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Neue Liste keine Hilfe

Abtreibungen in Bremerhaven kaum möglich

5. September 2018

Der Paragraph 218, der Abtreibung verbietet, den gibt es zwar noch – bestraft wird wegen des wild umstrittenen Paragraphen aber schon lange niemand mehr. In Bremen gibt es seit vergangener Woche eine offizielle Liste, mit der sich Frauen informieren können, bei welchem Arzt sie eine Abtreibung vornehmen lassen können. Allerdings – die Sache mit der Liste hat einen ziemlich großen Haken, wie Bremen-Zwei-Redakteur Justus Wilhelm recherchiert hat.

Über die kaum besser gewordenen Bedingungen für Frauen, einen Arzt für einen Schwangerschaftsabbruch in Bremen zu finden und den dramatischen Mangel an Ärzten in Bremerhaven, die so einen Abbruch anbieten hat Justus Wilhelm exklusiv für Bremen Zwei recherchiert.

Autor/-in: Anja Goerz
Länge: 4:31 Minuten
Datum: Mittwoch, 5. September 2018
Sendereihe: Online | Radio Bremen

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Abtreibungen in Bremerhaven kaum möglich

Können Frauen inzwischen nicht mehr frei entscheiden, ob sie ein Kind bekommen wollen oder eben nicht? Wieso können sich Frauen nicht informieren? Wieso gibt es immer weniger Ärzte, die Schwangerschaftabbrüche anbieten? In Bremerhaven bietet das Klinikum Reinkenheide Abtreibungen an. Das Problem: trotz des Angebots gibt es aber kaum Termine. Also sind die Bedingungen für Frauen, einen Arzt für einen Schwangerschaftsabbruch zu finden, trotzdem nicht besser geworden.

Die herausgegebene Liste von Bremens Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt ist zwar gut gemeint, aber nicht wirklich effektiv, meint auch Justus Wilhelm. Denn die Ärzte, die Abtreibungen anbieten, haben dagegen widersprochen, auf der Liste zu erscheinen. Aus Angst vor Strafe und ähnliches.

Ein Kommentar von Justus Wilhelm: "Das ist keine Liste – das ist eine Farce"

Internet wird nicht überquillen mit Listen von Abtreibungsärzten

Das ist schon etwas heikel, was in Bremischen Bürgerschaft auf den Weg gebracht wurde. Die Bremer Gesundheitsbehörde soll künftig eine offizielle Liste darüber führen, welche Arztpraxen und Kliniken Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Das ist neu und auch rechtlich nicht unumstritten. Denn Ärzte, die öffentlich machen, dass sie Abtreibungen durchführen, können belangt werden. So zuletzt eine Ärztin aus Gießen – sie musste eine Geldstrafe zahlen.

Autor/-in: Justus Wilhelm
Länge: 4:41 Minuten
Datum: Mittwoch, 29. August 2018
Sendereihe: Der Morgen

Das ist schon etwas heikel, was in Bremischen Bürgerschaft auf den Weg gebracht wurde. Die Bremer Gesundheitsbehörde soll künftig eine offizielle Liste darüber führen, welche Arztpraxen und Kliniken Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Das ist neu und auch rechtlich nicht unumstritten. Denn Ärzte, die öffentlich machen, dass sie Abtreibungen durchführen, können belangt werden. So zuletzt eine Ärztin aus Gießen – sie musste eine Geldstrafe zahlen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 5. September 2018, 7:37 Uhr

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