Corona aus – wie wird "Bremen 2021"? Die Reporter Dennis Klammer und Christian Schwalb suchen nach Antworten.

Mitarbeiter eines Restaurants steht mit einem Tablett in der Hand im Gastraum (gestellte Szene). [Quelle: Imago, Mohssen Assanimoghaddam]

Was wird aus der Wirtschaft?

Expert*innen und Zeitzeug*innen schätzen: Die Schäden für die Wirtschaft werden sich auf bis zu einige Hundert Milliarden Euro belaufen – je nach Szenario. Und was sie auch sagen: An diesen Kosten werden viele Unternehmen kaputtgehen – auch nach 2020.

Wenn man einen Vergleich ziehen möchte, kann man das vielleicht mit der Spanischen Grippe, die in den 1920er-Jahren gewütet hat. Die Lehren sind, dass diese Krisen sehr lange nachwirken. Also, wir werden da wahrscheinlich auch die nächsten Jahre etwas von haben.

Claus Michelsen, Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung

Zu den Branchen, die auch 2021 ums Überleben kämpfen werden, gehört die Gastronomie. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband befürchtet, dass ein Drittel vor allem der kleineren Betriebe das Ende der Corona-Krise nicht mehr erleben wird. Dabei ist das Ende dieser Krise nicht einmal in Sicht. Auch in der Luftfahrt und der Zulieferungsindustrie sieht man wenig rosigen Zeiten entgegen.

Die Wirtschaft [4:12 Minuten]

Was lernen wir aus Krisen und Katastrophen?

Die Corona-Krise wird wohl die Krise der derzeitigen Generation werden. Es ist aber nicht erste in der Geschichte. Bremen Zwei-Reporter Christian Schwalb und Dennis Klammer gehen der Frage nach, ob wir überhaupt aus Krisen lernen – oder ob am Ende die Zeit Vieles vergessen lässt, was heute unser Leben bestimmt.

Die Bildung [4:13 Minuten]

Wie verändert sich das soziale Miteinander?

Eine Mutter im Home-Office mit ihrem spielenden Kind  [Quelle: Imago, Photothek]

Corona hat auch positive Seiten in uns gezeigt: Solidarität in Form von Nachbarschaftshilfen und Abstand halten aus Rücksicht auf Risikogruppen. Aber Corona deckt auch gnadenlos auf, wie gespalten unsere Gesellschaft ist. Was ergibt sich daraus für das soziale Miteinander im Jahr 2021?

Das Miteinander [3:45 Minuten]

Was passiert mit unserem Lebensraum?

Die Städte wachsen seit Jahren. Vor allem junge Leute lockt die Stadt: Arbeit oder Studium, Kultur, Feiern. Aber: Wohnraum wird immer teurer, die Städte lauter und enger. Abstand halten fällt da schwer. Auf dem Land sieht das ganz anders aus.

Die Grenzen fließen ineinander über zwischen Stadt und Land. Und das ist eine große Chance für beide. Wir beobachten Partnerschaften zwischen Städten und Regionen. Die Nomaden – die digitalen und die sonstigen – nehmen zu, die in beiden Räumen in der Stadt, im Umland wohnen und der Trend setzt sich durch Corona fort.

Daniel Dettling, Zukunftsforscher

Der Lebensraum [4:29 Minuten]

Wie verändert sich die Globalisierung?

Containerschiff und Portalkräne in Bremerhaven (Archivbild) [Quelle: Imago, Imagebroker]

Wenn Länder ihre Grenzen schließen und globale Lieferketten unterbrochen sind, wenn sich Container in den Häfen stauen und die Produktion in den großen Werken stillsteht, dann ist Wirtschaft nicht mehr gut organisiert – und taumelt in die Krise. Die Globalisierung stößt in diesen Wochen an ihre Grenzen. Corona ist der Stresstest, der die Schwachstellen brutal aufdeckt. Auch in Bremen.

Die Globalisierung [4:45 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 27. Mai 2020, ab 7:10 Uhr

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